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KnapsackSPIEGEL 09-10/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

IM GESPRÄCH MIT Michael

IM GESPRÄCH MIT Michael hampe KOCH UND FOTOGRAF Gesichter im Chemiepark Knapsack: Michael Hampe „Ich bin immer auf der Suche nach dem gewissen Etwas, sowohl beim Kochen als auch beim Fotografieren“ K ochen, Fotografieren und Skaten – das sind nicht nur Michael Hampes größte Leidenschaften, sondern auch die Motive des Tattoos, das sich auf seinem linken Arm befindet. „Das habe ich mir stechen lassen, damit ich später, wenn ich senil bin, nicht vergesse, was mir im Leben Freude bereitet hat“, erklärt der 38-Jährige schmunzelnd. Seit etwas mehr als zwei Jahren unterstützt er das YNCORIS-Betriebsgastro-Team nun schon als Koch und wie er selbst sagt „Mfa – Micha für alles“. Kochen, das war für Michael Hampe schon immer etwas Besonderes. Früh habe er gewusst, dass er damit eines Tages sein Geld verdienen will, denn Essen war für ihn seit jeher mehr als nur ein Mittel zum Zweck: „Man sollte nicht nur essen, um satt zu werden. Ein gutes Gericht braucht das gewisse Etwas.“ Talentiert war er schon als junger Mann, nur in der Schule hatte es nicht so gut funktioniert und das verbaute ihm den Weg in die Kochausbildung. „Ich habe dann erstmal eine Metzgerlehre angefangen und bin dann zur Bundeswehr gegangen“, erklärt Hampe. Dort konnte er seinen Abschluss nachholen und den großen Wunsch, Koch zu werden, wahr werden lassen. Hampes Weg führte ihn von Mecklenburg-Vorpommern über Hamburg und Köln schließlich in den Chemiepark Knapsack. „ICH BIN EIN SEHR KREATIVER MENSCH MIT LEIDENSCHAFT FÜRS DETAIL“ Als Besonders empfindet Hampe hier nicht nur die gute Stimmung zwischen den Kollegen und Gästen der Betriebsrestaurants, sondern auch, dass die Betriebsgastronomie im Chemiepark Knapsack in eigener Hand ist und dass der Qualitätsanspruch so hoch ist. „Unsere Chefs setzen auf gute Produkte und Zutaten. Das Team ist offen für neue Ideen und experimentierfreudig.“ Das kommt Michael Hampe zu Gute, denn so hat er die Freiheit, seine Ideen mit einzubringen und kann sich und seinen Prinzipien treu bleiben: „Ich bin ein sehr kreativer Mensch mit Leidenschaft fürs Detail und das braucht man beim Kochen und beim Fotografieren. Bei den Gerichten, die ich täglich zu bereite, versuche ich, auch meinen eigenen Stil einzubringen, immer mit Blick auf das, was den Leuten hier schmeckt“. Seine Fotos veröffentlicht Michael Hampe unter anderem bei Instagram unter dem Namen „Another Dead Pixel“ (@anotherdeadpixel) „EIN GUTES FOTO LEBT DAVON, DASS DU ZUR RICHTIGEN ZEIT AM RICHTIGEN ORT BIST“ Michael Hampe macht das, was er macht, mit Leidenschaft. „Ohne die geht es nicht“, sagt er und man müsse authentisch sein. Das gilt auch für seine Fotografie. „Ich mag keine gestellten Bilder. Ein gutes Foto ist eins, was den Betrachter länger als ein paar Sekunden bindet, das etwas ausdrückt“, erläutert Hampe und fährt fort, „echte Situationen haben viel mehr Potential für eine Geschichte“. Und das ist auch der Grund, warum er sich der Streetfotografie verschrieben hat. Die sei authentisch, denn man müsse mit dem arbeiten was da sei, mit dem Licht und Illustration: Agor2012 – Fotolia.com 20 | KNAPSACKSPIEGEL 10.2019

mit dem Motiv. Deshalb hat Hampe seine Kamera auch immer mit dabei. „Straßenfotografie lebt davon, dass du zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist. Wenn ich ein gutes Motiv entdecke, zögere ich nicht lange“, fügt er hinzu. Am liebsten fotografiert er mit seiner analogen Minolta XD 7. „Das ist einfach ein ganz besonderes Gefühl. Das Aufziehen des Films und das Einstellen der Kamera, das ist ein Prozess und der ist ganz wichtig für das, was ich mache“. Außerdem sei es vor allem bei der Straßenfotografie mit der analogen Kamera einfacher, erklärt Hampe: „Wenn die Leute sehen, dass du sie mit einer digitalen Kamera oder mit einem Handy fotografierst, wollen sie oft, dass du das Bild löschst. Wenn sie aber sehen, dass du analog fotografiert hast, sind sie meistens sogar sehr angetan und wollen mehr wissen. Das ist halt Kunst und dann kommt man ins Gespräch“. „JEDES BILD ERZÄHLT EINE GESCHICHTE“ Mit der Fotografie angefangen hat Michael Hampe vor etwa 28 Jahren, als ihm sein Vater eine alte Yashica Kamera geschenkt hat. „Ich habe mir die Kamera geschnappt, bin raus gegangen und habe alles fotografiert, was mir gefallen hat“, berichtet Hampe. Die Fotografie war schon früh ein Medium, das ihm ermöglichte, seine Kreativität auszuleben und seine ganz persönliche Sicht auf die Welt festzuhalten. Damals wie heute fotografiert Hampe am liebsten in schwarz-weiß. „Das hat einen ganz einfachen Grund“, erklärt er, „so kann ich genau das zeigen, was im Fokus steht. Farben lenken das Auge oft zu sehr ab, vor allem dann, wenn sie nicht Teil der Geschichte sind, die ich erzählen möchte“. Kein Wunder also, dass Michael Hampe gerne mit Kontrasten spielt und den Blick des Betrachters seiner Bilder so auf das Wesentliche lenkt. „SKATEN, KOCHEN UND FOTO- GRAFIEREN – DAS GEHT FÜR MICH HAND IN HAND“ Die dritte Leidenschaft in Hampes Leben ist das Skaten. Das mache er schon sein Leben lang, früher mit den Kumpels hinterm Haus auf selbstgebauten Rampen und heute auf spektakulären Fahrten bergab. „Mittlerweile bin ich aber nicht mehr so wild, man wird ja auch älter“, fügt der 38-Jährige lachend hinzu. Wenn er nicht selbst auf dem Brett steht, hält er mit der Kamera fest, wie andere spektakuläre Moves mit dem Board hinlegen. Michael Hampe ist Musikfan, Skateboarder, Koch, Fotograf, Filmnerd und Autonarr. Und er ist einer, der die Dinge anpackt. Sei es auf der Arbeit, wenn ihm die passende Zutat einfällt, um ein Gericht abzurunden, beim Fotografieren, wenn er das perfekte Motiv entdeckt hat oder zu Hause, wenn er mal wieder ein neues Regal braucht. In seiner Wohnung findet man kaum ein Möbelstück, das Hampe nicht selbst hergestellt hat. Und das Wichtigste für ihn: Er trennt nicht zwischen Hobby und Beruf: „Alles, was ich mache, mache ich aus Überzeugung. Kochen, Fotografieren und Skaten – das sind alles Sachen, bei denen man sich kaum an Regeln halten muss, wo man kreativ sein kann und deshalb geht das alles für mich auch Hand in Hand.“ KNAPSACKSPIEGEL 10.2019 | 21

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