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KnapsackSPIEGEL 03-04/2020

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

ESSEN HELLT DIE STIMMUNG

ESSEN HELLT DIE STIMMUNG AUF Ein Interview mit Frank Ebeling, Leiter der Betriebsgastronomie Knapsack. FRANK EBELING, WELCHE MASSNAHMEN HABEN SIE ERGRIFFEN, UM KUNDEN UND PERSONAL ZU SCHÜTZEN? Als Großverpfleger haben wir auch in normalen Zeiten eine sehr hohe Verantwortung und setzen dementsprechend jeden Tag höchste Hygieneanforderungen um. Durch Corona hat sich daran nichts geändert. Neu für uns war die Abstandregelung, denn im Küchenalltag sind wir es gewohnt, auf engem Raum zusammenzuarbeiten. In der ersten Zeit mussten wir uns deshalb schon umstellen, um nicht mal kurz am Kollegen vorbei nach dem Löffel zu greifen, aber auch diese Verhaltensweisen werden immer mehr zur Gewohnheit. Neu sind auch die Plexiglasscheiben im Kassenbereich und die verlängerten Öffnungszeiten, damit sich alle besser verteilen. Das klappt allerdings noch nicht ganz so gut. JA, ALTE GEWOHNHEITEN ABLZUEGEN IST SCHWER. Genau. Die meisten unserer Kunden kommen immer noch in der Zeit zwischen 11:45 und 12:15 Uhr. Es sind aber auch um 13:00 Uhr noch ausreichend Gerichte da. GAB ES BESONDERE HERAUSFORDERUNGEN- DURCH DAS CORONAVIRUS? Insbesondere die Planung ist anspruchsvoller. In den letzten Wochen haben wir zum Beispiel zahlreiche Vorbestellungen rückgängig machen müssen, hinzu kam die zwischenzeitliche Umstellung auf einen reinen Abholmodus. Gleichzeitig möchten wir weiterhin drei unterschiedliche Gerichte plus Salat anbieten, damit auch für Vegetarier und muslimische Kolleginnen und Kollegen immer etwas dabei ist. WAS WÜRDE PASSIEREN, WENN SICH EINER IHRER MITARBEITER MIT COVID-19 INFIZIEREN WÜRDE? Wir folgen den Empfehlungen des RKI und des Gesundheitsamtes – und das bedeutet, wir müssten die jeweilige Kantine komplett schließen. Jeden Verdachtsfall würden wir sofort in Quarantäneschicken, genauso wie seine engen Kontakte. 8 | KNAPSACKSPIEGEL 04.2020

WAS WÜRDE DAS FÜR DIE MITARBEITER IM CHEMIEPARK BEDEUTEN? Wir haben versucht, die Mannschaften in den Kan tinen möglichst klein zu halten. Die Kollegen haben zum Beispiel Überstunden abgebaut und einige waren über Ostern in Urlaub. Auf diese Weise könnten wir in den nächsten Wochen selbst bei einem Coronafall zumindest eine Notbesetzung stellen, die in einer Kanti ne Essen ausgeben würde. Denn wir merken, wie wichtig Essen ist, um die Stimmung und ein Stück Normalität im Chemiepark aufrecht zu erhalten. Und dazu wollen wir unseren Beitrag leisten. So sah es zwischenzeitlich in der Betriebsgastronomie aus. WAS MACHT SIE BEI IHRER ARBEIT AUCH IN ZEITEN VON CORONA GLÜCKLICH? Das positive Feedback unserer Kunden. Es motiviert ungemein, wenn uns unsere Kunden spüren lassen, dass sie unser Angebot zu schätzen wissen und wir merken, dass ihnen unser Essen schmeckt. Im Kollegenkreis macht mich glücklich, dass alle trotz aller Umstellungen immer mit Herzblut und viel Engagement bei der Sache sind. WIE KÖNNEN IHRE KUNDEN SIE UNTERSTÜTZEN? Unerlässlich ist, dass alle den Mindestabstand einhalten. Wenn wir diese Vorgabe der Landesregierung nicht einhalten können, müssten wir die Kantinen schließen. Um einen möglichen Kontakt zwischen unserem Personal und unseren Kunden auszuschließen wäre es außerdem wichtig, dass alle ihre Teller erst dann nehmen, wenn er von unserem Personal abgestellt wurde. Und natürlich freuen wir uns über jedes Lächeln. Ebeling: „Das positive Feedback unserer Kunden motiviert uns un gemein. Wenn uns unsere Kunden spüren lassen, dass sie unser Angebot zu schätzen wissen und wir merken, dass ihnen unser Essen schmeckt.“ KNAPSACKSPIEGEL 04.2020 | 9

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