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KnapsackSPIEGEL 01-02/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

VDI-NACHHALTIGKEITSANALYSE – AUCH FÜR DIE CHEMIE Alles will nachhaltig sein – nun gibt es vom VDI eine Richtlinie, mit der man Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung evaluieren kann! V erbraucher achten heute verstärkt auf die Nachhaltigkeit von Produkten, immer mehr auch in der chemischen Industrie. Neue Produkte wollen nachhaltig sein und werben damit. Doch „nachhaltig“ ist kein geschützter Begriff, oft stecken dahinter vage Versprechen ohne entsprechenden Nachweis. Die Frage bleibt offen: Was bedeutet Nachhaltigkeit und wie kann sie belegt werden? Michael Carus Geschäftsführer und Andreas Scharf Nachhaltigkeitsexperte vom nova-Institut sowie Prof. Dr.-Ing. Ralf Holzhauer von der Westfälischen Hochschule und Herr Dr.-Ing. Jochen Theloke Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt erklärten in Ihren Vorträgen im Feierabendhaus Nachhaltigkeit und die Nachhaltigkeitsbewertung nach VDI- 4605 anhand von Beispielen aus der Praxis. Historisch wurde der Begriff zum ersten Mal im Jahr 1713 von Hans Carl von Carlowitz im Zusammenhang mit einer „nachhaltenden“ Holznutzung verwendet. Bekannt wurde der Begriff durch die norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland und der nach ihr benannten Brundtland Kommission der Vereinten Nationen von 1987: „Nachhaltige Entwicklung ist die Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Dabei umfasst die Nachhaltigkeit die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Wie aber kann Nachhaltigkeit für einen Prozess oder ein Produkt konkret untersucht werden? Als Standard hat sich hier in den letzten Jahrzehnten die Ökobilanz (ISO 14040/14044) etabliert, doch beschränkt sich deren Bewertung ausschließlich auf die ökologische Dimension, während die ökonomischen und sozialen Aspekte außen vorgelassen werden. Diese Lücke versucht die VDI-Richtlinie 4605 durch die Integration aller Nachhaltigkeitsaspekte zu schließen. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) veröffentlichte Ende 2017 die VDI-Richtlinie 4605. Die VDI-Richtlinie 4605 zur Nachhaltigkeitsbewertung, bietet ein einfaches, transparentes Verfahren zur nachvollziehbaren, vergleichenden Nachhaltigkeitsbewertung von Prozessen und Produkten. Entscheidend bei der Bewertung ist dabei die Beschäftigung mit allen drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Um diese Aspekte im Endprodukt zu verwirklichen, muss der Ansatz über die gesamte Wertschöpfungskette verfolgt werden und stellt so immer höhere Ansprüche an die chemische Industrie. Durch die Nachhaltigkeitsanalyse eines Entwicklungsprozesses wird die Grundlage dafür geschaffen, diesen so zu steuern und optimieren, dass am Ende für die entwickelten Systeme und Produkte die ökologischen, ökonomischen und sozialen Ziele in einem ausgewogenen Verhältnis erreicht werden können. Wichtigste Ziele hierbei sind eine Verbesserung der Wertschöpfung einhergehend mit Verringerung der Umweltbelastungen, Verringerung sozial unerwünschter Auswirkungen und der Förderung positiver sozialer Wirkung. Die Nachhaltigkeitsbewertung nach VDI-4605 wurde vom nova-Institut im Kontext der Chemie und Biotechnologie schon in mehreren Industrie- und EU-Projekten erfolgreich angewendet. Herr Andreas Scharf Nachhaltigkeitsexperte vom nova-Institut referierte über die Nachhaltigkeitsbewertung nach VDI-4605 für bio-basierter und biotechnologischer Produkte und Prozesse im Vergleich zur fossil-basierten Konkurrenz. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an andreas.scharf@nova-institut.de Illustration: Artco – Fotolia.com Ankündigungen & Termine Sie haben auch eine spannende Idee, die für die Mitarbeiter des Chemieparks interessant sein könnte? Sprechen Sie uns an! kommunikation@infraserv-knapsack.de 30 | Wir gedenken Gerhardt Jakob (87) Verstorben am 10.12.2018 Jubiläum – Wir gratulieren 40 Jahre Ulli Junck, InfraServ Knapsack Eintritt 02.01.1979 Klaus Peter Sept, InfraServ Knapsack Eintritt 12.02.1979 Hermann Josef, Bayer Eintritt 01.03.1979 Karl Heinz Koppe, Bayer Eintritt 01.04.1979 Mathias Öbels, Vinnolit Eintritt 01.04.1979 Rolf Scholz, InfraServ Knapsack Eintritt 02.04.1979 Termine NACHBARSCHAFTSDIALOG Thema: Neuerungen im Chemiepark 29. April 2019, 18:00 bis 20:00 Uhr Jetzt schon vormerken – Details demnächst unter www.chemiepark-knapsack.de sowie im nächsten KNAPSACKSPIEGEL

GEMEINSAM SICHER Eine Initiative der Unternehmen des Chemiepark Knapsack R espektloses Verhalten von Bürgern gegenüber Einsatzkräften scheint längst zum Kavaliersdelikt geworden zu sein – Meldungen von Bürgern, die bei Unfällen gaffen, Absperrungen missachten oder Videos vom Umfallgeschehen machen sind entsprechend fast täglich in den Zeitungen zu lesen. Gerade in den letzten Jahren scheint diese Entwicklung an Dynamik gewonnen zu haben, Feuerwehr und Polizei sehen sich zunehmend mit Behinderungen, Anfeindungen und sogar Gewalt konfrontiert. Selbstverständlich gilt dies nicht in gleichem für den Chemiepark Knapsack – dennoch ist es eine zentrale Herausforderung der Unternehmen am Standort, Lösungsansätze für ein weiterhin respektvolles und maximal sicheres Miteinander in den Anlagen sowie auf dem gesamten Gelände zu entwickeln. Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort entsprechend zu sensibilisieren, haben die Unternehmen 2017 die Initiative „Gemeinsam sicher“ auf den Weg gebracht. Ziel dabei, so Benjamin Jochum aus der Kommunikation von InfraServ Knapsack, „ist eine Emotionalisierung des Themas Sicherheit, um auf diese Weise eine (tiefere) Verständnisebene für die unbestritten wichtige Arbeit der Einsatzkräfte sowie die Konsequenzen des eigenen Verhaltens zu schaffen.“ Seit dem 06. Februar rollen die Unternehmen nun ein neues Video in die jeweils eigene Belegschaft aus, das sich auf das Thema Absperrungen fokussiert. Wir werden fortlaufend berichten! „Beim Feierabendtreff könnt Ihr in netter Atmosphäre neue Menschen kennenlernen und Euch unternehmensüber greifend bei Snacks und Getränken austauschen“ Social-Media-Nachwuchs: Der Chemiepark Knapsack ist jetzt auch auf Instagram Gute Nachrichten für alle KSS-Leser, Nachbarn und Freunde des CPK – Sie alle können nun ihre Bilder vom CPK bei Instagram unter dem #DeinCPK teilen und verlinken. Der Social-Media-Nachwuchs des CPK ist zwar derzeit noch ein zartes Pflänzchen, aber die tolle Entwicklung von DeinChemieparkKnapsack bei Facebook lässt hoffen, dass hier etwas Großes entsteht. Leonie Sengelmann aus dem Kommunikationsteam des CPK freut sich auf Zuspruch: „Instagram gehört schon heute zu den meist genutzten Social-Media-Plattformen und wird immer beliebter. Es bietet uns die Möglichkeit, vor allem auch visuelle Einblicke in die Welt des Chemieparks Knapsack zu vermitteln.“ | 31

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