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KnapsackSPIEGEL 09-10/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

WEGEN DER FRISUR

WEGEN DER FRISUR LEBENSFREUDE ODER GAR DAS LEBEN EINBÜSSEN? W ir kennen das Alle: Wenn wir ins Auto einsteigen, geht automatisch (als Fahrer) der rechte Arm nach links über die Schulter und wir ziehen den Sicherheitsgurt an. Eine ganz normale Situation, die bei 99 % der Fahrer von Kraftwagen in Fleisch und Blut übergegangen ist bzw. sein sollte. Grund hierfür ist die Einsicht, dass der Gurt im schlimmsten Fall unser Leben rettet. Aber wie verhalten wir uns, wenn wir auf ein Fahrrad steigen? Egal, ob zum Brötchenholen am Samstagmorgen oder zu einer ausgiebigen Fahrradtour mit der Familie oder Freunden. Geht da auch immer der Blick direkt zum Fahrradhelm, sofern er überhaupt existiert? Auch bei der Fahrradfahrt kann der Helm unser Leben retten. Und da ist es egal, ob wir nur eine Distanz von zwei Kilometern fahren oder 100 Kilometer. Grundsätzlich ist das dem aufgeklärten und lebensbewussten Menschen bewusst. Aber handeln wir tatsächlich danach? Zumindest sollten wir es… Denn allein im Jahr 2018 verunglückten in Nordrhein-Westfalen rund 18.850 Menschen mit ihren Fahrrädern. Dabei kamen laut Statistischem Bundesamt 75 Menschen ums Leben. Mit diesen Zahlen führen wir hier in NRW im Bundesvergleich die Statistik an. Nicht nur im privaten Bereich haben wir darauf zu achten, dass wir und unsere Familien unversehrt bleiben. Auch in der Arbeitswelt ist die Sicherheit inzwischen ein ganz wesentlicher Bestandteil unseres Handelns. Wir setzen einen Schutzhelm auf, wenn wir uns in den Produktionsanlagen oder Werkstätten bewegen. Auch Sicherheitsschuhe und eine Schutzbrille sind Bestandteil unserer umfangreichen Persönlichen Schutzausrüstung, die wir vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt bekommen mit der Auflage, diese auch zu benutzen. Lediglich bei der Nutzung von privaten oder auch dienstlichen Fahrrädern für Fahrten innerhalb und außerhalb des Chemieparks gibt es keine konkrete Anweisung, einen Helm zu tragen. Es bleibt also uns überlassen. Und hier sollte jeder einzelne vollkommen egoistisch sein und an sich denken: An seine eigene Gesundheit nämlich, seine Unversehrtheit und auch an seine Familie. Unser Rat lautet: Wenn Sie sich das nächste Mal auf den „Sattel Ihres Drahtesels“ schwingen, greifen Sie direkt und ohne nachzudenken nach Ihrem Helm. Die Frisur können Sie auch später noch richten, sollte diese unter dem Helm „gelitten“ haben. Wenn der Kopf leidet, ist es nicht mit ein paar Handgriffen getan. Quelle: Statistisches Bundesamt (Statistik Seite 28) 16 |

DAS GING SO SCHNELL … D r. Wolfgang Schick, Werkleiter der CABB, ist leidenschaftlicher aktiver Radsport-Anhänger. Sei es mit dem Rennrad oder dem Mountainbike, er tritt schon seit Jahren kräftig in die Pedale. Er fährt privat häufig mit dem Rad, auch zur Arbeit kommt er damit und hat so im ersten Halbjahr 2019 insgesamt über 2.000 km zurückgelegt. Hat er zwar immer den Helm als Vorbild bei Fahrten mit den Kindern getragen, so war der Helm früher nicht unbedingt das Erste, an das er dachte, wenn er zum Brötchenholen fuhr. Grundlegend geändert hat sich das – im wahrsten Sinne des Wortes – schlagartig, als er vor einiger Zeit einen Unfall mit dem Rad hatte. Schick erzählt: „Auf einer der Rad-Touristik-Fahrten im Rhein-Erft-Kreis ist es dann passiert. In einer Zweier-Gruppe fuhren wir behelmt auf dem Radweg neben einer stark befahrenen Straße. Plötzlich kreuzte ein Pkw aus einem Seitenweg den Fahrradweg und mein Vordermann konnte nicht mehr abbremsen und so fuhr ich auf diesen auf und flog in Sekundenschnelle über den Lenker und machte eine Rolle vorwärts. Das alles ging so schnell, dass ich unkontrolliert auf dem Kopf gelandet bin. Der Helm war gebrochen! Ich hatte mir lediglich die Hand verstaucht, was im Krankenhaus später behandelt wurde. Ohne Helm wäre es mir deutlich schlechter ergangen“, so Schick. Seitdem trägt er konsequent einen Helm, egal mit welchem Rad er unterwegs ist und wenn es nur zum nahegelegenen Bäcker ist. Schick appelliert nicht nur an seine Mitarbeiter, den Helm immer dann zu tragen, wenn es Fahrten mit dem Rad zu erledigen gilt, und dabei ist es egal, ob in der Freizeit oder auf der Arbeit. Immer gilt das Motto: Unfälle vermeiden. Illustration: msanca – Adobe Stock … DA WÜRDE ICH WAHR­ SCHEINLICH NICHT MEHR HIER SITZEN … Dr. Harald Bernard, Standortleiter der BASF, verdankt dem Fahrradhelm wahrscheinlich sein Leben oder zumindest seine Lebensqualität. G enauso wie Dr. Schick ist auch er leidenschaftlicher Mountainbiker und ist schon seit vielen Jahren dem Zweirad „verfallen“. Sogar eine Radtour durch Italien hat er schon hinter sich und hat beste Erfahrungen mit dem Tragen eines Fahrradhelmes selbst bei Temperaturen um 30 Grad Celsius gemacht. Aber den besten Schutz hat ihm der Fahrradhelm bei einer Mountainbiker-Tour durchs Gelände vor mehreren Jahren geboten. Gefahren wurde auf einer Schotterstrecke. Die Abfahrt führte über einen relativ breiten Weg, auf den ein Baum gefallen war. Bernard fuhr etwas zu knapp am Baum vorbei und blieb mit dem Lenker an einem Ast hängen. Bei einer Geschwindigkeit von ca. 35 km/h holte es ihn vom Fahrrad. Er stürzte auf die Seite und erlitt dabei einen Rippenserienbruch und stärkere Hautverletzungen. Narben auf seiner Schulter erzählen noch heute davon. „Beim Sturz auf die Seite kommt der Kopf wie die Spitze einer Peitsche hinterher auf“, erzählt er. „Der Helmtyp, den ich trug, hatte eine Ober- und Unterschale. Die Oberschale flog direkt weg und die Unter- Dr. Harald Bernard mit einem der BASF- Diensträder und BASF-Helm schale hing mir wie ein Kragen um den Hals. Zunächst wusste ich gar nicht, was das war. Wäre ich ohne Helm mit der Heftigkeit des Sturzes auf den Schotter aufgeschlagen, wäre es wahrscheinlich aus gewesen mit mir.“ Einen Helm trägt Bernard schon immer, wenn auch – damals – nicht wirklich aus Überzeugung. „Es war mehr ein Automatismus, der mich nach dem Helm greifen ließ. Selbst bei kurzen Wegen mit dem Fahrrad setze ich ihn mir auf“, so Bernard weiter. „Wenn man als Fahrradfahrer nicht mit allen Sinnen dabei ist, wird man leicht übersehen und setzt sich großen Gefahren aus. Ich fahre zum Beispiel auch immer mit Licht, egal ob die Sonne scheint oder nicht. Die Wahrnehmung der begleitenden Verkehrsteilnehmer ist eine ganz andere.“ Seinen Mitarbeitern in Knapsack stellt BASF kostenlos Helme zur Verfügung, die natürlich auch privat genutzt werden dürfen. „Wir wollen die Mitarbeiter nicht mit einer Helmpflicht gängeln, sondern setzen verstärkt auf die Einsicht des Einzelnen, dass der Helm vor schweren Verletzungen schützen kann. Als Leitsatz soll gelten: schütze Deinen Kopf, denn Du hast nur einen.“ | 17

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