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KnapsackSPIEGEL 08-09/2017

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

CHEMIEPARK KNAPSACK WAS

CHEMIEPARK KNAPSACK WAS MACHEN, WENN DIE TÜR ZUFÄLLT UND DER SCHLÜSSEL NOCH DRINNEN IST? D iese Frage hat sich sicherlich schon fast jeder einmal gestellt. Im Privaten hilft da meist nur das Bestellen eines Schlüsseldienstes. Innerhalb des Chemieparks Knapsack übernimmt dies gerne das Team des ISF-Services. Die Fertigkeit wurden von den Mitarbeitern nun noch einmal in Rahmen eines „Türöffnungsseminares“ vertieft, bei dem verschiedene Techniken zum notfallmäßigen und zerstörungsfreiem Öffnen von Fenstern und Türen vermittelt wurden.„Wir haben dieses Seminar bereits zum zweiten Mal besucht, da es einen hohen Anteil an praktischen Übungen besitzt und der Seminarleiter Michael Fischer sein Fachwissen aus seiner jahrelangen Tätigkeit als Schlüsseldienst gerne mit den Teilnehmern teilt“, so Christoff Jakobs, Teamleiter des ISF-Services. Also keine Panik, sollten Sie im Büro, in der Werkstatt, im Lager oder sonst wo im Chemiepark Knapsack vor verschlossenen Türen stehen. Unter der Rufnummer 6786 stehen Ihnen die Mitarbeiter der ISF-Services gerne zur Verfügung. Bevor jetzt übrigens jemand plant, durch den Besuch des Seminares ein lukratives Nebengeschäft als Einbrecher zu starten: Seminare dieser Art werden nur für ausgewiesene Fachbetriebe für Schlüsseltechnik gegeben und die Teilnehmer in einer Datenbank registriert. Florian Faßbender, Achim Frauenrath und Bruno Küpper (ISK) sowie Michael Fischer (Seminarleiter) NEUE WETTERSTATION D ie ISK betreibt seit vielen Jahren im Bereich der Werkfeuerwehr eine Wetterstation zur Erfassung und Speicherung diverser meteorologischer Daten. Im Ereignisfall dienen diese Messdaten der Zentralen Einsatzleitung (ZEL) und den Einsatzkräften unter anderem zur Beurteilung möglicher Gefahrenlagen. Darüber hinaus werden die Daten auch zur Steuerung von Anlagen wie beispielsweise Rückkühlwerken oder den Zentralen Abwasserbehandlungsanlagen sowie für planerische Zwecke (Erstellung von Niederschlagsbilanzierungen, Auslegung von Auffangräumen, Behältertassen etc.) genutzt. Bei extremen Wetterereignissen wie zum Beispiel bei Starkregen oder einem Orkan können die gemessenen Daten zudem für die Beurteilung witterungsbe- dingter Schäden oder zum Nachweis von Versicherungsansprüchen herangezogen werden. Da für die bislang genutzte Wetterstation keine Ersatzteile mehr erhältlich waren, wurde die Station im zweiten Halbjahr 2016 erneuert und optimiert. Der Umbau erfolgte in einem interdisziplinären Projekt unter Beteiligung der Teams Luftreinhaltung/Lärmschutz, Notfall- und Krisenmanagement, Prozessanalysentechnik, Informationstechnologie, EMR-Montage, Rohrmontage, Gefahrenmeldetechnik und Bautechnik. Die Messsensoren zur Erfassung von Temperatur, Luftdruck, Feuchte, Windgeschwindigkeit und Windrichtung befinden sich auf dem Schlauchturm der Werkfeuerwehr, die Niederschlagserfassung erfolgt auf der Grünfläche zwischen Feuerwehrwache und Zufahrt zum Werksteil Knapsack. Die aktuellen Messdaten können jederzeit online unter http://www. chemiepark-knapsack.de/standort/aktuelle-wetterdaten/ eingesehen werden. 14 KnapsackSPIEGEL 08.|09.2017

CHEMIEPARK KNAPSACK Nachbarn des Chemieparks Knapsack SEIT 56 JAHREN IM GEMÜTLICHSTEN DORF Josef und Juliane Piertz leben gerne in Knapsack. S eit 1961 leben die heute 86-jährige Juliane und ihr 87-jähriger Mann Josef in Knapsack. Zuerst am Nachtigallenhof, fünf Jahre später ziehen sie in das Haus „um die Ecke“ an der Industriestraße in Hürth-Knapsack. Die beiden sind eigentlich gebürtige Fischenicher und stark mit der Stadt Hürth verbunden. Nach der Heirat 1957 (im März 2017 war die diamantene Hochzeit) wohnten sie in Hürth, bis dann Knapsack zum Wohnort wurde. Ausschlaggebend war damals die größere Wohnung, die ihnen in Knapsack angeboten wurde. Immerhin war Sohn Wilfried inzwischen geboren und da war es von Vorteil, eine größere Wohnung zu haben. Dazu kam, dass Josef Piertz bereits seit 1951 in der Gärtnerei der damaligen Knapsack Griesheim AG beschäftigt war. Auch sah es der Arbeitgeber gern, dass der spätere Leiter der Gärtnerei nah beim Arbeitsplatz wohnte. So war es Josef Piertz nach dem Umzug nach Knapsack möglich, zu Fuß – und wenn er wollte in den Schlappen – zur Arbeit zu gehen. Die Arbeit in der Gärtnerei, die er bis zu seiner Pensionierung 1993 immer gerne ausübte, war vielseitig. Nicht allein dass die Grünflächen innerhalb und außerhalb des Werksgeländes gepflegt werden mussten, auch die vielen Grünflächen um die Werkshäuser in Knapsack wurden von der Gärtnerei in Schuss gehalten. Mit sieben Personen waren die Mitarbeiter der Gärtnerei rund um die Uhr beschäftigt. Juliane Piertz, die heute gesundheitlich eingeschränkt ist und mit dem grünen und dem grauen Star zu kämpfen hat, hatte beruflich nichts mit dem Chemiestandort zu tun. Für ihren Mann und sie war es selbstverständlich, dass sie sich um die Erziehung des Sohnes kümmerte. Beide erzählen nicht nur gerne von den früheren Zeiten in Knapsack, sondern auch von der heutigen Zeit. „Knapsack war für uns immer ein Ort der Heimat, des Wohlfühlens“, so Josef Piertz. „Für uns ist Knapsack das freundlichste und gemütlichste Dorf, das wir kennen.“ Auch wenn die beiden nicht in vielen verschiedenen Orten gelebt haben, so glaubt man ihnen das sofort. Es ist die Art und Weise und Begeisterung, wie sie von den Begegnungen mit den „alten Knapsackern“ und deren Nachfahren erzählen. Vom Umeinanderkümmern bei Urlaub oder sonstigen Dingen, bei denen man auf eine Unterstützung durch gute Nachbarschaft zählen kann. „Das Helfen und füreinander Dasein ist noch immer geblieben“, so Juliane Piertz. Und das bekommen sie auch immer mal wieder zu hören, wenn sie sich mit früheren Knapsackern, die nach der Umsiedlung in andere Hürther Stadtteile gezogen sind, treffen. „Zu gerne würden viele wieder zurück in die alte Heimat kommen und wieder in Knapsack wohnen wollen“, erzählt mit lebendigen Augen die 86-Jährige. Vor einigen Jahren ist beiden das Haus, in dem sie wohnen und bis dahin Mieter waren, zum Kauf angeboten worden. Umziehen wollten sie nicht mehr, und schon gar nicht aus Knapsack heraus, deshalb stand schnell fest, dass sie das Haus kaufen werden. Ein paar Jahre später ist Sohn Wilfried, der heute auch im Chemiepark Knapsack arbeitet, mit seiner Familie ebenfalls wieder zurückgekommen nach Knapsack und wohnt mit im Haus. Jetzt haben sie ein Mehrgenerationenhaus und freuen sich, so engen Kontakt zu der eigenen Familie zu haben. Auf die Frage, was sie den Verantwortlichen für den Chemiepark Knapsack mal gerne sagen würden, sind beide sich schnell einig: Es gibt nichts zu sagen, außer, dass sie sich jederzeit wohl informiert fühlen und man so weitermachen soll. „Die sagen uns doch Bescheid, wenn was ist“, ist die einfache Antwort auf die Frage, Sehr rüstig und agil ist der 87-jährige Josef Piertz. Gesundheitsbedingt bat seine Ehefrau, Juliane Piertz, darum, nicht fotografiert zu werden. ob sie sich mehr Information wünschten. Und Josef Piertz ergänzt: „Wir wissen, dass wir in engem Kontakt zur Industrie hier leben. Das war uns 1961 bereits klar, als wir in den Nachtigallenhof gezogen sind. Und damit haben wir uns arrangiert und – schauen Sie uns an – wir sind bald 90 Jahre und fühlen uns, abgesehen von ein paar altersbedingten Unzulänglichkeiten, recht fit.“ Und mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: „So schlimm kann das dann mit der Industrie im nahen Umfeld wohl nicht sein.“ Wir wünschen dem Ehepaar Piertz noch viele angenehme Jahre in Knapsack, mit den bekannten Nachbarn, mit denen sie hier alt geworden sind, und mit dem Chemiepark Knapsack, der seinen Beitrag, – im wahrsten Sinne des Wortes – sicher dazu leisten wird. KnapsackSPIEGEL 08.|09.2017 15

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