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KnapsackSPIEGEL 11-12/2020

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Das Magazin des Chemieparks Knapsack

JOHANNES MEYER, SYNLAB

JOHANNES MEYER, SYNLAB Die ausführlichen Interviews lesen Sie auf chemiepark-knapsack.de in der Rubrik „News“. AN WELCHES POSITIVE EREIG- NIS IN 2020 DENKEN SIE GERN ZURÜCK? Wir konnten in diesem Jahr ein zweites NMR-Gerät installieren und uns so noch breiter und letztlich auch ausfallsicherer aufstellen. Die Installation solch eines Großgerätes kommt nicht alle Tage vor; dies „live“ zu erleben, war eine sehr spannende Erfahrung. WAS HABEN SIE IN DEN LETZ- TEN MONATEN AM MEISTEN VERMISST? Festivals und Konzerte! Das ist seit langem das erste Jahr, in dem unser Konzertkalender letztlich leer geblieben ist, da alle schon gebuchten LUDGER DINKELBACH, STATKRAFT WIE BEURTEILEN SIE DAS NUN ZU ENDE GEHENDE JAHR FÜR IHR UN- TERNEHMEN AM STANDORT KNAPSACK? Konzerte abgesagt wurden. Besonders schade ist der Ausfall eines kleinen Festivals, zu dem wir seit einigen Jahren regelmäßig als Familie fahren und sogar unsere inzwischen (mehr oder weniger) erwachsenen Kinder anreisen. Als aktiver Hobby-Musiker und Karnevalist steht mir allerdings noch eine „schlimme“ Zeit bevor: Karneval ohne alles, was dazu gehört. WAS WÜNSCHEN SIE SICH FÜR DAS KOMMENDE JAHR? Geschäftlich war es ein sehr gutes Jahr, unsere beiden Kraftwerke sind deutlich mehr in Betrieb gewesen, als im Vorjahr für 2020 prognostiziert. Dem Kraftwerksteam hat das einiges abverlangt, zumal in Verbindung mit den Einschränkungen und Sorgen wegen COVID-19. Es überwiegt aber die Freude über die für Gaskraftwerke positive Marktentwicklung und die daraus resultierende positive Perspektive auch für den Kraftwerksstandort Knapsack. WIE BEURTEILEN SIE – NACH HEUTIGEM STAND – DIE WEITERE ENTWICKLUNG FÜR IHR UNTERNEHMEN AM STANDORT? Die Voraussetzungen für einen langfristig erfolgreichen Betrieb der Kraftwerke sind sehr gut. Wir dürfen uns aber nicht auf den erfreulichen Ergebnissen des laufenden Jahres ausruhen, sondern müssen jetzt für die Zukunft planen und den Standort technisch und personell weiterentwickeln. JÜRGEN EICHLER, VINNOLIT Einen Impfstoff und dass wir alle für uns persönlich einen guten Weg finden, gut mit dieser Situation umzugehen. Wir werden sicherlich noch eine Lernkurve durchlaufen müssen und als Gesellschaft austarieren, inwieweit wir dieses Virus als Teil des allgemeinen Lebensrisikos akzeptieren. WAS WAR IHR HIGHLIGHT 2020 IM BERUF UND GENERELL? Thema dieser Tage bleiben das Corona-Virus und die dadurch ausgelösten wirtschaftlichen Verwerfungen. Egal, ob man die Nachrichten verfolgt oder mit Bekannten telefoniert, im privaten Umfeld wie am Arbeitsplatz: Corona dominiert den Alltag mit vielen damit verbundenen Erschwernissen und Einschränkungen. Auch bei Vinnolit sind wir im „Krisenmodus“: Die Pandemie bedroht unser aller Gesundheit und bringt Herausforderungen für unser Geschäft. Mein persönliches Highlight: die Art und Weise, wie wir bei Vinnolit mit dieser Herausforderung umgegangen sind und dass wir hier bislang relativ erfolgreich durch das Jahr gekommen sind, auch weil wir als „virtuelles“ Team gut funktionieren. WOFÜR SIND SIE AM ENDE DIE- SES JAHRES DANKBAR? Für die Unterstützung der Mannschaft in der Pandemiesituation und die Besonnenheit mit der wir die Situation mit der Pandemie angegangen sind und bisher bestanden haben. Jeder einzelne hat hier seinen Beitrag geleistet. 20 | KNAPSACKSPIEGEL 12.2020

ACHIM RODEKIRCHEN, LYONDELLBASELL MARCO MENCKE, REA WELCHE VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PANDEMIE WERDEN LANGFRISTIG IN IHREM UNTERNEHMEN BESTAND HABEN? Die Digitalisierung des Unternehmens wurde in Zeiten von COVID-19 deutlich vorangetrieben. Seit Ausbruch der Pandemie erfolgen Meetings und Zusammenkünfte fast ausschließlich über Skype oder Microsoft Teams, gleichgültig ob intern oder extern. Selbst eine Inspektion oder Zertifizierung wird heute (soweit wie möglich) virtuell durchgeführt. Notwendige Zusammenkünfte erfolgen ausschließlich nach Hygienevorgaben, wie dem Tragen einer Maske, Abstandshaltung und regelmäßigem Lüften. Gegenseitige Rücksichtnahme ist der Schlüssel. Diese Vorgaben sind fester Bestandteil im Berufsumfeld und im Privaten geworden. Ihre Einhaltung ist ein Schutz für uns alle. DENKEN SIE, DASS SIE WEIHNACHTEN DIESES JAHR WIE GEWOHNT FEIERN KÖNNEN? Nein, wir denken darüber nach, mit der engsten Familie eine Alternativfeier im Freien mit Lagerfeuer und Glühwein durchzuführen. DR. HARALD BERNARD, BASF WIE BEURTEILEN SIE DIE WEI- TERE ENTWICKLUNG FÜR IHR UNTERNEHMEN AM STANDORT? Wir haben im Oktober die Konsolidierung unseres globalen Glufosinat-Ammonium-Produktionsnetzwerkes verkündet. Dazu zählt auch die Stilllegung einer der drei MPE-Produktionsanlagen in Knapsack. Die beiden verbleibenden Anlagen werden wir durch weitere Investitionen optimieren, um hier möglichst hohe Produktionsmengen zu ökonomisch günstigen Bedingungen zu produzieren. So stärken wir langfristig unser GA-Geschäft und damit auch die MPE-Produktion in Knapsack, die die Basis für die GA-Produktion der BASF ist und bleibt. WELCHEN HERAUSFORDERUN- GEN MUSSTE SICH DIE RHEIN- ERFT AKADEMIE GMBH STELLEN? WIE IST DIE STIMMUNG BEI IHREN MITARBEITERN? Durch den angekündigten Entfall einiger Positionen am Standort gibt Bereits im Jahr 2019 hat die Rhein-Erft es natürlich eine gewisse Unsicherheit Akademie ihre Aus- und Weiterbildungsinhalte in unserer Belegschaft. Wir nehmen um digitale Lernmedien Die guten Kontakte zu Schulen und In- dies sehr ernst und möchten dem mit ergänzt und neben der technischen stitutionen bewähren sich aktuell und Transparenz und kontinuierlichem Ausstattung auch die Software modernisiert. wir werden, zwar mit Mehraufwand, Austausch begegnen. Wir arbeiten mit Im zugehörigen Berufskolleg die notwendige Bewerberanzahl bis der Arbeitnehmer-Vertretung an der wurden schon seit Jahren digitale zum neuen Ausbildungsjahr erreichen. Zielorganisation, um unseren Mitarbeitern Lerninhalte eingebunden. Alle Bereiche baldmöglichst vollkommene hatten jedoch noch keine oder WAS WERDEN SIE VORAUS- Klarheit verschaffen zu können. Dabei nur geringe Erfahrungen mit dem SICHTLICH AUS DER KRISE MIT- möchten wir personelle Maßnahmen digitalen Live-Unterricht im virtuellen NEHMEN UND BEIBEHALTEN? weitgehend vermeiden und, falls dies Klassenzimmer. Eine weitere große In der Rhein-Erft Akademie werden nicht möglich sein sollte, diese sozialverträglich Herausforderung war die Wiederaufnahme wir in Zukunft ein „Hybridmodell“ in gestalten. Allem voran des Präsenzunterrichts und der der Weiterbildung umsetzen. Hierbei steht unser Wunsch, möglichst vielen praktischen Werkstattausbildung. So wird Selbstlernen mit Lernmedien, Mitarbeitern eine Zukunft bei BASF zu mussten wir fast alle Aus- und Weiterbildungen virtuellen Klassenzimmern und Prä- ermöglichen. Zum anderen habe ich bei komplette neu planen, senzphasen kombiniert. Der Vorteil ist der Verkündigung unserer Pläne auch um Gruppen zu teilen und um ausgefallene neben der Ersparnis von Fahrtzeit für eine konstruktive Stimmung wahrge- Praxisteile nachzuholen. Eine die Teilnehmer*innen auch eine Annommen. Viele Kollegen schauen be- Herausforderung ist zur Zeit auch die passung an die persönliche Situation. reits nach vorne, sind lösungsorientiert Suche nach neuen Auszubildenden. Je nach individuellem Lernfortschritt, und sehen neben dem Aufwand auch Weil Messen, berufskundliche Tage Schichtdienstmodell und eigenem die Chancen, die sich durch die Veränderungen und Ausbildungsplatzbörsen abgesagt Lernverhalten sind die Teilnehmer ergeben. Denn unser Ziel ist wurden, sind unsere Möglichkeiten dann in der Hälfte der Weiterbildung es, das gesamte GA-Geschäft und damit immer noch stark eingeschränkt. frei in ihrer Zeiteinteilung. auch unseren Standort Knapsack abzusichern. KNAPSACKSPIEGEL 12.2020 | 21

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