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KnapsackSPIEGEL 01-02/2020

Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

AUS ALT MACH NEU

AUS ALT MACH NEU Vinnolit forscht für Fußbodenrecycling auf neuem Niveau P flegeleicht, strapazierfähig, hygienisch und auch noch schick – Bodenbeläge aus PVC überzeugen durch viele Vorteile. Zudem lassen sich alte Beläge am Ende ihrer Lebensdauer recyceln. Der im Chemiepark Knapsack ansässige PVC-Hersteller Vinnolit forscht nun gemeinsam mit elf Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus fünf europäischen Ländern, darunter der Stabilisatorhersteller Chemson und die Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelagsrecycling (AgPR), an einer neuen Technologie, die das Recycling von gebrauchten PVC-Böden auf eine ganz neue Stufe stellen soll. Das vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) koordinierte Projekt „Circular Flooring“ basiert auf der CreaSolv®-Technologie und wird durch die Europäische Union gefördert. Alte PVC-Fußböden als wertvoller Rohstoff: AgPR-Geschäftsführer Dr. Jochen Zimmermann und Vinnolit-Innovationsmanager Andreas Höhn (Foto: Vinnolit) PVC-BODENBELÄGE- RECYCLING HEUTE Bisher werden nahezu alle PVC-Abfälle, die recycelt werden, mechanisch aufbereitet. Dazu werden zunächst die Nicht-PVC-Bestandteile entfernt. Anschließend werden Verunreinigungen abgetrennt, der PVC-Anteil wird gemahlen und das PVC-Rezyklat wieder verarbeitet. Durch dieses Verfahren kann PVC als hochwertiger Werkstoff mehrmals genutzt werden. Dies spart bereits heute wertvolle Ressourcen. Allerdings bleiben auf diese Weise auch Additive, die in der Vergangenheit verwendet worden sind, im Werkstoff erhalten. WIE KANN DIE ZUKUNFT AUSSEHEN? Mit dem lösemittelbasierten Verfahren, wie es bei „Circular Flooring“ für PVC-Bodenbeläge erprobt wird, soll PVC als möglichst reiner Werkstoff wiedergewonnen werden. Hier wird der PVC-Abfall zunächst in einem Lösemittel gelöst und das möglichst reine PVC selbst anschließend wieder ausgefällt. Dies hat zum Ziel, ein PVC-Rezyklat nahezu in „Neuware-Qualität“ zu gewinnen, das hohe Flexibilität im Hinblick auf neue Rezepturen und Anwendungen erlaubt. Gemeinsam mit ihren europäischen Partnern arbeitet Vinnolit in den nächsten Jahren daran, die neue Recyclingtechnologie vom Labor in den technischen Maßstab zu überführen. „Vinnolit übernimmt in ihrem modernen PVC-Technikum in Burg hausen die detaillierte anwendungstechnische Ausprüfung und Bewertung der PVC-Rezyklate, die mit dem CreaSolv®- Prozess erzeugt wurden. Dabei wird das Potential des Rezyklats im Hinblick auf die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten ermittelt“, erläutert Unternehmenssprecher Dr. Oliver Mieden. „Auf diese Weise unterstützen wir aktiv den Übergang zur Kreislaufwirtschaft.“ https://www.ivv.fraunhofer.de/de/recyclingumwelt/creasolv.html 8 | KNAPSACKSPIEGEL 02.2020

ROUTE BEENDET – ZIEL ERREICHT: Kaufleute für Speditions- und Logistikdienstleistungen A m 8. Mai 2018 rückten insgesamt 17 Soldatinnen und Soldaten mit einem gemeinsamen Ziel in der Bleiberg-Kaserne in Mechernich an: den Abschluss als Kauffrau / Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen vor der IHK Aachen zu erreichen. Das Ziel war klar, die Route (um in der Logistiksprache zu bleiben) war noch nicht ersichtlich. So verwunderte es nicht, dass am ersten Tag die Teilnehmer / -innen nach den Inhalten der Ausbildung fragten und pragmatische Antworten erhielten. „Stellen Sie sich vor, Sie schicken einen LKW nach Minsk in Weißrussland. Können Sie mir die Grenzübergänge nennen, die passiert werden müssen? Haben Sie Kenntnis von den Nachbarländern und deren Hauptstädten? Was kostet Sie die Fahrt nach Minsk? Berücksichtigen Sie, dass Sie mit Zloty und Weißrussischen Rubel an der Tankstelle bezahlen müssen. Umrechnungskurse sind also ein wichtiger Bestandteil.“ Im Klassenraum herrschte erstaunte Ruhe. Dann meldete sich ein Teilnehmer: „Wenn ich in die weißrussische Hauptstadt möchte, setze ich „Ihr Navigationsgerät ist das praxiserfahrene Dozententeam der Rhein-Erft Akademie. Wir sorgen dafür, dass Sie während Ihrer Ausbildung auf dem richtigen Weg sind.“ mich ins Auto und gebe in mein Navigationsgerät ‚Minsk‘ ein.“ Ein Lachen ging durch die Klasse und löste die Stimmung. Der Lehrgangsleiter Jens Hauber von der Rhein-Erft Akademie begrüßte die Teilnehmer / -innen: „Unser Ziel ist zunächst nicht Minsk, sondern der Abschluss Kaufleute für Spedition- und Logistikdienstleistungen bei der IHK Aachen. Ihre Navigationsgeräte helfen Ihnen hier nicht weiter. Ihr Navigationsgerät ist das praxiserfahrene Dozententeam der Rhein-Erft Akademie. Wir sorgen dafür, dass Sie während Ihrer Ausbildung auf dem richtigen Weg sind.“ Der Start war gemacht, und die Route Richtung Abschluss konnte in Angriff genommen werden. 20 Monate waren für den Lehrgang vorgesehen und führte die Teilnehmer / -innen neben intensivem, praxisnahem Unterricht auch in ein sechsmonatiges Praktikum in Unternehmen der Speditions- und Logistikbranche. Nach intensiven, lehrreichen Monaten konnte dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr gemeldet werden: „Route absolviert – Ziel erreicht!“ Die Teilnehmer / -innen beendeten zum Teil mit exzellenten Ergebnissen Ihre Ausbildung. Zur Belohnung überlegt man, einen Lehrgangsausflug nach Minsk zu unternehmen. Der schnellste Weg ist ja bekannt, und auch die Kosten können errechnet werden. Der nächste Lehrgang ist bereits im vollen Gange, und im Mai 2020 kommt ein Weiterer hinzu. Übrigens werden regelmäßig Unternehmen gesucht, die den Teilnehmer / -innen ein sechsmonatiges Praktikum von November bis einschließlich April anbieten können. Zu diesem Thema kann gerne Kontakt zu der Rhein-Erft Akademie aufgenommen werden. KNAPSACKSPIEGEL 02.2020 | 9

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