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KnapsackSPIEGEL 07-08/2018

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

EIN HALBES JAHRHUNDERT

EIN HALBES JAHRHUNDERT KNAPSACKER GESCHICHTE Manfred Schwingeler begann vor 50 Jahren die Lehre im Werk. Jetzt geht er in den verdienten Ruhestand. A ls Manfred Schwingeler 1968 in Knapsack zum Vorstellungsgespräch kam, sah es im heutigen Chemiepark noch vollkommen anders aus, erinnert er sich. „Da loderten die Phosphor und Cabidofenflämmchen was besonders im Dunkeln sehr schön anzusehen war, allerdings roch es zeitweise sehr unschön: Ich musste mich wegen einer Geruchswolke vom Abwasser anfangs fast übergeben.“ Sein Vater Hans, der selbst im Werk arbeitete, prophezeite damals: „Wenn du mal zwei Wochen regelmäßig hierhin kommst, dann riechst du das nicht mehr.“ Der Vater war es auch, der Manfred Schwingeler eine lange Laufbahn in Knapsack prophezeite: „Er meinte, wenn ich keine silbernen Löffel klauen würde, könne ich hier alt werden.“ Und auch damit sollte er recht behalten: Manfred Schwingeler sollte die kommenden fünf Jahrzehnte seiner beruflichen Laufbahn in Knapsack verbringen. Am 31. August geht er nun in den mehr als verdienten Ruhestand, hat vorher noch etwas Urlaub. 18 | KNAPSACKSPIEGEL 08.2018

„Das ist ehrlich gesagt schon ein komisches Gefühl“, sagt der heute 64-Jährige, der (noch) bei InfraServ Knapsack in der Geschäftseinheit Anlagenservice und -technik arbeitet. Dort ist er für die Verwaltung des Aggregatemanagements (Motorenpool) und somit für die Neubeschaffung und Versorgung der Kunden mit Antrieben zuständig. Die Tätigkeit in Knapsack hat Tradition in Manfred Schwingelers Familie. Der Vater arbeitete in der Dreherei, auch Bruder Rudi ist als Teamleiter bei Vinnolit am Standort beschäftigt und Schwester Rita saß bis vor einiger Zeit im Versicherungsbüro in Knapsack, bevor sie über HVS und HDI zu Pallas (Bayer) wechselte. Zwei Onkel, und eine Cousine, alle mit Namen Frensch, arbeiteten früher ebenfalls im Werk. Ein Vetter, ebenfalls Frensch, ist bei Lyondell Basell tätig. „Ich bedanke mich bei allen für die tolle Zusammenarbeit!“ „Ich habe immer meine Meinung gesagt, aber sachbezogen, nie persönlich.“ Manfred Schwingeler 50 Jahre Knapsack … … der Werdegang von Manfred Schwingeler • 1968 bis 1972 Lehre als Starkstromelektriker • Ab 1972 Tätigkeit in der Zentralen Kabelstelle • Nach der Wehrdienst-Pause ab 1976 Tätigkeit in der E-Technik Planung, vier Jahre lang Fortbildung zum Elektrotechniker • 1980 entsprechender Anstellungsvertrag • 1977 Übernahme des EMR-Motorenpools • Ab Frühjahr 1987 zusätzlich vier Jahre Führung der EMR-Zentrallager in Knapsack und Hürth • Bis Mitte 1992 zeitweise Einsätze in der Planung (Eigensicherheitsnachweise) • Ab 2003 Zusammenlegung des Motorenpools mit dem Pumpenpool zum TSH Aggregatepool • Ab 2013 Wechsel in den jetzigen Bereich ASS/ASB Aggregatemanagement ABWECHSLUNGSREICHE & SPANNENDE BERUFSJAHRE Manfred Schwingeler selbst, der aus Erftstadt stammt, hatte sich 1968 unter anderem als Starkstromelektriker bei der Knapsack AG und bei RWE beworben. Als die erste Zusage aus Knapsack kam, war die Sache klar – seitdem hat Schwingeler abwechslungsreiche Berufsjahre erlebt (Werdegang siehe Kasten). So hat er unter anderem den Wandel von der Knapsack AG zur Höchst AG sowie zum Chemiepark Knapsack mitgemacht. Als dann 1998 InfraServ Knapsack gegründet wurde, war Schwingeler auf einmal Dienstleister für frühere Kollegen, und diese waren plötzlich seine Kunden. „Das war anfangs seltsam und mitunter auch schwierig, sozusagen auf der anderen Seite zu stehen. Gleichzeitig war dieser Wandel aber extrem spannend, wir mussten uns schließlich ganz neu positionieren. Was seither vor allem in Bezug auf das Betriebsklima bei der ISK geschafft wurde, ist absolut großartig.“ Auch mit seinen Vorgesetzten kam Schwingeler aus seiner Sicht immer gut aus. „Ich habe immer meine Meinung gesagt, aber sachbezogen, nie persönlich.“ Eine Sache bedauert Schwingeler dann aber doch ein wenig: „Früher unternahm man nach der Arbeit noch häufiger etwas mit den Kollegen oder ging gemeinsam mit den Ehefrauen aus.“ Er erinnert sich gerne an die „legendären“ Bingo-Touren mit den Kollegen, Tagesausflüge mit Einkehr, die er ab Mitte der 90er Jahre plante und die bis 2006 jährlich stattfanden, oder auch an die montäglichen Fußball-Diskussionen mit dem damaligen Kollegen (Bundesliga-Schiedrichter) Assenmacher. WANDERN, RADELN UND REISEN Im Ruhestand will sich Manfred Schwingeler verstärkt seinen Hobbies widmen: Wandern, „radeln“ und reisen. Ein großes Dankeschön geht an seine Frau, die ihm all die Jahre um 6 Uhr morgens Frühstück zubereitete. Und natürlich an die Kollegen: „Ich bedanke mich bei allen für die tolle Zusammenarbeit!“ Eine ebensolche wünscht Manfred Schwingeler auch seinen Nachfolgern Denis Käppler und Ralf Walzog – „und dass sie immer zur richtigen Zeit den passenden Reservemotor zur Verfügung stellen können.“ KNAPSACKSPIEGEL 08.2018 | 19

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