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KnapsackSPIEGEL 07-08/2018

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

BETRIEBSVERSAMMLUNG DER

BETRIEBSVERSAMMLUNG DER CLARIANT PLASTICS & COATINGS (DEUTSCHLAND) GMBH Neuer Standortleiter, Safety Award und alles rund um Langzeitkonten und betriebliche Altersvorsorge bei Clariant Die Stimmung ist locker, als sich am 28.06.2018 die Reihen des Blauen Salons füllen – viele Mitarbeiter und Auszubildende der Clariant sind der Einladung des Betriebsrates zur ersten Betriebsversammlung in 2018 gefolgt. E ntsprechend positiv gestimmt eröffnet Reiner Wirsbitzki, Betriebsratsvorsitzender der Clariant, die Versammlung: „Ich bin überwältigt – nicht nur vom Wahlergebnis bei der diesjährigen Betriebsratswahl mit einer 95 prozentigen Wahlbeteiligung, sondern auch von der Beteiligung an unseren Betriebsversammlungen“. Neben den eingeladenen Gästen Stefan Westphal von der HPBS (Höchster Pensions Benefits Services) und Ralf Klein von der Höchster Pensionskasse begrüßt Wirsbitzki dann Dr. Stephan Neunerdt, der seit dem 01.04. die Aufgaben des Standortleiters in Knapsack übernommen und damit Dr. Gerhard Obernosterer abgelöst hat. SAFETY AWARD Dann übernimmt der neue Standortleiter das Wort, um über die aktuelle Geschäftsentwicklung zu berichten: „Unsere BL ist eine der erfolgreichsten Einheiten innerhalb der Clariant und unsere Zahlen sind nur so positiv, weil dahinter sehr viel Arbeit steckt – Ihre Arbeit. Deswegen möchte ich mir heu- te die Zeit nehmen, über die Themen zu sprechen, die Sie und die diesen Standort betreffen“. Das Thema Sicherheit spielt bei der Clariant eine sehr große Rolle und ist einer der größten Erfolge des Standorts. „Ich möchte an dieser Stelle aber trotzdem sensibilisieren“ meint Neunerdt und nimmt beispielhaft sein Smartphone zur Hand. Es sei wichtig, sich bewusst zu machen, wie oft uns solche Alltagsgegenstände täglich ablenken. „Sie machen das schon verdammt gut hier“ – damit spielt der neue Standortleiter auf den zuletzt 16 | KNAPSACKSPIEGEL 08.2018

erhaltenen Safety Award an. Ein Preis für den Standort, der im Gesamtpaket die beste Sicherheitsarbeit innerhalb der Clariant geleistet hat – „das ist eine Ansage!“. Neben der positiven Produktionsauslastung in verschiedenen Betrieben wie Depal und S&I verzeichnet die Clariant in Knapsack weiterhin eine steigende Zahl an Auftragseingängen. Daraus resultieren neue Investitionen beispielsweise bei der Produktionsverlagerung von Depal in den PV-Betrieb, aber gleichermaßen auch verschiedene Herausforderungen für die einzelnen Betriebe. Ein gutes Geschäftsergebnis bedeute nicht nur viel Arbeit, sondern bringe auch die Aufgabe mit sich, darauf zu achten, dass die Stimmung unter den Mitarbeitern gut bleibt, meint Neunerdt. Dann zieht er ein erstes Resümee: „In den ersten zwei Monaten in meiner neuen Rolle habe ich sehr viel Unterstützung bekommen und kann mich nur ganz herzlich bei Ihnen bedanken – das ist ein klares Signal, dass es nur gut werden kann!“. Nach einem kurzen Bericht von Dr. Martin Sicken über die aktuellen Projekte im Bereich Forschung & Entwicklung folgt der nächste Punkt auf der Tagesordnung – der Bericht von Reiner Wirsbitzki über aktuelle Themen und die Betriebsratsarbeit. Die positive Geschäftsentwicklung zeigt sich auch in den Mitarbeiterzahlen der Clariant. Seit Anfang des Jahres 2017 gab es 26 Neueinstellungen, sodass die rund 230 Mitarbeiter bei der vergangenen Betriebsratswahl erstmals neun Mitglieder statt der bisherigen sieben wählen konnten. Nachdem in diesem Jahr drei Mitarbeiter – die zusammengerechnet ganze 137 Jahre in Knapsack gearbeitet haben – in den wohlverdienten Ruhestand gehen, fangen Anfang September fünf junge Menschen ihre Ausbildung bei der Clariant an. Sieht man sich die Altersstruktur des Standortes an, wird auch in den nächsten Jahren „der Bedarf an jungen Menschen immer stärker wachsen“ so Wirsbitzki. Nach dem geplatzten Deal mit dem Aktionär White Tale gehen die entsprechenden Aktienanteile an das bekannte Unternehmen Sabic Basic Industries, das damit größter Einzelaktionär der Clariant wird. Bei Themen wie Sabic oder auch der Datenschutzgrundverordnung und der Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung ist der Betriebsrat Teil laufender Verhandlungen. Zusätzlich begleitet der Betriebsrat auf lokaler Ebene aktuell verschiedene Themen wie die Kapazitätssteigerung im Depal-Betrieb, die Umsetzung des 2017 in Kraft getretenen AÜG-Gesetzes. Der anstehenden Bundestarifverhandlung sieht der Betriebsratsvorsitzende zuversichtlich entgegen: „auch wenn die Verhandlungen in der Chemie nicht leichter werden, ist noch Luft nach oben“ meint Wirsbitzki und erläutert kurz die Forderungen nach einer Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie die Verdopplung des Urlaubsgeldes. BETRIEBLICHE ALTERSVERSORGUNG Dann ergriff Ralf Klein das Wort, um die Mitarbeiter über die derzeitige Situation der betrieblichen Altersversorgung zu informieren. Grund für die Einladung der Höchster Pensionskasse waren Artikel von verschiedenen Tageszeitungen rund um die Betriebsrenten, die innerhalb der Clariant zu Fragen geführt hatten. So nahm sich Klein die Zeit, zunächst das Drei-Säulen-Modell der Alterssicherung zu erklären, um dann unter anderem auf das Betriebsrentenstärkungsgesetz und auf dessen Auswirkungen einzugehen. In Zukunft werden wir länger arbeiten müssen, um keine Rentenabschläge in Kauf nehmen zu müssen – das ist mittlerweile in den Köpfen der Arbeitnehmer fest verankert. In diesem Zusammenhang steigt auch die Bedeutung der sogenannten „Work Life Balance“. Mitarbeiter suchen nach Möglichkeiten, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit zu schaffen. Seit 2014 haben die Mitarbeiter der Clariant die Möglichkeit, ein Langzeitkonto einzurichten, welches dazu dient, genau dieser Anforderung Be triebsratsvorsitzender Reiner Wirsbitzki (Bild links) und Standortleiter Dr. Stephan Neunerdt (Bild oben) gerecht zu werden. Um erneut über die Vorteile des Zeitwertkontos zu informieren, lud der Betriebsrat Stefan Westphal von HPBS ein. Arbeitnehmer möchten ihre Lebensarbeitszeit aktiv gestalten – das zeigt sich bereits in den Vorstellungsgesprächen von Unternehmen. „Rund 60 % der Bewerber fragen, welche Möglichkeiten der Arbeitgeber hierzu bietet – hier greift das Langzeitkonto“, meint Westphal. Die Entnahmemöglichkeiten sind sehr flexibel – vom vorzeitigen Ruhestand bis hin zur verlängerten Elternzeit oder Pflegezeit können die Mitarbeiter frei wählen. „Es lohnt sich“ sagt Wirsbitzki und appelliert nochmal, das Angebot zum nächsten Stichtag zu nutzen. Klein und Westphal stellten sich im Anschluss den Fragen der Mitarbeiter rund um Pensionskasse, Langzeitkonto und Altersvorsorge. Hier zeigte sich einmal mehr das enorme Interesse der Mitarbeiter und machte deutlich, dass es sich immer wieder lohnt, genau solche Themen bei den Betriebsversammlungen anzusprechen. Wirsbitzki erinnerte dann noch einmal an das Angebot, sich bei Fragen rund um diese Themen vertrauensvoll an den Betriebsrat wenden zu können. „Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen, schöne Ferien und einen schönen Urlaub“ verabschiedete Reiner Wirsbitzki die Mitarbeiter, die dann im Anschluss wieder die Möglichkeit hatten, das Gehörte bei einer kühlen Erfrischung zu besprechen und noch offene Fragen zu klären. KNAPSACKSPIEGEL 08.2018 | 17

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