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KnapsackSPIEGEL 07-08/2018

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Ich habe einige Fälle,

Ich habe einige Fälle, wo andere gesagt haben „mit dem komm ich nicht klar“ wieder auf den richtigen Weg gebracht. Es kommt nämlich immer darauf an, wie man mit den Leuten umgeht. Unter mir wurde keiner gefeuert. Held: Mir hat mein Fachgebiet besonders gut gefallen und die Verantwortung, die ich bei der Arbeit hatte. Ich habe ja Chemielaborant gelernt und mich dann im Fernstudium zum Chemotechniker weitergebildet. Die haben hier eigentlich jemanden für die physikalischen Messungen gesucht und ich war ja Chemielaborant – das hat aber trotzdem gut geklappt. Ich musste viel rechnen, Berichte schreiben und war dann später auch noch Strahlenschutzbeauftragter. Mein Job war vielseitig, das hat mir gefallen. als Leute, die immer nur tun, was man ihnen sagt, ohne mal selber nachzudenken. Und menschlich sollte man sein. Man muss sich ja auf die Kollegen einstellen und wissen, mit wem man es zu tun hat. Einzelgänger sind hier nicht gefragt, das hier klappt nur im Team. KNAPSACKSPIEGEL: Gibt es etwas, was Sie vermisst haben, als Sie in Rente gegangen sind? KNAPSACKSPIEGEL: Welchen Tipp würden Sie jemandem geben, der jetzt Ihren Beruf ergreift, worauf kommt es besonders an? Held: Wenn jemand die Möglichkeit dazu hat, würde ich ihm für meinen Beruf auf jeden Fall ein Ingenieursstudium mit Spezialgebiet Akustik nahelegen. Und weil man viel mit Menschen, auch außerhalb des Chemieparks, zu tun hat, sollte man schon auch mit Leuten umgehen können. Brauer: Ich würde jedem Chemikanten vor allem ein begleitendes Studium empfehlen und raten, sich intensiv mit dem Thema Messtechnik auseinander zu setzen. Moderne Anlagen sind ja voll damit und man muss doch verstehen, womit man es zu tun hat. Eßer: Auf jeden Fall sollte man sich immer weiterbilden und Prozesse auch mal hinterfragen. Es gibt nichts Schlimmeres 12 | KNAPSACKSPIEGEL 08.2018

Brauer: Ganz ehrlich: Nein. Ich habe hier immer gerne gearbeitet und hatte eine gute Zeit. Als das vorbei war, war das auch vollkommen in Ordnung. Ich wohne hier in der Nähe, spiele in Knapsack Tennis und sehe meine alten Kollegen entweder dort oder in der Pensionärsvereinigung. Wirklich viel zu vermissen gibt es also gar nicht (schmunzelt). Held: Ich habe noch immer Kontakt zu meiner Firma und zu meinem Nachfolger. Ich gehe mehrmals im Jahr dorthin, um mich über den neuesten Stand der Akustik zu informieren, in den letzten zwei Jahren allerdings nicht mehr so oft. Eßer: Ich vermisse die Geselligkeit und das Miteinander mit den alten Kollegen. Hier wo wir jetzt sitzen, war früher die Kegelbahn. Da haben wir uns ein Mal im Monat getroffen und dann wurde es sich hier gemütlich gemacht. Das fehlt. Und so ganz abschalten kann man ja doch nicht. Ich bin jetzt bald 25 Jahre nicht mehr hier, aber wenn ich aus dem Fenster gucke und da qualmt es oder es bewegt sich ein Kran, dann male ich mir schon aus, was die da wohl machen. KNAPSACKSPIEGEL: Was wünschen Sie dem Chemiepark Knapsack für die nächsten 111 Jahre? Held: Der Chemiepark hat mir 38 Jahre lang Arbeit gegeben. Ich bin immer gerne hingefahren und wünsche mir deshalb, dass der Chemiepark Knapsack noch lange bestehen bleibt, dass hier weiter produziert wird und dass er eine gute Zukunft hat. Eßer: Ich wünsche dem Chemiepark Knapsack von Herzen alles erdenklich Gute – und das meine ich ganz ehrlich. Ich habe hier gearbeitet, der Chemiepark hat meine Familie versorgt. Heute arbeiten meine Kinder und auch meine Schwiegertochter hier. Ich wünsche mir, dass die auch ihr Leben lang hier auf dem Knapsacker Hügel arbeiten können und dass der Chemiepark immer am Ball bleibt und federführend auf seinem Gebiet ist. Brauer: Der Chemiepark Knapsack ist ein wichtiger Arbeitgeber für die Menschen in Hürth und Umgebung. Deshalb wünsche ich mir, dass hier immer Wissen und Know-how weitergegeben wird, damit der Standort erhalten bleibt, sich vergrößert und weiterentwickelt. Einladung Wir feiern 111 Jahre Chemiepark Knapsack gebührend beim Tag der offenen Tür am 22. September 2018 – wir freuen uns auf Ihren Besuch! TAG DER OFFENEN TÜR 2018 WANN? Samstag, 22.09.2018 ab 11 Uhr WO? Chemiepark Knapsack Industriestr. 300, 50354 Hürth „Der Chemiepark ist ein wichtiger Arbeitgeber für die Menschen in Hürth und Umgebung. “ Peter Brauer ALLE DREI SIND MITGLIED IN DER PENSIO - NÄRS VEREINIGUNG – UM DIE ALTEN KOLLEGEN ZU TREFFEN UND SICH REGELMÄSSIG AUSZUTAUSCHEN Alle drei identifizieren sich auch heute noch mit ihrem Chemiepark und schätzen rückblickend vor allem das gesellige, kollegiale Miteinander. Um die alten Kollegen zu treffen und sich regelmäßig auszutauschen sind alle drei Mitglieder der Pensionärsvereinigung, die unter anderem von Peter Eßer gegründet wurde. Die Pensionärsvereinigung lädt regelmäßig zu verschiedenen Veranstaltungen ein und ist offen für alle (ehemaligen) Mitarbeiter des Chemiepark Knapsack. Neue Gesichter sind immer willkommen. KNAPSACKSPIEGEL 08.2018 | 13

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