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KnapsackSPIEGEL 01-02/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Tagsüber steht Manuel

Tagsüber steht Manuel Jager im weißen Kittel im Labor bei Hanke Aromastoffe, privat schlüpft er in den grünen Rock der Schützen. 2018 wurde er zum zweiten Mal Schützenkönig. STOLZ, DEN VEREIN ZU REPRÄSENTIEREN W enn Manuel Jager vom Vereinsleben bei der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Holweide berichtet, merkt man ihm an, wie gut es ihm gefällt. „Die Kameradschaft ist toll, wir sind wie eine große Familie“, sagt der 38-jährige Chemielaborant, der bei Hanke Aromastoffe tätig ist. Wie alle Schützengesellschaften in Deutschland – Wahlspruch „Glaube, Sitte, Heimat“ – halten die Schützen von der „Schäl Sick“ zudem traditionelle Werte hoch, die in der heutigen Gesellschaft oft unter die Räder kommen. Die größte Ehre ist es für ein Mitglied, Schützenkönigin oder -könig zu werden. Genau das hat Jager in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal nach 2014 geschafft. Beim Königsschießen im September holte er nach eineinhalb Stunden – das ist für einen solchen Wettkampf nicht lange – den Vogel von der Stange. „Da braucht man auch eine gehörige Portion Glück“, erklärt der Kölner, der ansonsten beim wöchentlichen Schießen mit dem Luftgewehr seine Geschicklichkeit trainiert. „Da wird aber auf Scheiben geschossen. Der Vogel ist kompakt und deshalb schwieriger zu treffen.“ Jager und seine Frau Tanja, die ihn 2011 in die Bruderschaft holte, durften in diesem Jahr also erneut als Königspaar im großen Festzug durch Holweide ziehen, der stets am Tag nach dem Schießen stattfindet. Eine Woche später erhielt Jager bei der Krönung im Gottesdienst die Königskette, bevor beim Krönungsball kräftig gefeiert wurde. Unter den Majestäten ist ein wohlbekanntes Gesicht an der Seite des Ehepaars: Thea Schmitter wurde nach 2014 erneut Bürgerkönigin, und sie hatte bereits 2012 dieses Amt errungen, als Jager Tell-König war – mit diesem Titel vertritt man den Schützenkönig, sofern dieser verhindert ist. „Es ist eine besondere Freude, meinen Verein zu repräsentieren, darauf bin ich stolz“, sagt Jager lächelnd. Als Bonbon ist auch noch die jüngste Tochter „Mini-Bambini“. „Das Gefühl der Zusammengehörigkeit ist einmalig.“ Sie löste ihre Schwester ab, die dies im vergangenen Jahr geschafft hatte. Die beiden Mädchen zählen zur Schützenjugend. „Heute haben viele Bruderschaften ja Nachwuchsprobleme, wir bauen hier unsere Jugend aber stabil auf und bieten viele Unternehmungen an“, so Jager. Ihm und seiner Frau sei es wichtig, den Kindern von klein an Werte zu vermitteln. Die Familie ist auch in der Kirchengemeinde aktiv. Die Sebastianer in Holweide sind mit mehr als 30 aktiven Mitgliedern eine „kleine, aber feine“ Schützenbruderschaft, betont der Chemielaborant. Es gehe sehr familiär zu und man halte zusammen. Beim Schützenfest packe jeder mit an. „Wir unternehmen aber auch außerhalb des Vereins etwas. Es kommt darauf an, gemeinsam Spaß zu haben. Und sollte mal einer Hilfe benötigen, würde ein Anruf reichen und viele Freiwillige stünden bereit. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit ist einmalig.“ Da werden ihm die Schützen sicher auch einen speziellen „Weckruf“ verzeihen: Der König hat eine seit wenigen Jahren eingeschlafene Tradition wiederbelebt und ab 7 Uhr morgens mit einer Musikkapelle die Wohnzimmer der anderen Mitglieder gestürmt. „Den Spaß habe ich mir gegönnt.“ Nicht zuletzt ist das Vereinsleben auch ein Ausgleich zum Beruf. Seit etwa 15 Jahren arbeitet Jager bei Hanke und zog 2016 mit an den Standort Knapsack. Er steht den ganzen Tag im Labor und kreiert dort hauptsächlich schwefelhaltige Verbindungen, die in zahlreichen Fleischaromen ihre Anwendung finden. Die Grundlage für den leckeren Geschmack von Barbecue-Chips könnte also zum Beispiel von Jager geschaffen worden sein. Als Schützenkönig darf er seine Bruderschaft nun ein Jahr lang repräsentieren und wird neben Arbeit und Familie zahlreiche Termine haben, denn wenn andere Schützenvereine besucht werden, darf der amtierende höchste Würdenträger nicht fehlen. Illustration: Fiedels – Fotolia.com 22 | KNAPSACKSPIEGEL 02.2019

Pensionärsvereinigung Knapsack DER KARTOFFELCHIP, DIE ELEKTRISCHE HERDPLATTE UND DAS FEIERABENDHAUS KNAPSACK Illustration: Natalya Levish – Fotolia.com Was verbindet die Dinge miteinander? Für das Feierabendhaus Knapsack sind die Gegenstände von Anfang an schon von großer Bedeutung. Und darüber hinaus? Gibt es noch weitere Besonderheiten in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude? Wer hat es gebaut, warum wurde es gebaut? Wer hat früher darin getagt und gefeiert? Und für wen ist es heute noch von großem Interesse? Lassen sie sich die Geschichte der Versammlungsstätte von früher und heute erzählen. Von denen, die die Geschichte aufgeschrieben haben und von dem, der heute für das Feierabendhaus lebt, der Stars und Sternchen hat kommen und gehen sehen, der ganz genau weiß, was wo ist und wer alles schon im Feierabendhaus war. Dr. Horst Klassen von der Pensionärsvereinigung Knapsack hat sich mit der Geschichte „der guten Stube“ Knapsacks beschäftigt und Johann-Josef Ruth, der Haustechniker, kann so manche Geschichte aus den nahezu 25 Jahren seines Lebens mit und für das Feierabendhaus erzählen. Sie, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen im Chemiepark Knapsack sowie die Mitglieder der Pensionärsvereinigung Knapsack sind herzlich eingeladen, sich die Geschichte des Feierabendhauses erzählen zu lassen und einmal hinter die Kulisse und in die Unterwelt zu schauen. Wann: Dienstag, 9. April 2019, ab 17:30 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden) Anmeldung per E-Mail über: pensionaersvereinigung@chemiepark-knapsack.de Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Die Plätze werden nach Eingangszeitpunkt der Anmeldung vergeben und bestätigt. Anmeldeschluss ist der 28. März 2019. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos, allerdings würde sich die Pensionärsvereinigung Knapsack über eine kleine Spende am Abschluss der Veranstaltung freuen. KNAPSACKSPIEGEL 02.2019 | 23

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