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KnapsackSPIEGEL 11-12/2018

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Das Laborhochhaus in

Das Laborhochhaus in Zahlen Erbaut 1957 / 1958 Bewohnt von 1960 bis 2011 38 m Höhe 8 Etagen 2800 m³ Bauschutt 10 |

38 METER DEM ERDBODEN GLEICH GEMACHT Platz für Neues – Laborhaus nach 60 Jahren abgerissen N icht jedes Gebäude hat das Glück, auch nach 60 Jahren noch genutzt zu werden und eine Stätte des Lebens und Arbeitens zu sein. Kürzlich hatte das Feierabendhaus seinen 60. Geburtstag gefeiert und alle wünschten, dass es weitere 60 Jahre dort stehen wird. Nicht so beim höchsten Gebäude des Chemiepark Knapsack, dem Laborhochhaus in Knapsack. Hier setzte der Abrissbagger an und machte nach ebenfalls 60 Jahren Platz für neue Pläne. ZWISCHENTITTEL Das 1957/1958 gebaute „Gebäude 0440“, so die Adresse des Hochhauses, wurde nach sieben Jahren des Leerstands zurück gebaut, wie man den Abriss neudeutsch nennt. Notwendig wurde der Abriss durch die hohen Kosten, die eine weitere Nutzung des Hochhauses verursacht hätten. Viele sicherheitstechnische Aspekte und immense Umbaukosten hätten eine weitere Nutzung in keinem wirtschaftlichen Verhältnis stehen lassen. Aus diesem Grund beschloss die InfraServ Knapsack, die Eigentümer des Hauses ist, den Abrissbagger anrollen zu lassen. Ein solches Projekt erfordert eine gewissenhafte Planung. Es handelt sich hierbei schließlich nicht um ein Gebäude, das in freier Umgebung steht. Eine Vielzahl von Besonderheiten galt es hier zu beachten. Die unmittelbare Nähe der Produktionsanlagen von Vinnolit und CABB sowie das Ersatzbrennstoffkraftwerk von EEW. Projektleiter Rainer Gößmann vom Fa­ cility Management der InfraServ Knapsack hat die Abbrucharbeiten von Anfang an geplant und die Bauleitung übernommen. Für Gößmann, selbst erst seit einem Jahr bei der InfraServ Knapsack, eine interessante Aufgabe, hat er doch bisher „nur“ Gebäude gebaut bzw. geplant jedoch nicht abgerissen. „Ziel war es, ein Abbruchunternehmen zu finden das ein Sicherheitskonzept vorlegen konnte, mit dem der Abbruch an einer solchen Örtlichkeit so sicher wie möglich durchgeführt werden kann“, erläutert Gößmann. Im Zusammenspiel mit den begleitenden Fachabteilungen wie beispielsweise der Ver- und Entsorgung, die für die sehr nah am Gebäude entlanglaufenden Rohrleitungen zuständig sind sowie der Abfallentsorgung, die jederzeit für spezifische Fragestellungen offen waren, war das kein Problem. “Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen hat wunderbar geklappt. Aber auch die Absprache und Kooperation mit den Produktionsfirmen in der unmittelbaren Nachbarschaft des Laborhochhauses hat gut funktioniert. Hier wurden die Maßnahmen kommuniziert bzw. die Belange der Produktionsunternehmen ins Konzept übernommen So knabberte sich der Longfront-Bagger der Firma Harzheim von Etage zu Etage bis am Ende nichts mehr vom höchsten Haus im Chemiepark Knapsack mehr übrig war und 60 Jahre Geschichte des Chemieparks Knapsack für neue Investitionen und somit für die Zukunft Platz gemacht haben. KNAPSACKSPIEGEL 12.2018 | 11

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