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KnapsackSPIEGEL 11-12/2020

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Das Magazin des Chemieparks Knapsack

„Besonders gut

„Besonders gut gefallen hat mir das Hygienekonzept der YNCORIS und die Kommunikation mit allen Beteiligten. Die war einwandfrei und stets auf einem sehr hohen professionellen Niveau.“ Marcel Godesberg, Kreisleitstelle Rhein-Erft-Kreis gilt es zum Beispiel die gemeinsame Kommunikation – wir Feuerwehrleute sprechen vom Funkkonzept – abzustimmen oder Experten für bestimmte Einsatzfragen wirksam einzusetzen.“ Die Feuerwehr Hürth nutzte die Gelegenheit und stand nicht nur mit mehreren Löschzügen bereit, sondern testete auch eine Drohne, mit deren Wärmebildern die Einsatzkräfte den Ereignisort selbst im Dunkeln überblicken konnten. Auch für die Hundeführer der Rettungshundestaffel sind Einsätze in einem Chemiepark selten – und daher eine gute Möglichkeit, um das Verhalten der Tiere bei den besonderen Gegebenheiten und Gerüchen zu beobachten. Für die Hunde war die Umgebung allerdings kein Problem, sie erschnüffelten die vermisste Person bereits nach fünf Minuten. ERFOLGREICH UMGESETZTE CORONA-SCHUTZMASSNAHMEN Die Vorbereitung einer solchen Übung ist bereits unter normalen Bedingungen aufwändig. In diesem Jahr sorgten vielfältige Maßnahmen gegen das Coronavirus für zusätzlichen Aufwand. „Wir haben die Erfahrungen und Best Practices aus unseren Einsätzen und dem Stillstandsmanagement der vergangenen Monate genutzt, um für alle Beteiligten eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten“, so Schütz. So trugen alle Beteiligten im gesamten Gebäude FFP2-Masken. „Auf Dauer wird es unter den Masken schon etwas heiß, aber ich habe mich die ganze Zeit sicher gefühlt und bin vom Hygiene-Konzept überzeugt“, sagte Dr. Wulf Dietrich, Betriebsleiter bei Bayer, der bei der Übung den Werkskrisenstab leitete. Auch am Ereignisort herrschte Maskenpflicht, wo immer der erforderliche Mindestabstand nicht eingehalten werden konnte. Die Corona-Hygieneregeln brachten nicht nur mehr Aufwand in der Vorbereitung mit sich, sie schufen auch eine ruhigere Atmosphäre im Krisenstabsraum. Denn ein Teil der Mitglieder hatte sich diesmal auf andere Räume verteilt. Gleichzeitig nutzten die Organisatoren die Situation, um erstmals erfolgreich Einsatzdaten via Microsoft Teams auszutauschen. „Es war toll zu sehen, wie die Kollegen aus unterschiedlichen Unternehmen zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen.“ Dr. Wolfgang Schick, CABB 8 | KNAPSACKSPIEGEL 12.2020

WER MACHT WAS? Der Notfallmanager stuft das Ereignis ein, setzt bei Bedarf die Meldung an die Behörden ab, beruft den Werkskrisenstab ein und veranlasst die Auslösung von Sirenen. Er bildet mit dem Einsatzleiter der Werkfeuerwehr, einem Ansprechpartner des betroffenen Betriebs sowie der externen Einsatzkräfte die technische Einsatzleitung des Chemieparks Knapsack. Der Werkskrisenstab leitet alle Maßnahmen, die nicht die Schadenbekämpfung direkt betreffen. Er koordiniert die Kommunikation innerhalb des Chemieparks, mit der Öffentlichkeit, der Kreisleitstelle und Vertretern von Behörden und Berufsgenossenschaft. Die Bezirksregierung Köln ist die Aufsichtsbehörde für die Werkfeuerwehr und gleichzeitig die obere Katastrophenschutzbehörde. „Die Abläufe und die Kommunikation haben sehr gut funktioniert – und dass, obwohl die Lage für Außen stehende durch die verschiedenen Unternehmen im Chemiepark erst einmal unübersichtlich ist.“ Peter Fenkl, Kreisbrandmeister Um kurz vor 21:00 Uhr hieß es: Übung beendet. Das Fazit war durchweg positiv. Besonders gelobt wurde die wirksame Verzahnung von Werkskrisenstab, Feuerwehr und Behörde unter den herausfordernden Corona-Bedingungen. Mit-Organisatorin Schütz gefiel besonders die Atmosphäre während der Übung sehr gut: „Das enorme Engagement aller zeigt mir: Der Chemiepark hält zusammen.“ Ähnlich sah es auch Arno Büscher, der den Einsatz auf Seiten der Werkfeuerwehr leitete: „Die Abstimmung am Einsatzort hat sehr gut funktioniert. Durch die gemeinsame Übung können wir im Fall der Fälle außerdem viel offener und transparenter zusammenarbeiten.“ Auf den guten Erfahrungen will sich trotzdem niemand ausruhen. Schütz: „Wir werden das Feedback der Beteiligten nutzen, um unsere Prozesse immer noch ein bisschen besser zu machen. Dafür sind solche Übungen schließlich auch da.“ Spätestens in drei Jahren wollen die Organisatoren das Ganze wiederholen. Bis dahin üben die einzelnen Bereiche in kleinerem Rahmen weiter. Die untere Katastrophenschutzbehörde ist die Aufsichtsbehörde für die Gemeinden im Kreis und damit auch für die Stadt Hürth. Der dort ansässige Kreisbrandmeister ist der ranghöchste Feuerwehrmann im Kreis. Die Berufsgenossenschaft ist der Unfallversicherer der privaten Wirtschaft und gibt Unfallverhütungsvorschriften heraus, deren Einhaltung sie auch kontrolliert. Die Polizei ist oft Vertreter der Ordnungsbehörden, wenn diese nicht oder nicht rechtzeitig tätig werden können. Sie ermittelt auch in Chemieparks, ob bei Ereignissen gegen einschlägiges Recht verstoßen wurde. Die Feuerwehr trifft vorbeugende und abwehrende Maßnahmen bei Bränden, Unfällen und Naturkatastrophen, um Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu löschen, zu bergen und zu schützen. In der Kreisleitstelle gehen die Notrufe aus dem Rhein-Erft-Kreis ein. Als zentrale Schnittstelle koordiniert und dokumentiert sie alle Maßnahmen der öffentlichen Einsatzkräfte aus dem Kreis, zum Beispiel von Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Außerdem steht sie im Austausch mit den Behörden und dem Werkskrisenstab. KNAPSACKSPIEGEL 12.2020 | 9

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