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KnapsackSPIEGEL 01-02/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Historie Phosphor: Träger des Lichts in der Knapsacker Nachkriegszeit O hne diesen besonderen „Lichtträger“ hätte es das "Knapsacker Wirtschaftswunder" der 1950er Jahre wohl nie gegeben: Phosphor. Bereits 1669 vom Alchimisten Henning Brand in Hamburg entdeckt, kam der Stoff mehrere hundert Jahre später mit Werksleiter Dr. Friedbert Ritter von Piesteritz nach Knapsack und sorgte hier bis in die 1980er für eine große Erfolgsgeschichte. Am 26. Januar 1953 begann mit dem ersten Phosphorofen und einer Anlage zur Herstellung chemisch reiner Phosphorsäure die Phosphorproduktion. Mit ihr brach eine neue Ära für den Chemiestandort Knapsack an. Durch den Bau eines zweiten und bis dato größten Phosphorofens weltweit wurde die Phosphorfabrik in Knapsack im Jahr 1956 zur größten in ganz Europa. Als 1963 der dritte Phosphorofen in Betrieb genommen wurde, erreichte die Fabrik ihren endgültigen Umfang. Das im Dunkeln leuchtende Phosphor brachte wortwörtlich Licht in die dunklen Nachkriegszeiten in Knapsack. Durch die Herstellung von Waschmittelphosphaten (NTPP – Natriumtripolyphosphat) wurde Phosphor zum zweiten Standbein Knapsacks, zusätzlich zum Carbid. Der Erfolg hielt an bis in die 1980er Jahre. Im Jahr 1982 wurde der erste der drei Öfen aus Rationalisierungsgründen abgestellt. 1987 wurde auch der zweite Ofen abgeschaltet. Der Grund dafür: vermehrte Werbung für phosphatfreie Waschmittel – der Stoff wurde nicht mehr nachgefragt. Weil sich die Phosphorproduktion nicht mehr lohnte, endete im April 1992 mit der Stilllegung des dritten Ofens nach 40 Jahren die Phosphorproduktion am Standort Knapsack. Von den ehemaligen Fabrikanlagen ist heute nichts mehr zu sehen. Schon gewusst? Auf unserer Facebookseite „Dein Chemiepark Knapsack“ präsentieren wir Euch alle zwei Wochen einen neuen Beitrag über die Historie des Chemiepark Knapsack – also schaut gerne vorbei! Mehr Infos zur CPK-Geschichte gibt’s auch unter https://www. chemiepark-knapsack.de/ standort/historie/ 18 | KNAPSACKSPIEGEL 02.2019

RETTUNGSEINSATZ VOR DER FEUERWACHE „Ich hatte direkt den Verdacht, dass der Vater einen Schlaganfall erlitten haben könnte“ E inen ungewöhnlichen Rettungseinsatz erlebte eine Rettungswagenbesatzung der Werkfeuerwehr Ende letzten Jahres. Rettungssanitäter Danny Hansel und Rettungsassistent Mike-Darwin Gau wollten am frühen Nachmittag in den Werksteil Hürth fahren, um dort etwas zu besorgen. Vor der Abfahrt machte jedoch auf der gegenüberliegenden Seite der Feuerwache ein PKW-Fahrer auf sich aufmerksam. Im Wagen saßen ein junger Mann und sein Vater. Der junge Mann berichtete Gau aufgeregt, sein Vater habe vor wenigen Minuten sehr merkwürdig gesprochen und nur noch „Wortsalat“ von sich gegeben. „Ich hatte direkt den Verdacht, dass der Vater einen Schlaganfall erlitten haben könnte“, erzählt der Rettungsassistent. Gau informierte seinen Kollegen Hansel, er solle mit dem Rettungswagen zum Patienten vorziehen. Parallel wurde über die Werkschutzzentrale der Werksärztliche Notarzt Dr. Markus Lindner alarmiert sowie die Kreisleitstelle des Rhein-Erft-Kreises über den laufenden Einsatz auf der Industriestraße informiert. Da es sich bei einem Schlaganfall um einen lebensbedrohlichen Zustand handelt, wurde der Patient nach der Erstversorgung durch den Werkfeuerwehr-Rettungsdienst mit Sonderrechten ins Frechener Krankenhaus gebracht. „Durch den glücklichen Umstand, dass direkt Fachpersonal greifbar war und der Zustand des Patienten qualifiziert erkannt wurde, konnte das Zeitfenster von unter einer Stunde zur Auflösung des Blutgerinnsels im Gehirn eingehalten werden“, berichtet Gau. „So konnte dem Patienten ein langer Leidensweg erspart bleiben. Das Krankenhaus Frechen verfügt über eine sogenannte STROKE Unit, die auf Schlaganfälle spezialisiert ist.“ DANK AN DIE EINSATZKRÄFTE Durch die zügige Reaktion des Sohnes des Patienten, aber auch der Rettungswagen-Besatzung und durch die schnelle Diagnose konnte der Schlaganfall zügig und effizient behandelt werden. „In so einem Fall zählt jede Minute“, wissen Gau und Hansel. „Eine Minute Zeitverzögerung bedeutet eine Woche weniger Lebenszeit!“ Übrigens hat sich der Sohn kurze Zeit später gegenüber der Werkfeuerwehr auf sehr nette Art und Weise erkenntlich gezeigt: Er brachte einen Korb mit Leckereien auf die Feuerwache und dankte allen Einsatzkräften für die schnelle und professionelle Hilfe. Wie erkennen Sie die Anzeichen eines Schlaganfall? SCHNELLES HANDELN ZÄHLT! Act F. A. S. T Face: Ist das Gesicht einseitig verzogen oder lächelt die Person ungleichmäßig? Arm: Fordern Sie die betroffene Person auf, beide Arme gleichzeitig auszustrecken. Reagiert ein Arm verzögert oder kann nicht so hoch gehoben werden wie der andere? Überprüfen Sie auch, ob die Person beide Arme über mehrere Sekunden gleich hoch halten kann! Speech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen? Time: Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Wählen Sie den Notruf 112 und schildern Sie die Symptome. KNAPSACKSPIEGEL 02.2019 | 19

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