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KnapsackSPIEGEL 01-02/2018

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

„GRÜNER DAMPF“ für

„GRÜNER DAMPF“ für den Knapsacker Hügel InfraServ Knapsack und Energieunternehmen unterzeichnen neue Kooperationsverträge. D er Betreiber des Chemieparks auf dem Knapsacker Hügel – InfraServ Knapsack – hat mit den Energieunternehmen EEW Energy from Waste (EEW) und RWE Power neue Energielieferverträge geschlossen und damit die Versorgung der ansässigen Industrieunternehmen langfristig abgesichert. Ab 2020 wird das von EEW betriebene Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) den Chemiepark mit Prozessdampf aus der thermischen Abfallverwertung versorgen. „Ersatzbrennstoffe enthalten circa 50 Prozent organische Bestandteile“, so Dirk Böhme, Technischer Leiter EBKW Knapsack. Für diesen Anteil gelte daraus gewonnene Energie als „Grüne Energie“. Mit dem zwischen InfraServ Knapsack, EEW und RWE geschlossenen umfangreichen Vertragswerk verbessert sich die CO2-Bilanz in der Dampfversorgung des Chemieparks deutlich. Auch das Thema Standortsicherung spielt bei der Vereinbarung eine Rolle. „Als wichtiger Arbeitgeber für die Menschen in der Region hat der Chemiepark die Verantwortung, die Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig zu gewährleisten. Mit diesen Verträgen leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag hierzu“, erklärt Ralf Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung von InfraServ Knapsack. Um den Bedarf nach kostengünstiger, stabiler und umweltschonender Energie zu decken, errichteten InfraServ Knapsack und EEW 2009 gemeinsam ein EBKW. „Wir freuen uns als Betreiber des Kraftwerks und Lieferant sowohl des Ersatzbrennstoffs als auch des daraus gewonnenen nachhaltigen Prozessdampfes, die Zusammenarbeit mit dem Chemiepark langfristig fortsetzen zu können“, sagt Axel Köhler, Kaufmännischer Geschäftsführer Süd von EEW. STARKER ENERGIEVERBUND Die neue Rolle der RWE Power besteht darin, Spitzenlast abzudecken und eine Ausfallreserve für den Chemiepark bereitzustellen. RWE Power Vorstand Dr. Lars Kulik: „Der RWE-Standort Knapsacker Hügel beliefert den Chemiepark bis mindestens 2024 kostengünstig mit Dampf – mit einer Option für sechs weitere Jahre. So sichern wir die Standortversorgung ab und schaffen eine klare Perspektive für die Menschen, die hier arbeiten.“ InfraServ Knapsack sichert durch den neuen Energiekontrakt attraktive Dampfpreise für den Standort. „Der starke Energieverbund, der daraus entsteht, wird langfristig Arbeitsplätze sichern“, so Ralf Müller. RWE BLEIBT DEM STANDORT KNAPSACK TREU Der RWE-Standort Knapsacker Hügel verfügt über vier mit Braunkohle und organischen Brennstoffen gefeuerte Dampferzeuger. Der Dampf wird zur Fernwärmeversorgung an die Stadt Hürth sowie zur Prozessdampfversorgung an die benachbarten Industriebetriebe geliefert und dient ferner der Erzeugung von Braunkohleprodukten. Durch die Mitverbrennung von nicht-fossilen organischen Brennstoffen beeinflusst der Energieproduzent die CO2-Bilanz des Chemieparks schon heute positiv. 10 | KNAPSACKSPIEGEL 02.2018

Kenia Garrido: zweite Betriebsleiterin des PSM 3/4-Betriebs bei Bayer in Knapsack INTERNATIONALE ERFAHRUNG FÜR LOKALE TÄTIGKEIT Arbeiten bei Bayer – das ist vielfältig und erfordert umfangreiches Fachwissen. Lokal arbeiten, global denken und die Zusammenhänge kennen – Kenia Garrido ist ein Paradebeispiel, wie mit internationaler Erfahrung lösungsorientiertes Teamwork mit Menschen unterschiedlicher Kulturen an einem lokalen Standort gelingen kann. Seit April 2017 ist die gebürtige Brasilianerin als zweite Betriebsleiterin im PSM 3/4-Betrieb für Bayer in Knapsack tätig. K enia Garrido muss lächeln: „Eigentlich ist Uwe Spoerer, ein damaliger und heutiger Kollege, ‚Schuld‘ an meinem Wechsel nach Deutschland. Ich habe mit ihm zusammen in Brasilien gearbeitet. Damals habe ich ihn nach den Gepflogenheiten in Europa gefragt. Und er hat mir Deutschland für eine berufliche Weiterentwicklung schmackhaft gemacht“, erinnert sie sich. KULTUR VERSTEHEN FÜR GEMEINSAMEN ERFOLG Bei Bayer in Leverkusen wurde sie vor zehn Jahren mit neuen Aufgaben betraut: Der Neubau von Anlagen stand im besonderen Fokus ihrer Tätigkeiten. „Ein Auslandsaufenthalt bietet nicht nur die Möglichkeit, eine Sprache neu zu erlernen und dadurch Sprachbarrieren abzubauen. Er trägt dazu bei, eine neue Kultur kennenzulernen, in fremder Umgebung zahlreiche Erfahrungen zu sammeln und fördert die Selbständigkeit bei Entscheidungen. Aus meiner Sicht kann ein Auslandsaufenthalt in jeder Hinsicht als eine Art Weiterbildungsmaßnahme gesehen werden“, erklärt sie. Diese gewinnbringenden Erfahrungen konnte sie bei ihrer nächsten beruflichen Station nutzen. Für zwei Jahre ging es zurück nach Brasilien. „Zusammen mit zwei deutschen Mitarbeitern haben wir in Brasilien ein Engineering-Büro für Bayer aufgebaut. Ich konnte dabei meine Erfahrungen mit brasilianischer und europäischer Kultur miteinbringen“, sagt sie. „Die Kultur von Menschen zu verstehen, die in diesem globalen Unternehmen arbeiten, ist aus meiner Sicht sehr wichtig, um im vielfältigen Miteinander zu besten Lösungen zu kommen“, erklärt sie. „Nur wenn man versteht, wie der andere denkt, handelt und fühlt, ist übergreifende Teamarbeit im Sinne des Gesamterfolgs möglich“, fügt sie hinzu. Nach zwei Jahren ein erneuter Wechsel: Diesmal ging´s in die USA. Dort war sie als Prozessleiterin für den Neubau einer Crop Science-Anlage in Mobile / Alabama zuständig. Von der Konzeptplanung bis zur Inbetriebnahme ein umfangreiches Betätigungsfeld. „Hier habe ich bei der Arbeit den „American way of life“ in sehr angenehmer Atmosphäre kennen gelernt. Die Amerikaner sind sehr kommunikativ – ein wichtiger Pfeiler für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Unternehmen und mit den Kunden“, erzählt sie. DIREKTER BLICK IN DETAILLIERTE ANLAGENABLÄUFE Die fachlichen, kulturellen und internationalen Erfahrungen helfen ihr nun auch für ihre lokale Tätigkeit in Knapsack. Als 2. Betriebsleiterin ist sie nicht nur Mitglied des Werksleiter-Teams, das die Verantwortung für die Leistungsergebnisse trägt. Sie ist vor allem zuständig für die sichere, zuverlässige und kosteneffiziente MPE Produktion in der benötigten Menge und Qualität. „Erstmals blicke ich nun direkt in die täglichen Abläufe einer komplexen Anlage, während ich vorher in meinen Projekten eher die gesamten Prozesse im Ganzen betrachtet habe“, betont sie und ergänzt: „Auch hier ist das Betriebspersonal international und zudem sehr erfahren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind motiviert und bereit, gemeinsam an den besten Lösungen zu arbeiten. Das fasziniert mich in Knapsack genauso wie der enorm hohe Stellenwert von Sicherheit.“ Regelmäßige Entwicklungen und Erweiterungen auf Grund steigender Marktnachfrage sowie ein Gemeinschaftsgefühl machen die Arbeit zudem sehr interessant und vielfältig. Um die spezielle Chemie der komplexen Anlage zu verstehen, hat sie viel Unterstützung von ihrem Team bekommen. „Wir reden täglich miteinander, tauschen uns aus und nehmen uns viel Zeit für den zielorientierten Dialog.“ JECK IM RHEINLAND STATT KARNEVAL IN RIO Und was wäre eine gebürtige Brasilianerin ohne die Leidenschaft für Karneval. „Deshalb freue ich mich, dass hier in dieser Region ebenfalls kräftig Karneval gefeiert wird. Das erinnert mich an meine Heimat und den Karneval in Rio“, schmunzelt Kenia Garrido. Wenn sie diesjährig indes mit ihren Kindern zum Karnevalszug geht, ist die Kostümwahl ein wenig eingeschränkt: „Die Temperaturen hier lassen doch nicht alle Verkleidungen zu. Da werfe ich schon ab und zu einen neidischen Blick auf den Karneval in Rio, den ich mir hier im Fernsehen anschaue“, gesteht sie. KNAPSACKSPIEGEL 02.2018 | 11

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