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KnapsackSPIEGEL 07-08/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

OFFENER AUSTAUSCH MUSS

OFFENER AUSTAUSCH MUSS DIE MITARBEITER MIT EINBEZIEHEN Bayer verteidigt aktiv seinen guten Ruf. Doch den Mitarbeitern bleiben viele Fragen und Sorgen. Ein guter Grund für Dirk Backhaus, Leiter Product Supply, das direkte Gespräch zu suchen. So geschehen am Standort in Knapsack. D ie Rolle von Bayer in der Landwirtschaft wird seit der Übernahme von Monsanto öffentlich in Frage gestellt – insbesondere in Deutschland. Unsere Mitarbeiter verfolgen natürlich die öffentliche Debatte; und mitunter werden sie in Diskussionen verwickelt und mit Vorwürfen konfrontiert. Aus dem Grund ist es für Dirk Backhaus, Mitglied im Executive Leadership Team und Leiter Product Supply der Bayer-Division Crop Science, wichtig, mit den Mitarbeitern ins direkte Gespräch zu kommen. So wie vor kurzem am Standort Knapsack. Volle fünf Stunden nahm sich Backhaus Zeit, mit möglichst vielen Mitarbeitern des niederrheinischen Standorts zu sprechen. „Für mich steht die Kommunikation mit Ihnen im absoluten Fokus“ betonte er vor den Teilnehmern der Frühstücksveranstaltung ‚Snack & Talk‘ sein Anliegen und warb um eine offene Diskussion über alle Themen, die den Kolleginnen und Kollegen „auf den Nägeln brennen“. Großen Raum nahm in der Gesprächsrunde vor allem der Themenkomplex Monsanto / Glyphosat ein. Fragen drehten sich etwa um den Stand der Gerichtsverhandlungen in den USA, das von den deutschen Medien verbreitete schlechte Meinungsklima über Bayer und wie das Unternehmen das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewinnen könne. Backhaus ging bei weiteren Begegnungen in den Betrieben zudem auf die Sorge der Mitarbeiter ein, der Bayer-Konzern könne durch die Prozesswelle in Amerika langfristig erheb- lichen Schaden nehmen – nicht nur finanziell, sondern auch in seiner Reputation. „Haben Sie Vertrauen in unsere Rechtsexperten, so wie wir Vertrauen in Ihre Arbeit haben“, warb er und kündigte an, dass sich Bayer ab Herbst mit einer großen Kommunikationsoffensive an die Öffentlichkeit wenden werde, auch und nicht zuletzt in Deutschland. „RÜCKGEWINNUNG VON VERTRAUEN BRAUCHT ZEIT“ Die Anstrengungen von Bayer, mit allen gesellschaftlichen Interessengruppen in einen offenen und respektvollen Dialog auf Augenhöhe zu treten, fußen auf der neuen Initiative „Raising the bar“ (heißt: die Messlatte höher anlegen). „Dafür brauchen wir allerdings einen langen Atem“, unterstrich Backhaus, „denn wir werden nicht von heute auf morgen Erfolge sehen. Die Rückgewinnung von Vertrauen braucht Zeit!“ Neben der Großwetterlage für Bayer interessierte die Belegschaft natürlich auch lokale Themen. Dazu zählte u.a. die Frage, wie es um die langfristige Perspektive des Standorts bestellt sei und ob es die Chance auf neue Projekte gäbe. Dirk Backhaus bescheinigte den Kollegen, dass Knapsack auch nach der Abgabe von Aktivitäten an die BASF in einem „hervorragenden Zustand“ sei und ermutigte sie, für ihre Ideen weiter zu kämpfen. Entscheidungsprozesse bei Product Supply seien nun mal von komplexen Fragestellungen abhängig, aber jegliche Investitions-Entscheidung werde stets fair sein. 12 | KNAPSACKSPIEGEL 08.2019

HIER BLIEB NICHTS UND NIEMAND TROCKEN Übungsalarm in der OS-Anlage von LyondellBasell Illustrationen: ivector – Fotolia.com C hemiepark Knapsack, kurz vor 10 Uhr. Von oben regnet es ohne Unterlass und gleich beginnt ein Übungsalarm in der OS-Anlage von LyondellBasell, in der Polypropylen hergestellt wird. Simuliert wird ein Gasalarm, der mit Auslösen des Alarms der Anlage auch die Wasserwand rund um die Produktionsanlage in Gang setzt. Nicht nur Regen von oben trifft auf die Feuerwehrleute, die innerhalb kürzester Zeit mit mehreren Fahrzeugen unter Sirene und Blaulicht zum Blockfeld 25 nach Hürth kommen sondern auch meterhohe Wasserfontänen, die dafür sorgen, dass im Ereignisfall entweichende Gase aus der Anlage niedergeschlagen und somit an der Vermischung mit der Atmosphäre gehindert werden. REGELMÄSSIGE ÜBUNGEN Schnell gehen die Feuerwehrmänner um Einsatzleiter Kwiatkowski auf Stellung und öffnen Hydranten, rollen Löschschläuche aus und verbinden sie mit der rot-weiß-markierten Wasserquelle auf dem Areal der Anlage. Jeder weiß, was er zu tun hat und alle haben nur ein Ziel: die (vermeintliche) Gefahr zu bannen und weitere Schäden soweit wie möglich zu verhindern. Und in diesem Fall die „Gefahr“ lokal zu binden, das heißt auf dem Blockfeld zu belassen. Unter Beobachtung des Notfallmanagers und eines Mitarbeiters aus dem Team des Notfall- und Krisenmanagements wird die Übung bewertet. Es ist ein wichtiger Aspekt in der Arbeit der Standortsicherheit, dass solche Übun- gen in wiederkehrenden Zeiträumen und ohne Vorwarnung durchgeführt werden. Und das nicht nur bei der Anlage von LyondellBasell. Notfallübungen werden in allen anderen Anlagen ebenfalls regelmäßig durchgeführt. ZUM SCHUTZ VON MITARBEITERN UND NACHBARN Ziel ist es, nicht nur die Mitarbeiter am Standort Knapsack zu schützen, sondern auch die Nachbarschaft vor möglichen Gefahren oder Beeinträchtigungen zu schonen. Zudem fordern behördliche Auflagen, bestimmte Sicher heitskontrollen und Übungen vorzunehmen. Nach etwa 45 Minuten ist die Welt in Knapsack wieder im gewohnten Gang. Der natürliche und künstliche Regen hat aufgehört, die Feuerwehr hat alles eingepackt und macht sich wieder auf den „Heimweg“. Und weil alles so gut geklappt hat, lugt die Sonne aus den nicht mehr ganz so grauen Wolken hervor. „Diese Übungen sind notwendig und ein Baustein dazu, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Ereignisfall fit zu machen, damit jeder weiß, was zu tun ist.“ Kerstin Zalfen, Production Engineer KNAPSACKSPIEGEL 08.2019 | 13

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