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KnapsackSPIEGEL 01-02/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

„FRÜHER WAR ICH EIN

„FRÜHER WAR ICH EIN KARNEVALSFLÜCHTLING, HEUTE ERÖFFNE ICH DEN KÖLNER STRASSEN­ KARNEVAL MIT“ Heinz-Wilhelm Loeven ist der 11. Bellejeck der Große Allgemeine Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e. V. zu wecken und Sie anschließend zur Eröffnung des Straßenkarnevals am Alter Markt zu entsenden“, so Loeven. KARNEVAL IN KNAPSACK 14 | O p ston, op ston“ – mit diesem Ruf wird Willi Loeven an Weiberfastnacht begleitet von den Plaggeköpp, Spielmannszügen sowie vielen Abordnungen von Karnevalsgesellschaften und hunderten von Narren durch die Kölner Straßen ziehen, um die Jecken, vor allem aber das Kölner Dreigestirn, zu wecken. „Es ist mir eine große Ehre, diese Kölner Tradition weiterzuführen und dem Bellejeck in dieser Session meine Stimme zu geben“, sagt Heinz-Wilhelm Loeven, Senior Sales Manager im Vertrieb der InfraServ Knapsack stolz. WAS ABER IST DER BELLEJECK EIGENTLICH? „Der Bellejeck ist eine historisch belegbare Karnevalsfigur aus dem Mittelalter, die auf eine über 500 Jahre alte Tradition zurückschaut“, erklärt Loeven. Als reimsprechender Schellennar zog er an Weiberfastnacht durch die Straßen und Gassen und hielt der Kölner Gesellschaft mit kritischen Sprüchen und bewusst provozierenden Reimen den Spiegel vor. Dabei zeigte er Missstände auf, erklärte dem Volk, was nicht richtig lief und prangerte auch die Fehler und Klüngel der Herrschenden an. „Der Bellejeck stand in Köln zum Beispiel auf dem Alter Markt in einer Bütt [Wanne], um dort schmutzige Wäsche zu waschen – also über die Obrigkeit und das gemeine Volk herzuziehen“, lacht Willi Loeven und fährt fort: „Er war der einzige, der sich sowas erlauben konnte und das auch nur in dieser Rolle und ausschließlich an Karneval!“ „HEUTE GEHT ES VOR ALLEM DARUM, DIE TRADITION FORTZUFÜHREN“ Seit 1823 war der Bellejeck aus dem Kölner Karneval verschwunden. Bis die Große Allgemeine Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e. V. (GA) die Figur im Jahr 2009 wieder zum Leben erweckte. „Nachdem das Kölner Festkomitee den Vorschlag der Große Allgemeine für gut befunden und den Bellejeck wieder zur offiziellen Figur des Kölner Karnevals gemacht hat, wird er jede Session von uns gestellt“, erklärt Loeven. Der bunte Schellennar wird ausschließlich von einem Mitglied der GA verkörpert und darf natürlich auch heutzutage im Karneval den Jecken ordentlich seine Meinung geigen, ob er dabei reimt oder nicht, ist aber zweitrangig. „Es geht vielmehr darum, diese besondere Tradition fortzuführen, mit dem Bellejeck-Zug die Jecken und das Dreigestirn in der Hofburg „FRÜHER WAR ICH EIN KARNEVALSFLÜCHTLING“ Heinz-Wilhelm Loeven hat sich für diese Session sogar extra ein neues Kostüm schneidern und mittelalterliche Schnabelschuhe machen lassen. Natürlich in den traditionellen Vereinsfarben grün und rot. Dass er mal so im Karneval aufgehen würde, hätte er sich vor ein paar Jahren nicht einmal träumen lassen: „Ich war zwar immer humoristisch, aber damals war ich eher ein Karnevalsflüchtling“, lacht er. Dennoch habe er immer den Traum gehabt, irgendwann einmal im Kölner Rosenmontagszug mitzugehen. „Bei der Große Allgemeine kann man sich, wenn man einen Paten hat, als Gast auf eine Warteliste schreiben lassen und dann gegen eine Summe im Zug mitlaufen. Das Ganze hat mir dann aber doch so viel Spaß gemacht, dass ich schlussendlich direkt aktives Mitglied geworden bin“, ergänzt er. Das war vor vier Jahren. Heute ist Heinz-Wilhelm Loeven zweiter Vorsitzender und schätzt an der Familiengesellschaft

vor allem das angenehme und nicht ganz so reglementierte Umfeld. „Natürlich gibt es auch bei uns ein paar historisch bedingte Spielregeln, das gehört ja auch dazu. Der Spaß steht bei der ganzen Sache aber immer im Vordergrund“, erklärt der 11. Bellejeck der GA. WIE VIEL WILLI LOEVEN STECKT EIGENTLICH IM BELLEJECK? „Eine ganze Menge“, lacht Loeven, „die Rolle anzunehmen, fällt mir nicht schwer. Das Beste ist, dass ich als Bellejeck auch mal was Markantes sagen kann und keiner nimmt es mir übel“. Heinz-Wilhelm Loeven liebt dieses Wechselspiel. Auch im Berufsleben müsse man immer wieder in andere Rollen und Funktionen schlüpfen und sich der Situation anpassen. Der Bellejeck zeigt also eine von Willi Loevens vielen verschiedenen Facetten. Auch seine Berufslaufbahn im Chemiepark Knapsack war abwechslungsreich: 1977 begann er seine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker, wurde 1987 Meister für die Fachrichtung Elektround Energietechnik und im Jahr 2002 bekam er schließlich die Chance, den Vertrieb der InfraServ Knapsack mit aufzubauen. Besonders zu Gute kommt ihm bei seiner Arbeit sein technischer Hintergrund und die Fähigkeit, die Erfahrungen aus beiden beruflichen Bereichen miteinander zu verknüpfen. APROPOS VERKNÜPFEN: WIE LÄSST SICH DENN DIE ROLLE ALS BELLEJECK MIT DEM BERUF VEREINBAREN? „Eigentlich ziemlich gut“, strahlt Loeven, „tagsüber kümmere ich mich um meine Kundenzuordnung, abends und am Wochenende widme ich mich der Familie und dem Verein mit all den Auftritten und Repräsentationen“. An der Große Allgemeine gefällt Loeven besonders, dass sie sich auch für das Gemeinwohl engagiert. Mit dem Ambulanten Karnevalsdienst (AKD) geht die GA in Heime und Hospize, um den Menschen, die nicht mehr aktiv am jecken Treiben teilnehmen können, den Karneval ins Haus zu bringen. „Etwas für die Mitmenschen tun, nicht nur feiern, sondern auf andere achten – auch das ist Karneval“, betont Loeven. Mit seinem Engagement in der GA und als Bellejeck der Session 2018/2019 möchte Heinz-Wilhelm Loeven also vor allem die Traditionen fördern, sich für seine Mitmenschen einsetzen und das Kölsche Brauchtum zeitgemäß zelebrieren. Wir wünschen weiterhin viel Spaß dabei und vun Hätze Kölle und Knapsack Alaaf! Illustration: HeGraDe – Fotolia.com PRINZESSIN TINA 1. AUS KENDENICH Püntklich & sicher durch die Session mit dem Chemiepark Knapsack B ettina Warten erfüllt sich ihren Traum – einmal Prinzessin zu sein – in einem ganz besonderen Jahr: die KG Burgknappen „Rut-Wiess“ Kendenich feiern in diesem Jahr in 70-jähriges Jubiläum. So verbreiten die Mitglieder der Burgknappen „Rut-Wiess“ Kendenich nun seit Jahrzehnten kölschen Frohsinn und Lebensfreude im Hürther Karneval und tragen mit ihrem sozialen Engagement zum Gemeinwohl der Bürgerinnen und Bürger bei. Diese Tradition möchten wir als Chemiepark Knapsack unterstützen und haben daher Prinzessin Tina einen eigenen Bus zur Verfügung gestellt. So kommt sie immer pünktlich und vor allem sicher zu ihren Auftritten! Angesprochen wurden wir von unserem Chemiepark Mitarbeiter Hans-Theo Esser, der bei InfraServ Knapsack als Weichenschlosser arbeitet. Und wie sollte es anders sein: auch für Prinzessin Tina stellt Hans- Theo die Weichen und ist einer der beiden Fahrer während der Session. Wir wünschen Prinzessin Tina, ihrem Gefolge und der gesamten KG weiterhin eine tolle Session! KNAPSACKSPIEGEL 02.2019 | 15

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