Aufrufe
vor 3 Jahren

KnapsackSPIEGEL 10-11/2017

  • Text
  • Familienfest
  • Kuhlow
  • Mueller
  • Mittelviefhaus
  • Chemcologne
  • Bayer
  • Einsatzkraefte
  • Sicherheitsinitiative
  • Knapsack
  • Chemiepark
  • Knapsackspiegel
  • Infraserv
  • Ricciardi
  • Cabb
  • Schmidt
Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

CHEMIEPARK KNAPSACK

CHEMIEPARK KNAPSACK GESICHTER AUS DEM CHEMIEPARK KNAPSACK Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat im Chemiepark Knapsack eine tragende Rolle und sorgt mit seinem bzw. ihrem Einsatz Tag für Tag dafür, dass auf dem Knapsacker Hügel alles rundläuft. In der Reihe „Gesichter aus dem Chemiepark Knapsack“ blicken wir hinter die Kulissen und stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ihren Aufgabenbereich vor. CARLO RICCIARDI HAT DIE KFZ-WERKSTATT AM FEIERABENDHAUS VOLL IM GRIFF S elbstbewusst und gut gelaunt werden Kundinnen und Kunden von Carlo Ricciardi in der Kfz-Werkstatt am Feierabendhaus in Empfang genommen. Seit knapp zehn Jahren leitet er nun schon die Werkstatt und hat sie, wie er sagt, komplett neu aufgebaut. Sein Job ist vielseitig. In erster Linie hat er als Leiter der Kfz-Werkstatt die Aufsicht über die Produktivität und sorgt durch Kostenkontrolle und stete Qualitätsprüfung dafür, dass er und seine Mitarbeiter schnell, effizient und vor allem kundenorientiert arbeiten können. Carlo Ricciardi kam damals zunächst für drei Monate als externer Mitarbeiter vom TÜV zur InfraServ Knapsack. Als die drei Monate vorbei waren, blieb er. Sein Ziel war es, die Werkstatt zu professionalisieren. Dabei hatte er es nicht immer leicht: „Für den Job müssen Sie multitaskingfähig sein. Sie brauchen Organisationstalent, Struktur und wichtig ist, dass Sie mit Enthusiasmus an die Arbeit gehen“, erklärt Ricciardi. Die Kfz-Werkstatt am Feierabendhaus ist für ihn etwas Besonderes. „Das ist hier nicht wie bei anderen Werkstätten“, wirft er ein, „hier müssen Sie alles machen – vom Einkauf über die Dispo bis hin zur Kundenberatung.“ Aber genau diese Vielseitigkeit ist es, was er an seinem Job so schätzt. Außerdem gefällt ihm die tolle Teamarbeit und dass jeder im Chemiepark Knapsack ihn kennt. Mit seiner typisch italienischen Art steht Carlo Ricciardi oft im Mittelpunkt, und das nicht nur in der Kfz-Werkstatt am Feierabendhaus. Der gebürtige Italiener ist nämlich leidenschaftlicher Musiker und deswegen öfter auf den Bühnen in und um Köln unterwegs. Schon in jungen Jahren gründete er seine kölsch-italienische Band GRUPPO-2000, mit der er regelmäßig vor größerem Publikum auftritt. Außerdem ist Carlo Ricciardi Sänger bei Druckluft 0156, der InfraServ Knapsack Big Band. Durch die Musik hat er auch seine Frau kennengelernt. „Das war auf einer Veranstaltung zum Tanz in den Mai – sie war die Schönste an dem Abend“, wirft er ein. Gemeinsam haben die beiden einen Sohn, der ebenfalls musikbegeistert ist und mittlerweile mit seinem Vater zusammen auf der Bühne steht. Und wenn Ricciardi nicht gerade arbeitet oder musiziert, hält ihn seine zweijährige Enkelin ordentlich auf Trab. Außerdem reist er gerne in seine Heimat Italien und spricht neben seiner Muttersprache natürlich Deutsch, Spanisch, Französisch „und Kölsch“, bemerkt er lachend. Überdurchschnittliches Engagement und Herzblut für den Job, das zeichnet Carlo Ricciardi aus. Eigentlich könnte er nächstes Jahr in Rente gehen, aber der engagierte 64-Jährige hat noch viel vor mit der Kfz-Werkstatt am Feierabendhaus: Neben der Erneuerung der Waschanlage plant Ricciardi den Ausbau einer modernen TÜV-Abwicklung. Einige Jahre hat er in den Aufbau der Werkstatt nun schon investiert, klar, dass ihm der Abschied da nicht so leicht fällt. „Die Werkstatt ist so was wie mein Kind, das ich liebe und um das ich mich immer kümmern muss. Nach mir soll es hier doch weitergehen“, sagt er, während er das schwere Tor der Kfz-Werkstatt schließt und den Blick durch seine Werkstatt schweifen lässt. Carlo Ricciardi 10 KnapsackSPIEGEL 10.|11.2017

CHEMIEPARK KNAPSACK Knapsacker Nachbarn GLÜCKLICH ZU DRITT Gaby und Erich Pilz leben mit Sohn Marcel in Knapsack. S ie wohnen nicht nur im Grünen Weg in Knapsack, sie leben auch im Grünen. Familie Pilz, zu der auch Sohn Marcel gehört, wohnt seit 2005 im idyllischen Reihenhäuschen. Erich Pilz ist gebürtiger Süddeutscher, aber schon in jungen Jahren nach Köln gezogen. Seine Frau Gaby hingegen hat ihre Wurzeln in Hürth – genauer gesagt in Alt-Hürth. Seit über dreißig Jahren sind die beiden zusammen und haben, bevor es sie nach Knapsack gezogen hat, gemeinsam in Alt- Hürth gewohnt. Über eine Bekannte aus dem Kindergarten erfuhren sie, dass in Knapsack Häuser verkauft würden. Bis dahin war ihnen gar nicht so klar, ob „da oben“ überhaupt noch jemand wohnt – so weit weg war der von vielen als „ausgestorbener“ Ort wahrgenommene Stadtteil. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden schon zwei Jahre lang auf der Suche nach einem Eigenheim und hatten viele Häuser in anderen Hürther Stadtteilen besichtigt. Aber in Knapsack gefiel ihnen dann, was sie sahen. Ein kleines, überschaubares Dorf mit unheimlich viel Grün drumherum. Knapsack kam, wurde gesehen und siegte. Das kleine Häuschen aus den 1950er-Jahren versprach den beiden zunächst noch eine Menge Muskelkraft und finanziellen Einsatz, aber das war es ihnen wert. Heute wohnen sie inmitten einer grünen Oase. „Wir fühlen uns oftmals, als wären wir hier oben ganz alleine, und vergessen absolut die Industrie auf dem Knapsacker Hügel“, schwärmt Erich Pilz und Ehefrau Gaby bestätigt das mit einem freundlichen Kopfnicken. „Klar, man hört in der Woche – je nach Windrichtung – schon mal eine Durchsage in einem der Betriebe oder ein Zischen oder sonstige Geräusche“, fügt sie hinzu. Aber am Wochenende, wenn auch der Lkw-Verkehr nachgelassen hat, ist es idyllisch. Dass sie in die Nähe der Industrie und hier in erster Linie des Chemieparks Knapsack ziehen werden, war ihnen bewusst. Aber das Vertrauen, das sie als Investition mitgebracht haben, wurde immer wieder bestätigt. Zum Beispiel durch die regelmäßig stattfindenden Nachbarschaftsdialoge, wodurch man mit vielen Standortleitern und Sicherheitsverantwortlichen in Kontakt kommen kann „und dabei feststellt, dass das alles freundliche Menschen sind, mit denen man sich durchaus vernünftig und bodenständig unterhalten kann“, so Erich Pilz. Auch bei Beschwerden über das Bürgertelefon wird man ernst genommen und „es hat auch schon direkten Kontakt zu Betriebsleitern gegeben, die uns anschließend zu einer kleinen, ganz privaten Betriebsbesichtigung eingeladen haben, Wohnen nicht nur im Grünen Weg in Knapsack, sondern leben auch im Grünen. Familie Pilz, zu der auch Sohn Marcel gehört, wohnt seit 2005 im idyllischen Reihenhäuschen um uns ihre Anlagen zu zeigen“, ergänzt Gaby Pilz. Alles in allem fühlen sie sich sicher und durchaus gut informiert. Sohn Marcel, der gerade seine Ausbildung bei der Infra- Serv Knapsack zur „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ erfolgreich abgeschlossen hat, hat sich im Dachgeschoss niedergelassen und auch er fühlt sich, nach Angaben der Eltern, wohl. Auf die Frage, mit welchen Worten Erich und Gaby Pilz andere Leute von Knapsack als Wohnort überzeugen würden, antwortet Erich sehr direkt und sagt mit einem Augenzwinkern: „Mit keinen! Ich fühle mich hier in Knapsack, mit knapp 140 Nachbarn, sehr wohl und brauche fürs Wohlbefinden nicht unbedingt eine Erweiterung der Bewohnerzahl.“ Nun, die wird es auch nicht geben. Immerhin ist eine Neubebauung aufgrund der Nähe zur Industrie nicht gestattet. Und neue Nachbarn gibt es nur, wenn andere gehen. Und freiwillig macht das so schnell niemand in Knapsack KnapsackSPIEGEL 10.|11.2017 11

KnapsackSPIEGEL

Copyright 2016 Chemiepark Knapsack – Impressum