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KnapsackSPIEGEL 11-12/2018

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Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Erfolgreiche

Erfolgreiche Kantinenaktion Mit erfreulich großem Interesse wurde die Kantinenaktion am 16. und 20. November 2018 angenommen. Nicht nur das theoretische Wissen um die Wiederbelebung wurde aufgefrischt oder vertieft. Auch einmal auszuprobieren, was es heißt kräftig zu „drücken“ hat doch so manchen überrascht. Die ärztlichen Mitarbeiter der werksärztlichen Abteilung und Kollegen der Werksfeuerwehr haben sicherlich viele offene Fragen und Unsicherheiten klären können und somit auch Angst vor der Ersten Hilfe genommen. WIE DER KAUF EINER ROTEN FLIEGE EIN LEBEN GERETTET HAT? Das erfahren Sie hier … D er eine oder andere wird es vielleicht wissen: Werksarzt Dr. Markus Steinbach liebt nicht nur die Medizin, sondern auch die Musik. Und als Mitglied eines Chors ist er beispielsweise nicht nur im Background eines Albums der Band Kasalla zu hören, sondern von Zeit zu Zeit auch auf einer Bühne zu sehen. Und genau dieser Umstand hat einem Mann nun sehr wahrscheinlich das Leben gerettet. Denn besagter Chor hatte für einen Auftritt im November eine Art Dresscode vereinbart – inklusive roter Fliege für die männlichen Mitglieder. Und als Dr. Steinbach ebendiese in einem großen Kaufhaus erstehen wollte, vernahm er an der Kasse wartend über die Lautsprecher des Geschäfts die Frage, ob ein Arzt anwesend sein. Dr. Steinbach begibt sich schnellstmöglich an die „Unglücksstelle“ und trifft dort auf einen bereits auf dem Boden liegenden leblosen Mann. Er beginnt umgehend mit der Laien-Reanimation – und holt den „Patienten“ zurück ins Leben, bis schließlich die alarmierten Rettungskräfte eintreffen und den Mann mit entsprechenden technischen und medikamentösen Maßnahmen sogar wieder wach und ansprechbar in ein Krankenhaus bringen können. Rückblickend lobt Dr. Steinbach vor allem die Hilfsbereitschaft der umstehenden Menschen: „Niemand hat im Weg gestanden oder gegafft und die Hilfsbereitschaft der noch anwesenden Menschen war wirklich bemerkenswert.“ Interessant ist vor allem, dass es bei der aktuell stattgefundenen Kantinenaktion „Rette ein Leben“ tatsächlich auch um Inhalte ging, die durchaus realistisch sind und jeden treffen können. Die rote Fliege hat Steinbach letztlich übrigens doch nicht auf der Bühne getragen – „die stand mir ehrlich gesagt überhaupt nicht“. Ein toller Auftritt war es natürlich dennoch. Und wir hatten ja auch nicht versprochen die Geschichte zu erzählen, wie das Tragen einer roten Fliege auf einer Bühne ein Leben gerettet hat. Illustration: Vector Tradition – Fotolia.com 28 | KNAPSACKSPIEGEL 12.2018

GRAU UND SCHWER WIE EIN NOVEMBERTAG … Die Winterdepression Das Wichtigste kurz zusammengefasst Licht, Bewegung und Frischluft – „Erfolgsfaktoren“ für Ihre Gesundheit in der dunklen Jahreszeit! V iele von uns haben sie irgendwann schon einmal kennengelernt. Sie drückt die Stimmung, bremst unsere Motivation und Leistungsfähigkeit – die Winterdepression. In ihrer abgeschwächten Form bezeichnet man sie auch als „Winterblues“. Diese Sonderform der depressiven Störung, auch „saisonal-affektive Störung“, ist jahreszeitlich an die Herbst- und Wintermonate gebunden, was sie von der „echten“ Depression unterscheidet. Neben den typisch depressiven Symptomen in den Bereichen Stimmung, Antrieb und Energieniveau sind „atypische“ Symptome wie ein Heißhunger auf Kohlenhydrate (mit Gewichtszunahme) und eine verlängerte Schlafdauer charakteristisch. Immerhin sind in Deutschland bis zu 5 % der Erwachsenen von einer stärkeren Winterdepression betroffen – je weiter nördlich, desto häufiger. Besonders häufig sind es Frauen in den „besten Jahren“. Als Ursache werden derzeit vor allem Störungen im Stoffwechsel der beiden Botenstoffe Melatonin und Serotonin angenommen. Die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin ist dabei auch tagsüber vermindert, die des müde machenden Melatonins erhöht. Die verringerte Tageslänge und Lichtintensität verursachen damit auf biochemischem Wege eine Störung des biologischen Tagesrhythmus und dadurch die depressive Stimmung. Daraus ergibt sich der wichtigste Therapieansatz im Sinne einer wirklich ursächlichen Behandlung: Der gestörte Biorhythmus der beiden Botenstoffe im Gehirn muss überwunden werden – am besten durch Licht und Bewegung. Man sollte zunächst das natürliche Lichtangebot und die Bewegungsmöglichkeiten in der eigenen Region konsequent nutzen, um den Teufelskreis aus Licht- und Aktivitätsmangel und Depression zu durchbrechen. Das heißt: Raus an die Luft, das noch vorhandene Tageslicht (auch bei bedecktem Himmel) nutzen und bewegen – dies möglichst täglich und bereits vor dem Beginn der Winterdepression! Wenn dies nicht möglich ist oder nicht ausreicht, kommt eine Lichttherapie mit speziellen Kunstlicht-Quellen zum Einsatz. Diese Behandlung kann bereits vorbeugend mit gutem Erfolg angewendet werden. Entscheidend ist dabei offenbar der Lichteinfall auf die Netzhaut in den frühen Morgenstunden. Nur dann, wenn eine ursächliche Behandlung nicht den erhofften Erfolg bringt, sind eventuell Antidepressiva – vorzugsweise erst einmal pflanzliche Präparate wie Johanniskraut – als symptombezogene Therapie angebracht. In diesem Fall wäre zunächst der Hausarzt, dann ggf. ein Facharzt für Psychiatrie zu konsultieren. von Dr. med. Matthias Fischer | 29

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