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KnapsackSPIEGEL 09-10/2018

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Bernd Nowack (links) mit

Bernd Nowack (links) mit seinem Nachfolger Dr. Frank Zurmühlen „KNAPSACK IST EIN STÜCK HEIMAT GEWORDEN“ Dr. Frank Zurmühlen folgt auf Bernd Nowack Den Crop Science-Standort Knapsack hat er bereits von 2003 bis 2011 geleitet. Dann wechselte er als Standortleiter nach Frankfurt. Jetzt kehrt er an seine alte Wirkungsstätte zurück. Als Nachfolger von Bernd Nowack, der seit 2016 den Standort Knapsack für Crop Science geleitet hat, führt Dr. Frank Zurmühlen seit 1. August die beiden Standorte unter seiner Leitung zu einem Gesamtstandort zusammen. Bernd Nowack fokussiert sich zum selben Zeitpunkt auf das Anfahren der PSM 5-Anlage und deren Übergabe an BASF. Seit 1. Oktober leitet er die globale Leitung von Reliability & Operational Excellence innerhalb von Engineering & Technology der Bayer AG in Leverkusen. F ür beide ein jeweils sehr emotionaler Wechsel, denn: „Knapsack ist ein Stück unserer beruflichen Heimat geworden“, bekennen sie einmütig und mit Stolz. Ein Gespräch mit dem scheidenden und dem neuen Standortleiter. HERR NOWACK, HERR ZURMÜHLEN, WAS VERBIN- DEN SIE MIT DEM STANDORT KNAPSACK? Nowack: Neben vielen spannenden Aufgaben verbinde ich mit Knapsack vor allem ein tolles Team. Auf die Menschen am Standort Knapsack kann man sich immer verlassen. Sie leben für den Standort und setzen sich für ihn ein. Selten zuvor habe ich eine solch vertrauensvolle Zusammenarbeit auf allen Ebenen wahrgenommen. Das erlebt zu haben, war bislang mein persönliches berufliches Highlight. 20 | KNAPSACKSPIEGEL 10.2018

Zurmühlen: Diese Eindrücke kann ich bestätigen. Mir macht es große Freude, an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren – und gleichzeitig weiter auch in Frankfurt tätig sein zu dürfen. Wir haben als Familie lange im Rheinland gelebt, meine Kinder hat es zum Studium und Leben nach Köln gezogen. Bei uns ist somit eine starke rheinische Komponente angelegt. Bereits in den ersten Tagen habe ich viele ehemalige Kollegen wiedergetroffen und bin mit ihnen ins Gespräch gekommen. Das schafft einfach einen Wohlfühleffekt. Gespannt bin ich auf die neuen Kolleginnen und Kollegen, die ich nun gerne kennen lernen möchte. Gemeinsam mit ihnen möchte ich die beiden tollen Standorte Frankfurt und Knapsack zu einem erfolgreichen Gesamtgebilde mit rund 800 Beschäftigten zusammenführen. Eine Herausforderung, die ich gerne mit voller Kraft annehme. HERR NOWACK, WAS WAREN DIE HERAUSFORDE- RUNGEN FÜR SIE IN DEN JAHREN IHRER STAND- ORTLEITUNG? UND WELCHE FORTSCHRITTE KONNTEN ERREICHT WERDEN? Nowack: Wir haben die Produktion weiter ausgebaut, die Nachfrage nach unseren Produkten war sehr hoch, die Auslastung der Anlagen und des Versandbetriebs ebenfalls. Dabei galt der Sicherheit stets größte Aufmerksamkeit. Zudem konnten wir die neue PSM 5-Anlage errichten – immerhin die größte Einzelinvestition von Crop Science. Der Betrieb befindet sich gerade in der Anfahrphase. Die größte Herausforderung war der Verkauf der Anlagen PSM 3 bis 5 an BASF im Zuge der Monsanto-Übernahme. Eine wahre Herkulesaufgabe. Im Transformationsprozess galt es nicht nur, die technischen Voraussetzungen für einen reibungslosen Übergang zu schaffen, IT-Systeme zu trennen und vorzubereiten und alle rechtlichen Grundlagen vorzubereiten und zu beachten. Es war auch unser Ansinnen, die Beschäftigten auf diesem Weg transparent, schnell und offen zu informieren. Ich glaube, dies ist uns im Großen und Ganzen gelungen. Dafür spricht auch die geringe Fluktuation. Für diese Arbeit danke ich allen Beteiligten. HERR ZURMÜHLEN, WIE GUT IST DER STANDORT VOR DIESER NEUEN HERAUSFORDERUNG FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET? Zurmühlen: Wir konnten in den zurückliegenden Jahren nicht nur den Grundstein für den heutigen Erfolg legen. Vielmehr sind durch das vertrauensvolle Miteinander, die Kompetenz und Einsatzbereitschaft der Beschäftigten sowie die konstruktive und lösungsorientierten Verhandlungen mit BASF für die Übernahme der drei Anlagen optimale Voraussetzungen für den zukünftigen Erfolg geschaffen worden. Das gilt sowohl für unsere eigenen Anlagen mit den verbliebenen rund 150 Mitarbeitern als auch für das zukünftige Nebeneinander mit BASF. Ich glaube, dass wir die Veränderungen sehr gut bewältigen und die Verantwortungsbereiche in gute Hände übergeben. Ich bin überzeugt, dass das Geschäft mit demselben Spirit wie bisher vorangetrieben wird. MANCHE KOLLEGEN, DIE SEIT JAHREN IN EINER FIRMA ZUSAMMENGEARBEITET HABEN, WERDEN NUN NEBENEINANDER IN KONKURRENZUNTER- NEHMEN TÄTIG SEIN … Zurmühlen: Damit können die Mitarbeiter professionell umgehen. Sie werden sich weiter in der Kantine begegnen, gemeinsam in Vereinen aktiv sein und als gute Arbeitsnachbarn tätig sein. Da gibt es allerdings schon so manch kuriose Geschichten. Beispielsweise ist vor Jahren ein Ehepaar vom ehemaligen Standort Wolfenbüttel zu Bayer in Knapsack gewechselt. Er arbeitet zukünftig bei BASF in der PSM 3/4-Anlage und sie weiter bei Bayer – auch das wird weder die Ehe beeinflussen noch die qualitative Arbeit beim jeweiligen Arbeitgeber mindern… HERR NOWACK, WAS WERDEN SIE VERMISSEN? Nowack: Auf jeden Fall die Mitarbeiter hier, mit denen die Zusammenarbeit sehr viel Spaß gemacht hat. Natürlich auch die Verbundenheit zu diesem besonderen Standort. Aber nichtsdestotrotz freue ich mich nun auch auf meine neuen Aufgaben, die ich mit Energie angehen werde. Ich freue mich zudem, dass mit Frank Zurmühlen ein dem Standort bekannter Leiter die Geschicke lenken wird. Auf diese Weise ist für Kontinuität und Stabilität gesorgt. Dr. Frank Zurmühlen wechselte 2011 als Standortleiter nach Frankfurt und führt nun die beiden Standorte unter seiner Leitung zu einem Gesamtstandort zusammen HERR ZURMÜHLEN, MIT WELCHER ART CHEF MÜSSEN DIE KNAPSACKER NUN RECHNEN? Zurmühlen: Auf jeden Fall mit einem, der viel Vertrauen in das Engagement und das Wissen der Belegschaft hat. Zudem mit einem, der den Mitarbeitern Verantwortung überträgt. Denn ich werde drei Tage in Frankfurt und zwei Tage in Knapsack tätig sein. Dabei werde ich versuchen stets ansprechbar zu sein. Darüber hinaus möchte ich das Vertrauen in die Zukunft weiter stärken: Wir gehören als Gesamtstandort Frankfurt-Knapsack nun zu den größeren wichtigen Standorten innerhalb von Crop Science und können uns Gehör verschaffen. Wir werden unsere Aufgaben selbstbewusst angehen. Dieses Selbstvertrauen haben wir uns in den vergangenen Jahren gemeinsam erarbeitet. Dafür danke ich allen Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam sind wir auch in Zukunft stark. KNAPSACKSPIEGEL 10.2018 | 21

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