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KnapsackSPIEGEL 11-12/2018

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

25 KILOMETER

25 KILOMETER ROHRBRÜCKEN UNTER DIE LUPE GENOMMEN D ie Rohrbrücken im Chemiepark Knapsack sind sozusagen Träger der „Lebensadern“ des Standortes, der Rohrleitungen, in denen beispielsweise Kühlwasser, Gase, Dampf und andere Medien transportiert werden und somit den Standortunternehmen jederzeit zur Verfügung stehen. Viele Menschen arbeiten unter den Rohrbrücken oder fahren darunter hindurch. Da ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die kilometerlangen Gebilde regelmäßig auf Unversehrtheit und Sicherheit kontrolliert werden. Seit diesem Spätsommer geht InfraServ Knapsack aber noch ein Stück weiter: Ein neues Team nimmt die Rohrbrücken zusätzlich unter die „... über Abteilungsgrenzen hinweg können alle Mitar beiter das Thema Sicherheit gemeinsam voranbringen.“ Lupe. Sicherheitsingenieur Markus Schrems und Sicherheitsbeauftragter Dennis Dahmen aus dem Bereich Rohrnetze / Pipelines der Ver- und Entsorgung entwickelten die Idee für eine weitere Begehung, zusätzlich zu den routinemäßigen Kontrollen und den stichprobenartigen Sicherheitschecks, in Eigeninitiative. Gemeinsam begutachteten sie im August an zwei Tagen rund 25 Kilometer Rohrbrücken. „Das war schon eine konditionelle Herausforderung“, erklärt Markus Schrems schmunzelnd. Den Experten für Sicherheit seien dabei tatsächlich Aspekte aufgefallen, die noch verbessert werden könnten. Anschließend gewichteten Schrems und Dahmen die erforderlichen Maßnahmen, verfassten einen Bericht und bebilderten ihn. Hendrik Majewski, Segmentleiter Netze in der Ver- und Entsorgung bei InfraServ Knapsack, sieht einen äußerst positiven Synergieeffekt in der zusätzlichen Begehung. „Wir haben ja bei InfraServ Knapsack das Thema Arbeitssicherheit immer im Blick, gleichzeitig möchten wir über die schon erfolgten Maßnahmen hinaus den operativen Arbeitsschutz immer weiterentwickeln. Dabei hilft es, die Netze auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und Experten wie Markus Schrems hinzuzuziehen.“ Schrems lobt den verbesserten Austausch mit den Kollegen. „Wenn man über Abteilungsgrenzen hinweg arbeitet, können alle Mitarbeiter das Thema Sicherheit gemeinsam voranbringen.“ Die Rohrbrückenbegehung wollen Dahmen und Schrems in den nächsten Jahren regelmäßig wiederholen. Wer Interesse hat, in seinem Bereich eine solche systematische Aufnahme von Maßnahmenvorschlägen durchzuführen, kann sich über die Arbeitsschutz-Hotline 2233 melden. 24 | KNAPSACKSPIEGEL 12.2018

LEISTUNGSTEST DER NEUANLAGE IN KNAPSACK ERFOLGREICH ABGESCHLOSSEN Der letzte Puzzlestein bei der Glufosinat Ammonium Kapazitätserweiterung ist eingefügt W ir freuen uns, dass die zu unserem Glufosinat Ammonium (GA) Geschäft gehörige Anlage in Knapsack mit einem so genannten Leistungstest ihre Produktionstauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Mit dem erfolgreichen Absolvieren des Leistungstests hat die Bayer AG die Anlage vollständig an die BASF übergeben. Damit ist unserem Glufosinat Ammonium Geschäft der letzte Puzzlestein eingefügt und die gute Zusammenarbeit zwischen Bayer und BASF bei der Inbetriebnahme zum erfolgreichen Abschluss gebracht worden. Die komplexe Anlage erreichte im April 2018 die mechanische Fertigstellung und Anfang September 2018 wurde zum ersten Mal Produkt hergestellt. In diesem Test mussten nun nicht nur genau festgelegte hohe Produktionsmengen über einen vereinbarten Zeitraum eingehalten werden, sondern auch damit zusammenhängende definierte Energie- und Materialeinsätze. Der ordnungsgemäße Ablauf des Leistungstests und die Erfüllung aller zwischen Bayer und BASF vertraglich vereinbarten Bedingungen wurde durch einen unabhängigen externen Gutachter, dem TÜV-Rheinland, überwacht. Das Bestehen des Testes wurde uns in einem Zertifikat bestätigt. Ein gemeinsames Inbetriebnahme Team von Bayer und BASF Mitarbeitern hat den Leistungstest vorbereitet und anschließend rund um die Uhr vor Ort überwacht. „Besonders stolz sind wir darauf, dass der anspruchsvolle Test auf Anhieb bestanden wurde und dass dies ohne Unfall und Umweltereignis in der Anlage geschafft wurde. Dies ist einer intensiven Vorarbeit, einer hervorragenden Teamleistung von Bayer und BASF und vor allem auch einer umfassenden Anlagenschulung der neuen Mitarbeiter zu verdanken“, so Harald Bernard, Standortleiter Knapsack. Das so genannte PUMA Training, ein zweijähriges Programm, war aufgrund der hohen Anforderungen an vernetztes Anlagenwissen erforderlich und hat sich bewährt: Die in Kontifahrweise betriebene Neuanlage umfasst beispielsweise 43 Kolonnen, 4.600 Messstellen und 427 Apparate. All dies muss in ca. 200 Bildern im Prozessleitsystem ständig von der Mannschaft überwacht und betrieben werden. Bei der in Knapsack produzierten Vorstufe handelt es sich um die phosphor-organische Verbindung Methan-phosphonsäure-n-butylester, kurz MPE genannt. Für das weltweite Produktionsnetzwerk mit Wirkstoff­ Das Inbetriebnahme Team vor der Neuanlage PSM5 in Knapsack freut sich über den bestandenen Leistungstest v. l. n. r.: Thomas Höfert (PLT Bereichsingenieur Knapsack, BASF), Talat Mengus (MPE-Projects Start-up, Bayer), Dr. Uwe Brekau (Zweitbetriebsleiter PSM5, BASF), Bernd Nowack (Head of Reliability & Operational Excellence, Bayer), Dr. Marcus Schrems (Head of Site Services Knapsack, BASF), Dr. Harald Bernard (Standortleiter Frankfurt und Knapsack, BASF), Dr. Wouter de Lange (Erstbetriebsleiter PSM5, BASF), Dr. Norbert Dörpinghaus (MPE-Projects Start-up, Bayer), Matthias Broich (Leiter Technik Knapsack, BASF), Ulrich Deppen (MPE-Projects Start-up, Bayer) produktionen in Mobile und Muskegon / USA sowie Frankfurt am Main / Deutschland wird MPE ausschließlich in Knapsack hergestellt. Daher ist eine sichere und zuverlässige Produktion in Knapsack essentiell für die Kapazitätserhöhung der Wirkstoffproduktion. WARUM SIND DIESE WIRKSTOFFE WICHTIG FÜR BASF? Glufosinat Ammonium ist der Wirkstoff der Totalherbizide Liberty® und Basta®. Besondere Bedeutung erlangen diese Totalherbizide in Kombination mit der so genannten Liberty Link Technologie. Hierbei wird die Kulturpflanze mit einem Resistenzgen optimiert, so dass das Herbizid ohne Auswirkungen für die Nutzpflanze ausgebracht werden kann. Insbesondere verstärkt auftretende Resistenzen bei Wettbewerbsprodukten sehen wir hier einen großen und wachsenden Markt. Die Kapazitätserhöhung in Glufosinat Ammonium stellt einen wichtigen Bestandteil zur Absicherung des ebenfalls von der Bayer AG akquirierten und im Wachstum befindlichen Saatgutgeschäftes dar. KNAPSACKSPIEGEL 12.2018 | 25

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