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KnapsackSPIEGEL 03-04/2020

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

WIE GEHT ES EIGENTLICH

WIE GEHT ES EIGENTLICH UNSEREN NACHBARN? „WIR SIND NOCH DA!“ BERLI-Theater setzt in der Krise auf Geistertickets, Gutscheine und ein Hygiene-Konzept N eben vielen anderen Kulturstätten sind die Kinos von der Corona-Krise stark betroffen. Auch das Berrenrather-Lichtspiel-Theater, kurz BERLI-Theater, musste den regulären Betrieb vorübergehend einstellen. Geschäftsführer André Jansen, der den Familienbetrieb in der vierten Generation leitet, erinnert sich, wie hart der Einschnitt vor wenigen Wochen war: „Es war an diesem Tag viel Betrieb bei uns. Das Wetter war schön, die Leute saßen draußen in der Gastronomie. Am Nachmittag platzte dann die Bombe: die Anordnungen zur Pandemie-Eindämmung wurden bekannt. Und dann wurde es plötzlich ganz leer.“ In den ersten Wochen der Krise, so Jansen, sei es zunächst darum gegangen, den Betrieb zu sichern. Es wurden Gespräche mit Mitarbeitern und Mini-Jobbern geführt, Anträge auf Soforthilfe gestellt, das Kurzarbeitergeld beantragt. Die Zahlungen ließen sehr lange auf sich warten. „Es war ernüchternd“, so Jansen. Seitens der Film- und Medienstiftung NRW gab es dagegen kurzfristige und unbürokratische Hilfe in Form einer Zusatzprämie auf den Kinoprogrammpreis. Das BERLI-Theater wird seitens der Stiftung seit vielen Jahren für sein Programm ausgezeichnet. Und auch die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft hat ihre Unterstützung zugesagt. Zwischenzeitlich hat es – pünktlich zum Berrenrather Tanz in den Mai – endlich mit dem Soforthilfe-Zuschuss geklappt. Und auch das Kurzarbeitergeld ist am gleichen Tag eingetroffen, so dass Jansen und sein Team zumindest vorübergehend wieder durchatmen können. VON STREAMING-DIENST BIS BERLI-REGAL Versehen mit dem entsprechenden Rückenwind lässt sich Jansen nicht entmutigen: „Wir haben einige zusätzliche Ideen entwickelt, wie wir die laufenden Kosten kompensieren können“, erklärt der Kinobetreiber. Mit Hilfe der sozialen Medien kurbelte das BERLI-Theater den Verkauf von Gutscheinen an, die nach Wiedereröffnung eingelöst werden können. Gutscheine können Kunden des Berrenrather Nahkaufs Irrgang auf der Wendelinusstraße in Hürth auch im Markt erwerben. Hier hat man ein ganzes „BERLI-Regal“ eingerichtet. Neben Gutscheinen können auch ausgewählte Weine und Biere aus dem BERLI-Sortiment käuflich erworben werden. Auch das „BERLI on demand“-Konzept, mit dem sich BERLI-Fans ausgesuchte „Filmperlen“ auf dem heimischen Sofa ansehen können, wurde im Zuge der Krise stärker vermarktet. Zudem adaptierte der BERLI-Geschäftsführer das 24 | KNAPSACKSPIEGEL 04.2020

Prinzip der Geistertickets vom deutschen Fußball. Für 2,80 Euro können Besucher ein virtuelles Ticket buchen und das Kino auf diese Weise unterstützen. Die Spenden kommen zu einem großen Teil den Mini-Jobbern zu Gute. „Die sind leider vom Kurzarbeitergeld ausgeschlossen“, bedauert Jansen. „KULTUR FINDET IM CORONA-DISKURS KAUM STATT“ Bedauerlich sei auch, dass das Thema Kultur im öffentlichen und politischen Corona-Diskurs kaum stattfände, so Jansen weiter. „Es geht gar nicht so sehr darum, wann es weitergeht, sondern wie“, erklärt er. Man habe bereits ein Hygiene-Konzept für die Wiedereröffnung in der Schublade, die entsprechenden Mittel seien bestellt. Durch Online-Ticketing und Digitalisierung könne die Saalbelegung und auch der Kontakt im Foyer reduziert werden. Maskenpflicht für Mitarbeiter und Gäste, Desinfektionsmittel für die Hände, Plexiglasscheibe an der Theke, regelmäßige Flächendesinfektion, Schulungen für das Personal: Alles sei bereit für den Neustart „auf kleiner Flamme“. Jetzt müsse die Politik dafür sorgen, dass die Regelungen so getroffen werden, dass Kino wieder eine Perspektive hat. „Wir haben ein offenes Ohr gefunden“, freut sich Jansen. „Herr Dr. Kippels, Mitglied des Deutschen Bundestages für den Rhein-Erft-Kreis, war hier, um sich ein Bild zu verschaffen und die Problematik nach Berlin mitzunehmen.“ Hilfe gibt es aber nicht nur seitens der lokalen Politik, sondern vor allem durch die BERLI-Stammgäste. Jansen ist begeistert: „Der Support unserer Gäste ist enorm.“ Nicht nur die Aktionen werden tatkräftig unterstützt; darüber hinaus habe man viele nette Worte der BERLI-Fangemeinde via Social Media, per Anruf oder auf anderen Wegen erhalten. „Die haben uns gezeigt, wir werden vermisst“, freut sich Jansen. „All unseren Unterstützern möchten wir sagen: Wir sind noch da! Auch wegen euch!“ Jansen ist begeistert: „Der Support unserer Gäste ist enorm.“ Nicht nur die Aktionen werden tatkräftig unterstützt; darüber hi naus habe man viele nette Worte der BERLI-Fangemeinde erhal ten. All diese Unterstützer können sich nun mit dem BERLI-Theater freuen, denn es gibt einen weiteren Hoffnungsschimmer: Die NRW-Hygiene-Vorschriften für die teilweise Wiedereröffnung von Gstronomiebetrieben wurden am 8. Mai bekanntgegeben. Jansen und sein Team haben sich gut vorbereitet: „Seit dem 14. Mai haben wir einen Teilbetrieb, unsere Weinstube, wiedereröffnet. Dort warten samstags und sonntags auch unsere köstlichen Torten und Kuchen – auch zum Mitnehmen – auf unsere Kunden.“ Der Start ist natürlich noch etwas holprig: Aus organisatorischen Gründen bittet Jansen deshalb um Tischreservierung unter 02233- 933803 oder auf info@berli-huerth.de. Der Kinospielbetrieb, so hofft Jansen, wird voraussichtlich Anfang Juni wieder aufgenommen. Die neuesten Informationen zum jeweils aktuellen Stand der Dinge gibt es auf der BERLI-Website unter https://www.berli-huerth.de KNAPSACKSPIEGEL 04.2020 | 25

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