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KnapsackSPIEGEL 09-10/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

STILLSTANDSMANAGEMENT:

STILLSTANDSMANAGEMENT: FACHKRÄFTE FÜR DIE ZUKUNFT SICHERN Rahmenvertragsmodell bringt für Dienstleister und Anlagenbetreiber viele Vorteile E s betrifft nur eine kurze Zeit im Jahr. Doch während den wenigen Wochen eines Stillstands muss alles passen, um die Verfügbarkeit einer Anlage, aber auch die Qualität und Sicherheit der Arbeiten zu gewährleisten. Für viele Unternehmen wird es jedoch zunehmend schwieriger, Fachpersonal in der nötigen Stärke zu beschaffen. Der PVC-Hersteller Vinnolit hat sich für die nächsten fünf Jahre solche Fachkräfte gesichert – über einen weitreichenden Rahmenvertrag mit dem Industriedienstleister YNCORIS. In Stillständen ist alles anders. Während im normalen Betrieb oft wenige Mitarbeiter ausreichen, um eine Anlage zu fahren, arbeitet während Stillstandszeiten ein Vielfaches an Personal am gleichen Ort. Erfolgreiche Stillstände sind deshalb zu einem hohen Grad abhängig von einer soliden Planung und qualifizierten Fachkräften in der Umsetzung. Dabei bilden heute vor allem fähige Arbeitskräfte einen Engpass. Denn solche Mitarbeiter sind zunehmend rar, insbesondere, wenn sie nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stehen sollen. Das Problem lässt sich auch mit externen Dienstleistern nur begrenzt lösen, „... Dadurch können wir auch nicht planbare Arbeiten in kürzester Zeit erledigen “ denn auch sie können nicht das gesamte Personal vorhalten, sondern müssen auf Partnerfirmen zurückgreifen. Bei den Stillständen von Vinnolit arbeiten zu Spitzenzeiten rund 400 Personen parallel in verschiedenen Gewerken. Hinzu kommt, dass das Unternehmen nicht nur den Stillstand einer, sondern von mehreren Konti-Anlagen gleichzeitig stemmt. „Unsere Anlagen müssen zum Stichtag wieder in Betrieb gehen. Wir benötigen daher einen Partner, der uns die Verfügbarkeit der Anlage, qualitativ hochwertige Leistungen und die Arbeitssicherheit während des Stillstands garantiert“, sagt Francesco Talarico, Procurement Director bei Vinnolit. Der PVC-Spezialist hat daher einen Rahmenvertrag mit YNCORIS geschlossen. Dabei übernimmt der Industriedienstleister nahezu das gesamte, gewerkübergreifende Dienstleistungspaket für den gesamten Stillstandsmanagement-Prozess. Beginnend mit der Anlagenaufnahme und Planung in der eigenen Planungsdatenbank TARserv, über die Detail- und Terminplanung, bis hin zur Koordination, Durchführung und Nachbearbeitung aller notwendigen Arbeiten bei allen Stillständen seines Kunden im Großraum Köln. PLANUNGS- UND RESSOURCEN- SICHERHEIT VERBESSERT Die Partnerschaft bietet viele Vorteile. So vereinfacht sich der gesamte Angebots- und Planungsprozess der Stillstände für beide Seiten deutlich. Vinnolit sichert sich darüber hinaus den Zugriff auf die nötigen Ressourcen. YNCORIS kann durch seine verbesserte Verhandlungsposition einfacher auf zusätzliches Fachpersonal zugreifen. Der Industriedienstleister verfügt außerdem über umfangreiche Werkstätten. „Dadurch können wir auch nicht planbare Arbeiten in kürzester Zeit erledigen“, so Andreas Becker, Teamleiter Stillstands- und Projektmanagement bei YNCORIS. Ein weiterer Vorteil für den Kunden. ZUSAMMENARBEIT KONTINUIERLICH VERTIEFT Solche Rahmenverträge sind bisher in der Chemie eine Seltenheit. Die beiden Unternehmen arbeiten jedoch bereits seit 2002 in diesem Bereich zusammen, zunächst nur mit einzelnen Leistungen in einer Anlage. Hinzu kamen im Laufe der Jahre weitere Leistungen und weitere Anlagen. Parallel dazu entwickelten die beiden Unternehmen ein gemeinsames Komponenten-Leistungsverzeichnis. Dieses ermöglicht die Festpreisabwicklung für alle im Stillstand geplanten und betroffenen Anlagenkomponenten und bietet höchste Planungssicherheit für beide Vertragspartner. Der Rahmenvertrag bildet nun die bisher intensivste Stufe der Zusammenarbeit. Dabei ziehen die Unternehmen nach dem ersten Stillstand seit der Unterzeichnung ein durchweg positives Fazit: „Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt. Wir hatten vollen Zugriff auf alle notwendigen Ressourcen, ohne uns mit deren Beschaffung beschäftigen zu müssen“, so Talarico. 14 | KNAPSACKSPIEGEL 10.2019

Pensionärsvereinigung Knapsack Eine Schaufel des Schaufelradbaggers schwebte über den Besuchern 50 METER UNTER DEM MEERESSPIEGEL Nicht jeder genoss die Aussicht auf dem Skywalk – es lohnte sich aber auf alle Fälle. Zu einem ganz besonderen Ausflug starteten an einem sonnigen September-Tag 48 Pensionäre und aktive Mitarbeiter aus dem Chemiepark Knapsack. Ziel war der Braunkohle-Tagebau Garzweiler von RWE Power nahe Jüchen. Nach einer umfassenden und gut fundierten Vorstellung der Braunkohlegewinnung und -Verwendung sowie der Rekultivierung des Tagebaus im RWE-Besucherzentrum durch eine freie Mitarbeiterin des Konzerns, ging es auf Besichtigungstour in den Tagebau hinein. Während der Rundfahrt erfuhren die Besucher die enormen Dimensionen des Tagebaus und dessen technischen Einrichtungen, die gut verständlich vermittelt wurden. Entlang der kilometerlangen Förderbänder und durch Berieselungsanlagen war das „Highlight“ die Nähe zu dem zweitgrößten Abraumbagger auf der Talsohle 5, etwa 50 Meter unter dem Meeresspiegel. Hier konnte man der Arbeit des gewaltigen Baggers, der etwa über 60 Meter hoch und etwa 200 Meter breit ist und sich mit 18 Schaufeln durch den Braunkohleflöz arbeitet, zusehen. Beinahe Auge in Auge mit dem Baggerfahrer. Mit jeder Schaufel packt sich der Bagger rund 6 Kubikmeter Flöz. Aber nicht nur der Abraum stand auf dem Besichtigungsprogramm. Ebenso konnte man sehen, wie der Tagebau wandert, das heißt, wie das Loch, das der Abraumbagger öffnet, am Schluss wieder durch die Absetzer verfüllt wird. Nach einem Blick über das riesige Gelände vom Skywalk in Jackerath ging die Fahrt zurück über rekultivierte Felder und durch Bedburg-Königshoven, einem der vielen Umsiedlungsorte. Die über dreistündige Fahrt durch den Tagebau war ein beeindruckendes Erlebnis, das manchen Teilnehmer der Besichtigungsfahrt den Blick auf die Braunkohlediskussion überdenken lässt. Organisiert wurde die Exkursion von der Pensionärsvereinigung Knapsack, zu der aber nicht nur Pensionäre eingeladen waren. Auch einige aktive Mitarbeiter aus dem Chemiepark waren der Einladung im KNAPSACKSPIEGEL gefolgt. KNAPSACKSPIEGEL 10.2019 | 15

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