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KnapsackSPIEGEL 09-10/2019

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

D ie Zentrale an der

D ie Zentrale an der Einfahrt zum Werksteil Knapsack ist das Herz des Werkschutzes, denn von hier aus werden alle sicherheitsrelevanten Abläufe im Chemiepark Knapsack gesteuert und beobachtet. Auf den großen Monitoren über den Schreibtischen laufen Bilder der Überwachungskameras, die die Kolleginnen und Kollegen jederzeit im Blick haben – und bei Bedarf direkt von hier aus agieren können. Auch chemieparkinterne Notrufe sowie die Alarme der Brandmeldeanlagen gehen in der Sicherheitszentrale ein und werden von den Zentralisten umgehend bearbeitet. Entsprechend muss hier immer eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter präsent sein, denn im Ereignisfall sind es die qualifizierten Zentralisten, die zusammen mit den Einsatzkräften der Werkfeuerwehr umgehend die richtigen Maßnahmen einleiten und beispielsweise den Kontakt zur Kreisleitstelle halten, den Krisenstab einberufen oder eigene oder öffentliche Einsatzkräfte nachalarmieren. An der Haupteinfahrt für den Lieferverkehr wurden im Jahr 2018 insgesamt fast 100.000 LKWs abgefertigt, allein 45.000 davon waren Gefahrenguttransporter 6 | KNAPSACKSPIEGEL 10.2019

Z ur täglichen Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werkschutz gehört auch die Abfertigung der LKWs unter anderem an der Werkseinfahrt Hürth. Dabei geht es vor allem darum, die Papiere der Fahrer zu kontrollieren, Genehmigungen zu überprüfen und die Einfahrt zu erteilen. An der Haupteinfahrt für den Lieferverkehr wurden im Jahr 2018 insgesamt fast 100.000 LKWs abgefertigt, allein 45.000 davon waren Gefahrenguttransporter, bei denen zusätzlich auch die Fahrzeuge gemäß den vorgegebenen Sicherheitsvorschriften kontrolliert wurden. Das LKW Aufkommen am Standort hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt und stößt damit in einigen Punkten an seine Grenzen. Darüber hinaus werden am Tor Hürth Mitarbeiter- und Besucherausweise angefertigt und – wie auch beim Tor Knapsack – entweder Anfahrtspläne bzw. Wegbeschreibungen zu den jeweiligen Betrieben und Ladestellen innerhalb des Chemieparks Knapsack ausgegeben oder auf die Navigations-App des Standorts verwiesen. Neben der Einfahrtskontrolle von PKW und LKW gehören auch allgemeine Verkehrsund Geschwindigkeitskontrollen, Streifendienste, Ladungssicherheitskontrollen sowie Fahrzeugkontrollen zur Diebstalprävention zum Aufgabenbereich der Werkschutzmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Die damit einhergehenden Tätigkeiten ähneln denen von Polizei und Ordnungsamt und sind im Prinzip auch genau daran angelehnt. Damit Unfällen vorgebeugt werden kann, müssen sich alle Personen im Chemiepark an bestimmte Regeln halten. Darunter fällt zum Beispiel, dass die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten innerhalb der Werksteile nicht überschritten werden. Mit speziellen Messgeräten führen hier Marcel Pilz, Fachkraft für Schutz und Sicherheit, und Andreas Fischer, geprüfte Schutz- und Sicherheitsfachkraft, gemeinsam die Geschwindigkeitskontrolle durch und halten dabei gegebenenfalls Fahrer an, die zu schnell unterwegs sind. Berechtigt sind sie dazu per Betriebsvereinbarung, die das Werkschutzteam dazu legitimiert, jederzeit Personen, die (im Verdacht stehen) gegen Verhaltensregeln (zu) verstoßen, zu kontrollieren. Auf ihren Streifenfahrten kann es von Zeit zu Zeit auch vorkommen, dass die Werkschützer Personen anhalten müssen, von denen sie den Eindruck haben, dass sie eine konkrete Gefahr für die Aufrechterhaltung des Schutzes auf dem Gelände darstellen könnten. Das betrifft zum Beispiel LKW-Fahrer, die beim Fahren telefonieren, Fahrzeuge, bei denen die Ladung nicht ausreichend gesichert ist oder Personen, die im Verdacht stehen, etwas gestohlen zu haben. Da die Mitarbeiter des Werkschutzes gemäß § 13 StGB die Garantenpflicht, also die Rechtspflicht zum Schutz vor einer bestehenden Gefahrenquelle des Unternehmens, ausführen, dürfen in so einem Fall die Werkschutzmitarbeiterinnen und -mitarbeiter im Einzelfall auch das komplette Fahrzeug untersuchen. Wichtig hierbei ist: Wie bei der Polizei auch sind die Werkschutzkollegen auf ihren Streifen immer im Team unterwegs. „Wer beim Werkschutz arbeiten möchte, muss stressresistent sein, sich durchsetzen können aber auch dazu in der Lage sein, sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen – schließlich wird niemand gerne kontrolliert“ KNAPSACKSPIEGEL 10.2019 | 7

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