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KnapsackSPIEGEL 01-02/2020

Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

RUND UM DIE UHR IN

RUND UM DIE UHR IN BEREITSCHAFT 24 h bei der Werkfeuerwehr Seit einigen Jahren gibt es bei der Werkfeuerwehr im Chemiepark Knapsack nur noch 24-Stunden- Schichten. Das lässt Raum für gründ liches Arbeiten, aber auch für Ruhezeiten. Der Ablauf einer solchen Schicht wird hier einmal genau unter die Lupe genommen. 7:00 Uhr: Es ist noch früh am Morgen, als Mike Gau zum Dienst auf der Feuerwache fährt. Der Feuerwehrmann im Chemiepark Knapsack hat heute 24 Stunden Schichtdienst. Die Schicht beginnt gegen 7 Uhr morgens, dann fährt der eine Teil der Kollegen nach Hause, der andere Teil übernimmt. Mike Gau begrüßt alle und schlüpft in die Dienstkleidung, in dunkelblau mit dem Schriftzug der Werkfeuerwehr. 7:15 Uhr: Die Schichtführung wird von einem Wachabteilungsleiter an den nächsten übergeben, beide tauschen sich aus, auch mit Wehrleiter Ralf Lassmann: Was ist passiert, gab es Besonderheiten, was steht an? Die Schichtführer der Wachabteilungen A und B sitzen in den beiden Meisterbüros. Sie sind unter anderem auch dafür zuständig, Dienstpläne zu schreiben, Materiallisten zu erstellen oder abzuarbeiten. 7:30 Uhr: Ein Wachhabender kommt als Unterstützung dazu, zu zweit wird der Arbeitstag geplant. Was muss organisiert werden? Gibt es Krankmeldungen? Sind Fahrzeuge defekt und müssen repariert werden? 7:45 Uhr: In Dienstkleidung tritt Mike Gau mit mehreren Kollegen in der Fahrzeughalle an. Auf der Feuerwache müssen stets mindestens neun Feuerwehrmänner anwesend sein. Als beim Vorlesen des Dienstplans sein Name fällt, quittiert Gau dies mit lautem „Ja“. Es folgt eine Besprechung bezüglich des Tages im Werk. Werden dort heute 4 | KNAPSACKSPIEGEL 02.2020

estimmte Arbeiten ausgeführt? Sind Straßen gesperrt? „Das ist im Einsatzfall wichtig zu wissen“, erklärt Gau. 8:15 Uhr: Die Schicht trifft sich zur Kurzunterweisung, die Teil der ständigen Weiterbildung ist. Ein Kollege hat ein Thema aus dem Bereich Rettungsdienst vorbereitet und referiert dazu. „Die Themen werden pro Monat fest zugeteilt und oft wiederholt, damit sie im Gedächtnis haften bleiben“, erläutert Schichtleiter Sebastian Gorissen. 9:00 Uhr: Nach der Theorie stärken sich die Wachhabenden gemeinsam beim Frühstück und schöpfen Kraft für den Arbeitsdienst, der acht Stunden dauert – eventuell unterbrochen von Einsätzen. Es gilt also, stets auf Zack zu sein. 9:30 Uhr: Sebastian Gorissen teilt die Schicht für den Arbeitsdienst in verschiedenen Sachgebieten ein. Mike Gau ist heute für die Wartung der Atemschutzgeräte zuständig. In der Atemschutzwerkstatt werden nicht nur Masken und Geräte der Werkfeuerwehr instandgehalten, sondern auch die der Standortbetriebe. Die Masken werden mit einer Waschmaschine gereinigt, desinfiziert und im Trockner getrocknet. Im Anschluss überprüft Gau sie mit einem speziellen Prüfgerät. Es wird alles dokumentiert: Welche Ersatzteile getauscht wurden, das Prüfzertifikat und auch wer die Prüfung durchgeführt hat. Gaus Kollegen sind mit weiteren alltäglichen Aufgaben auf der Feuerwache beschäftigt. „Jedem sind zwei bis drei Sachgebiete fest zugewiesen“, erklärt Gau, der bereits seine Ausbildung bei der Werkfeuerwehr gemacht hat und auch Rettungsassistent ist. „Wenn es auf einem Sachgebiet weniger zu tun gibt während der Schicht, dann wird man woanders eingeteilt. Meine Sachgebiete sind Funk, also die Wartung unserer Funkgeräte für den Einsatz, und Atemschutz.“ Zum Sachgebiet Funk / IT gehört zudem die Aufgabe, die Funktionalität der Computer und Drucker auf der Feuerwache in Zusammenarbeit mit der Fachabteilung IT der YNCORIS sicherzustellen. Zu tun ist immer etwas bei der umfangreichen Ausrüstung. Ein Kollege kümmert sich etwa um die Pflege der Kleidung. Ein anderer Kollege ist heute in der Schlauchwerkstatt eingeteilt. Dort werden die Schläuche nach Einsätzen auseinandergebaut, gereinigt und überprüft. „Brandruß ist schließlich gesundheitsgefährdend, und es muss gewährleistet sein, dass die Schläuche richtig funktionieren, da schießt ja Wasser mit einem Druck bis zu 15 bar durch“, erläutert Gau. Zum Glück gibt es seit einigen Jahren eine vollautomatische Anlage zum Reinigen und Aufrollen der Schläuche. Davor war das eine anstrengende und langwierige Arbeit per Hand. Jetzt wird der Schlauch auf eine Spule gespannt, dann gereinigt, auf Dichtheit geprüft, getrocknet und aufgerollt. Die Anlage kann pro Stunde 15 Schläuche von bis zu 35 Metern Länge erfassen. Außerdem wird jede Prüfung digital dokumentiert. Nicht besetzt ist heute die Feuerlöscher Werkstatt, da es aktuell nichts zu tun gibt. „Wir wälzen hier regelmäßig das Pulver um, damit es funktionsfähig bleibt“, erläutert Gau und führt vor, wie das geht: Er setzt einen Feuerlöscher in eine Absaugglocke ein, dann gelangt das Pulver durch die Maschine in einen anderen Feuerlöscher. KNAPSACKSPIEGEL 02.2020 | 5

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