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KnapsackSPIEGEL 01-02/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

VERANTWORTUNGSVOLLE

VERANTWORTUNGSVOLLE ABWASSERBEHANDLUNG Bayer übernimmt mehr als 30 Prozent der Baukosten für neuen Abwasserbehälter W eihnachten ist längst vorbei, doch in der Abwasseranlage im Hürther Teil des Chemieparks Knapsack wurde das größte Geschenk noch nicht ausgepackt. Dieser Eindruck konnte entstehen, wenn man von der Ferne das imposante, zumindest bis Anfang Februar mit Planen verdeckte Gerüst in der Abwasseranlage direkt vor dem Chemiepark sah. Unter den Planen entsteht der bislang größte oberirdische Behälter der Abwassergesellschaft Knapsack (AGK), der sogenannte Pufferbehälter. Auch dank der finanziellen Unterstützung durch die Bayer AG, welche mehr als 30 Prozent der geplanten Baukosten übernimmt, kann die AGK hier mehr als eine Millionen Euro in die Verbesserung der Abwasseranlage investieren. Bis zum April 2019 werden die Arbeiten noch andauern. Mit einer Höhe von 18 Metern und einem Durchmesser von über zwölf Metern ungefähr so groß wie ein 6-stöckiges Haus, können im Pufferbehälter bis zu zwei Millionen Liter Flüssigkeit zwischengepuffert werden. Aber warum wird Flüssigkeit gepuffert? Bevor sämtliches im Chemieparkteil Hürth anfallende Abwasser in den Duffesbach eingeleitet werden kann, wird es in der Abwasseranlage behandelt und gereinigt. Das Abwasser stammt teils aus den Produktionsbetrieben, aber auch das Sanitärabwasser und Regenwasser werden behandelt. In der Abwasseranlage wird schon heute immer mal wieder Abwasser zwischengepuffert, zum Beispiel bei Starkregen. Dadurch wird in der Abwasseranlage die Regenwassermenge vergleichmäßigt, so dass der Duffesbach nicht überlastet wird und schlimmstenfalls über die Ufer tritt. Im Fall von Feuerwehreinsätzen im Chemiepark Knapsack wird das anfallende Löschwasser gepuffert und analysiert, um es dann optimal behandeln zu können. Auch einzelne Produktionsabwässer werden manchmal gezielt gepuffert, um durch die zeitlich gestreckte Verteilung auf die Abwasseranlagen in Hürth und Knapsack den Verbrauch von Strom und Chemikalien zu reduzieren und damit die Umwelt zu schonen. Der AGK stehen mit dem neuen Pufferbehälter und den bereits vorhandenen zwei Speicherbecken zukünftig mehr Möglichkeiten zur Verfügung, Regenwasser und Abwasser aus Produktionsspitzen zu puffern. Für Bayer ermöglicht dies einen noch flexibleren Betrieb der vorhandenen Produktionsanlagen, wodurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Knapsack gestärkt wird. Sowohl für AGK als auch für Bayer ist die Investition in den Behälter ein klares Bekenntnis zum Standort Knapsack und zu einer verantwortungsvollen Abwasserbehandlung. 10 | KNAPSACKSPIEGEL 02.2019

NEUE INGENIEURE BRAUCHT DIE INDUSTRIE! Bachelor- und Masterstudiengänge Prozess- und Verfahrenstechnik Illustration: WaD – Fotolia.com F achkräftebedarf, Industrie 4.0, Akademisierung – das sind Schlagworte, die in den Personalabteilungen von Industrieunternehmen hochaktuell sind. Hinter allem steht die Frage: Wie bekommen wir die Mitarbeiter / innen, die zu uns passen und wertschöpfend eingesetzt werden können? Man kann über Fachkräftemangel jammern – man kann aber auch proaktiv werden und die besten Mitarbeiter/innen für Fach- und Führungsaufgaben qualifizieren und damit an das Unternehmen binden. Als Bildungsdienstleister für die Industrie mit ihren Wurzeln in der Hoechst AG setzt die Rhein-Erft Akademie einen besonderen Schwerpunkt auf ingenieurwissenschaftliche Studiengänge. Sie bietet seit nunmehr über 10 Jahren unternehmens- und praxisorientierte Studiengänge in Kooperation mit renommierten Fachhochschulen wie der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) an. Mit dem Umzug der Weiterbildung in den neuen Standort der Rhein-Erft Akademie in Hürth-Hermülheim sind seit September 2018 auch die Bachelorstudiengänge dort verortet. Der jüngste Jahrgang des B.Eng. Prozesstechnik startete direkt in den neuen Räumen und wird dort die ersten drei Semester studieren, bevor sie auf den Campus der RFH wechseln. Im Oktober diesen Jahres wird wiederum eine Gruppe junger, hoch motivierter Studienanfänger den nächsten Schritt auf der Karriereleiter wagen – und dann werden neben berufsbegleitenden auch dual Studierende den Weg zum Bachelor of Engineering aufnehmen. MASTER OF ENGINEERING PROZESS- UND VERFAHRENS- TECHNIK Im Dialog mit Standortleitern, Hochschul- und Fachdozenten wurde deutlich, dass nach dem Bachelor ein darauf aufbauender (konsekutiver) Master of Engineering der nächste konsequente Schritt ist, um Verfahrensingenieure auf den „Markt“ zu bringen, die nah an den Bedürfnissen der Industrie ausgebildet sind. Zurzeit läuft die Akkreditierung des M.Eng, der dann in Kooperation mit der Rheinischen Fachhochschule im Oktober 2019 erstmalig angeboten werden wird. Hier liegt der Fokus darauf, vorhandene Kompetenzen und ingenieurwissenschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen und damit für weitergehende Fach- und Führungsaufgaben nicht nur in der Chemischen Industrie zu qualifizieren. www.rhein-erft-akademie.de Von links: Prof. Dr. H.-J. Meiswinkel, Jannick Raddatz, Philipp Papenberg, Matthäus Dyballa (REA), Nils Hammerstein, Benjamin Ignatzi, René Brodda, Jan Lorscheid, Philip Eppler, Prof. Dr. Gerd Brosig (RFH). Vorne: Lea-Paulina Mirgel. KNAPSACKSPIEGEL 02.2019 | 11

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