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KnapsackSPIEGEL 11-12/2018

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

INTERNATIONALE

INTERNATIONALE BILDUNGSARBEIT Erfolgsprojekt Erasmus+: Zum 8. Mal empfing die Rhein-Erft Akademie Schüler aus Prag H ier wächst etwas. Jahr für Jahr. Wissen und Kompetenzen, aber auch Freundschaften, Toleranz und Weltoffenheit. Weit über 100 Schüler der Masaryk-Fachmittelschule für Chemie in Prag waren im Laufe der vergangenen acht Jahre zu Gast an der Rhein-Erft Akademie. Jedes Jahr erlernen die Schüler aus Tschechien an der Bildungsakademie Fachwissen aus den Bereichen chemische Produktions- und Verfahrenstechnik an den Anlagen im Technikum und nutzen die Möglichkeiten des internationalen Austauschs. Ausbilder Ludwig Volkelt organisiert und betreut das Projekt. Unterstützt wird er dabei alljährlich von vier Auszubildenden. Der Austausch im Rahmen des EU-finanzierten Erasmus+-Programms geht aber noch weiter: Während gemeinsamer Aktionen lernen die jungen Menschen Gastgeber und Gastgeberland kennen. Klettern im Hochseilgarten, Besichtigung der Stadt Köln, ein Bowlingabend zum Abschluss und einiges mehr bereicherten diesen September den Aufenthalt von 20 Schülern, die in Prag die 12. Klasse besuchen. Mit dabei, schon wie in den letzten Jahren, die stellvertretende Schulleiterin Frau Iva Chalupová und der Deutschlehrer Herr Lubomir Pergler. Doch nicht nur für die Gäste ist das Programm attraktiv. Auch die unterstützenden Auszubildenden profitieren von der Möglichkeit, das Technikum noch intensiver kennenzulernen, davon, Sprachbarrieren zu überwinden und eigene Kompetenzen weiter zu entwickeln. Man schätzt sich, die Atmosphäre während des zweiwöchigen Aufenthalts ist gelöst, freundschaftlich. Ludwig Volkelt erklärt: „Jedes Jahr bin ich aufs Neue beeindruckt vom großen Engagement, dem Interesse und der Leistungsbereitschaft, die jede Schülergruppe bisher unter Beweis gestellt hat. Für unsere Azubis und mich ist es immer wieder eine große Freude, das Programm durchzuführen.“ Dr. Kerstin Vorberg, Geschäftsführerin der Rhein-Erft Akademie, ergänzt: „Wir sind froh und dankbar, dass unsere Muttergesellschaft „Stiftung Bildung und Handwerk“ dieses Projekt angestoßen hat und wir dieses nun seit Jahren erfolgreich durchführen dürfen. Ich halte internationale Bildungsarbeit und Bildungsmobilität, wie Erasmus+ sie vorsieht, in Zeiten von Internationalisierung und Globalisierung für ein ganz wichtiges Thema!“ Die Rhein-Erft Akademie hat für die nächsten beiden Jahre der Prager Schule die Zusage gegeben, das Erasmus+ Projekt fortzusetzten. Alle Beteiligten sind erfreut, denn das bedeutet, diesen Austausch noch mindestens bis 2020 weiterzuführen. Die Rhein- Erft Akademie ist akkreditiert für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union als aufnehmende Gesellschaft Projekte im Rahmen von Erasmus+ durchzuführen. Illustration: somartin – Fotolia.com 20 | KNAPSACKSPIEGEL 12.2018

EIN PATENKIND AUS AFRIKA D er Betriebsrat der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH am Standort Knapsack hat im September 2018 eine Patenschaft für einen Jungen übernommen, der in dem westafrikanischen Land Benin in einem SOS-Kinderdorf lebt. Betriebsratsvorsitzender Rolf Jeschke, sein Stellvertreter Muhammed Cakir und Schriftführer Hans-Joachim Schmidt wünschen sich, dass viele Beschäftigte im Chemiepark Knapsack ihrem Beispiel folgen. KNAPSACKSPIEGEL: Was wissen Sie über Ihr Patenkind? Rolf Jeschke: Wir haben vom SOS-Kinderdorf Natitingou Unterlagen und ein Foto bekommen. Der Junge heißt Josué Issotolotou N’tcha und ist sechs Jahre alt. Er kam schon Ende 2012 als Säugling in das SOS-Kinderdorf, weil sich seine leibliche Familie nicht um ihn kümmern konnte. Seit kurzem besucht er die Grundschule, außerdem liebt er nach anfänglicher Eifersucht seine „Schwester“, ein kleines Mädchen, das ebenfalls von seiner SOS-Kinderdorf-Mutter aufgenommen wurde. KNAPSACKSPIEGEL: Wie leben die Kinder in den Kinderdörfern? Rolf Jeschke: Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, den Kindern ein liebevolles Zuhause zu geben und ihre Interessen bestmöglich zu vertreten. Dafür wird eng mit Behörden und, falls Kontakt besteht, mit Verwandten zusammen gearbeitet. Lebensunterhalt und Ausbildung der Kinder werden mit Hilfe von Patenschaften finanziert. KNAPSACKSPIEGEL: Wie kamen Sie auf die Idee mit der Patenschaft? Rolf Jeschke: Wir vom EEW-Betriebsrat in Knapsack haben uns schon öfter für soziale Projekte eingesetzt und Spenden gesammelt. Mit dem Gedanken, Pate für ein Kind zu werden, das in einem der ärmsten Länder lebt, habe ich bereits seit einer Weile gespielt. Dann habe ich meinen Kollegen im Betriebsrat davon erzählt, und sie waren gleich Feuer und Flamme. Wir wollten gerne einem Kind vor Ort helfen, damit es in seinem Heimatland bleiben und ein vernünftiges Leben führen kann und damit es eine gute Ausbildung bekommt. Gerade angesichts der Flüchtlingsströme sind wir der Meinung, dass man Kinder in ärmeren Ländern unterstützen muss. Denn dann können sie später etwas in ihrem Land bewirken. Muhammed Cakir: Man sollte bedenken, dass es nicht allen Menschen so gut geht wie uns in Deutschland. Und so eine Patenschaft ist nicht teuer. Es sind rund 30 Euro im Monat, die wir drei uns auch noch aufteilen. KNAPSACKSPIEGEL: Was sagen die Kollegen und die Geschäftsführung zu ihrem Engagement? Rolf Jeschke: Die Aktion ist bei den Kollegen sehr positiv aufgenommen worden. Die Geschäftsführung würde es begrüßen, wenn dieses soziale Engagement in anderen Anlagen Schule machen würde. KNAPSACKSPIEGEL: Haben Sie Kontakt zu Ihrem Patenkind? Rolf Jeschke: Nicht direkt, das läuft über das SOS-Kinderdorf. Aber wenn möglich, wollen wir Josué irgendwann einmal besuchen. Auf jeden Fall werden wir ihm zu Weihnachten stets einen finanziellen Zuschuss zukommen lassen. Das Geld wird gesammelt, bis er 18 Jahre alt ist. Gemeinsam für die gute Sache! KNAPSACKSPIEGEL: Was ist Ihr Anliegen an die Leser des KNAPSACKSPIEGELS ? Rolf Jeschke: Unsere Patenschaft ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, die SOS-Kinderdörfer suchen händeringend Paten. Es wäre deshalb toll, wenn sich auch andere Betriebsräte am Standort oder sogar die hier angesiedelten Unternehmen anschließen würden. Wir rufen dazu auf, ein Herz für Kinder zu zeigen. Illustration: by-studio – Fotolia.com KNAPSACKSPIEGEL 12.2018 | 21

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