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KnapsackSPIEGEL 01-02/2020

Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Alle zwei Jahre werden

Alle zwei Jahre werden die Geräte überprüft. Um sie zu bewegen, ist Kraft nötig, vor allem dann, wenn sie in manchen Standortbetrieben auf mehreren Metern Höhe hängen. Das übliche Modell wiegt „nur“ knapp 20 Kilogramm, aber beispielsweise der Schaumlöscher P 50, der 48 Liter Wasser und zwei Liter Schaummittel enthält, wiegt gut 75 Kilogramm. 10:39 Uhr: Ein Einsatz unterbricht die Arbeitsabläufe auf der Feuerwache. Der Wachalarm ertönt und es erfolgt die Durchsage mit dem Einsatzort durch die Sicherheitszentrale, welche den Notruf aus einem Betrieb im Chemiepark entgegengenommen hat. Jetzt muss es schnell gehen! Die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist beträgt fünf Minuten. Fünf Minuten nach der Alarmierung muss die Werkfeuerwehr jeden Ort im Chemiepark erreicht haben. Die Feuerwache liegt ungefähr in der Mitte von beiden Werkteilen. Der Standort ist ideal, um Fahrwege zum Einsatzort kurz zu halten und damit die Hilfsfrist einzuhalten. In der Produktionsanlage eines Standortbetriebs ist eine Pumpe undicht, es kommt zu einem geringfügigen Stoffaustritt. Der Einsatzleiter der Werkfeuerwehr stellt bei der Lageerkundung vor Ort schnell fest, dass keine Gefahr besteht. Die Feuerwehrleute sichern die Einsatzstelle, binden und beseitigen die ausgetretene Stoffmenge und übergeben die Einsatzstelle an den Betrieb. Dann rücken sie wieder ein. 11:10 Uhr: Zum Arbeitsalltag auf der Feuerwache gehört auch das Sachgebiet Technik / Logistik, welches etwa die Funktionsprüfung der Löschfahrzeuge beinhaltet. Sie werden dazu auf den Hof gefahren und sämtliche Ausrüstung sowie Funktionen werden überprüft. Mike Gau unterstützt heute als Krankheitsvertretung den Kollegen Günther Lipp. Sie schauen nach, ob die Schläuche richtig aufgerollt sind, die Feuerlöscher richtig sitzen, ob Material getauscht oder ersetzt werden muss. Natürlich wird auch die Drehleiter einer Funktionsprüfung unterzogen. Alles funktioniert so wie es sein soll. Auch der Rettungswagen mit seinem Equipment wird regelmäßig gereinigt / desinfiziert und überprüft. Heute ist zum Beispiel Notfallsanitäter Tim Kluckhuhn an der Reihe mit der Komplettreinigung und der Geräte-Desinfektion, die einmal in der Woche stattfindet, sowie zusätzlich nach einem Patiententransport beziehungsweise nach einer Einsatzfahrt mit einem kontaminierten Patienten. Tim Kluckhuhn prüft zudem, ob alle Geräte funktionieren. „Das EKG wird mehrmals in der Woche gecheckt“, erklärt er. Bei einem Einsatz darf der diensthabende Rettungsassistent/Notfallsanitäter Patienten unter anderem einen Zugang legen und Sauerstoff verabreichen. Sehr wichtig ist auch die Arbeitssicherheit. Die Werkfeuerwehr hat Sicherheitsbeauftragte verteilt auf den beiden Wachabteilungen. Gemeinsam mit allen anderen Kollegen werden die Einsatzmittel, Gerätschaften und die Feuerwache regelmäßig hinsichtlich der Arbeitssicherheit kontrolliert. Weitere Sachgebiete sind Schulung und Ausbildung. Die Werkfeuerwehr bildet Mitarbeiter von Standortbetrieben und anderen Kunden als Brandschutzhelfer und Atemschutzgeräteträger aus, unterweist im Tragen von Atemschutzmasken und im sicheren Umgang mit dem Feuerlöscher. Ebenfalls im Chemiepark unterwegs sind die Kollegen, welche regel mäßig die stationären Berieselungsanlagen der Betriebe auf ihre Funktionalität überprüfen. 12:30 Uhr: Es wird gemeinsam zu Mittag gegessen. 13:20 Uhr: Die Mannschaft tritt erneut nach der Mittagspause in der Fahrzeughalle an. Der Zwischenstand der Arbeiten wird abgefragt, neu eingeteilt für den Nachmittag. Muss etwas umgeplant werden? Aber alles läuft nach Plan. 14:30 Uhr: Eine Übung mit der Feuerwehr Hürth steht an. Im Jahr 2018 wurde die Zusammenarbeit intensiviert, so dass nun einmal im Monat gemeinsam geübt wird. Heute dreht sich eine Simulation um einen leckgeschlagenen Kesselwaggon, aus dem ein Gefahrstoff austritt. Routiniert wird die Übung durchgeführt, anschließend erfolgt eine kurze Besprechung mit Feedback der Ausbilder. 6 | KNAPSACKSPIEGEL 02.2020

VORBEUGENDER BRANDSCHUTZ TECHNIK & LOGISTIK SCHLAUCHWERKSTATT RETTUNGSDIENST ARBEITSGEBIETE DER WERKFEUERWEHR VON HEUTE ATEMSCHUTZWERKSTATT EXTERNE SCHULUNGEN & AUSBILDUNG FUNK & IT STATIONÄRE BERIESELUNGSANLAGEN FEUERLÖSCHER-WERKSTATT & BRANDSCHUTZEINRICHTUNG KLEIDERKAMMER & KLEIDERPFLEGE Illustrationen: motorama – Adobe Stock 16:00 Uhr (nur Montag und Donnerstag): Die Feuerwehrmänner treffen sich zum Dienstsport. Dafür kommt extra ein Trainer vorbei. Ein Teil der Gruppe macht Sport im voll eingerichteten Trainingsraum, nutzt zum Beispiel die Ergometer, das Laufband oder stemmt Gewichte, ein anderer Teil geht in den Schulungsraum und macht dort etwa Zirkel-Training oder HIT (High Intensity Training) – „das sind Übungen, für die man das eigene Körpergewicht nutzt“, erklärt Gau. Es wird etwas für die Ausdauer und für den Rücken gemacht. Ab 17:00 Uhr: Bereitschaftszeit. Die Kollegen kochen und essen gemeinsam, schauen Fußball oder Filme, lesen oder machen Gesellschaftsspiele. 22:00 bis 6:00 Uhr: Ruhezeit. In dieser Zeit schlafen die Feuerwehrmänner nicht, sondern ruhen. Ein Ohr hört immer hin. Der kurze Wechsel zwischen jeweils 24 Stunden Dienst und 24 Stunden frei findet vier Mal nacheinander statt, dann folgen drei freie Tage. Bei diesem Dienstplan ist es kein Wunder, dass die Mannschaft die Wache ihr „zweites Zuhause“ nennt: Jeder verbringt dort im Monat 11 Dienste. Grundsätzlich haben alle Feuerwehrmänner Kenntnisse über die Stoffe, die am Standort hergestellt oder gehandhabt werden, kennen die Betriebe, schulen dort die Mitarbeiter und überprüfen die Brandschutzausrüstung. Sonntags und feiertags finden mit dem Betriebspersonal regelmäßig Rundgänge in den Anlagen statt. Viel Zeit wird in den vorbeugenden Brandschutz und Lehrgänge investiert. Der Schichtdienst schweißt zusammen: Auch in der Freizeit wird oft etwas gemeinsam unternommen, manchmal „Schichttouren“ für einen Tag. KNAPSACKSPIEGEL 02.2020 | 7

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