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KnapsackSPIEGEL 12/2017

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

INDUSTRIE 4.0

INDUSTRIE 4.0 LOGISTIKSYSTEME DER ZUKUNFT Vorstellung eines innovativen Transportsystems von BASF im Feierabendhaus Knapsack P raktischer, effizienter und umweltfreundlicher als bisherige Logistiksysteme, das verspricht das neue Lager- und Transportkonzept von BASF. Im Mittelpunkt stehen dabei vollautomatische, autonom fahrende Transportfahrzeuge und neue Tank-Container samt Containerlager, die zukünftig herkömmliche Bahnkesselwagen ablösen und die Logistikbranche verändern sollen. Bei einer Sonderveranstaltung des Branchenkreises ChemieLogistik.NRW im Oktober im Feierabendhaus Knapsack konnten sich rund 30 Vertreterinnen und Vertreter der Chemie-Logistikbranche NRW live ein Bild von dem vollautomatischen Förderfahrzeug, dem sogenannten AGV (automated guided vehicles), und dem dahinterstehenden System machen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Rainer Schillinger, Leiter Logistik bei InfraServ Knapsack, und Dirk Emmerich, Vorsitzender des Branchenkreises Chemielogistik. NRW, übernahm BASF-Logistikexperte Holger Schmiers das Wort und erklärte das neue Lager- und Transportkonzept. Die neuartigen Fahrzeuge haben eine Länge von 16,5 Metern und fassen etwa 78 Tonnen. Auf 32 Rädern und acht lenkbaren Achsen ist es sogar möglich, seitwärts zu fahren – ein großer Vorteil gegenüber dem herkömmlichen Schienenverkehr. Um autonomes Fahren auf der Straße möglich zu machen, werden die mit einem Elektromotor ausgestatteten Transporter mit Sendern auf dem Boden über das Gelände geleitet. Der aktuelle BASF-Prototyp in Ludwigshafen ist zurzeit noch mit Kameras ausgestattet, damit ein Mitarbeiter im Notfall eingreifen könnte. In Zukunft soll das System aber so programmiert werden, dass sich die Transporter komplett autonom durch das Werk bewegen und dabei auch Hindernissen ausweichen können. Noch befindet sich das Projekt in den Kinderschuhen, aber BASF feilt weiterhin am Prototypen und plant im kommenden Jahr mit bis zu acht dieser Transporter in eine dauerhafte Testphase zu gehen. Ziel ist es, zukünftig den kompletten Transport- und Lagerprozess mit den autonomen Fahrzeugen und den neuen, höher stapelbaren Tank-Containern umzusetzen, um auf Illustrationen: artyway – Fotolia.com 10 | KNAPSACKSPIEGEL 12.2017

diese Weise sowohl die Transportwege zu verkürzen als auch die Logistik insgesamt effizienter zu gestalten. Nach Angaben von BASF lassen sich mit dem neuen System bis zu 25 Prozent der Kosten einsparen und durch den Elektromotor wird zudem die Umwelt geschont. Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Chemie-Logistikbranche NRW waren für die Innovation generell offen, kritisierten aber, dass sich das Konzept nicht ohne Weiteres auf jedes Unternehmen bzw. jedes Chemiewerk übertragen ließe. Was bedeutet das konkret für den Chemiepark Knapsack? „Autonom fahrende Fahrzeuge, wie es BASF plant, können wir im Chemiepark Knapsack so nicht umsetzen, aber für den Schienenverkehr sind die Tanks durchaus jetzt schon interessant. Bei uns würden sie dann den Bahnkesselwagen ablösen“, erläutert Rainer Schillinger und fügt hinzu: „In einer Zukunftsvariante ist vielleicht auch das autonome Fahren von kleineren AGVs im Chemiepark Knapsack denkbar“. GANZ NAH DRAN OSE-Geschäftsführer Mehmet Demir und seine rund 10 Mitarbeiter können beeindruckende Erfolge vorweisen Fachliches Können und viel Erfahrung – kombiniert mit einem Höchstmaß an Kundenorientierung und Flexibilität: So überzeugt das Team der InfraServ Knapsack OnSite Engineering GmbH seit zehn Jahren eine stetig wachsende Zahl von Auftraggebern. E rfahrene Verfahrenstechniker und Anlagenplaner, Konstrukteure und Ingenieure mit hoher Kompetenz in der Leitung von Projekten: Gut 120 echte „Könner“ arbeiten im Engineering von Infraserv Knapsack. Um mit diesen beachtlichen Kompetenzen neue Kunden für projektbezogene Dienstleistungen zu gewinnen, gründete InfraServ Knapsack im November 2007 die InfraServ Knapsack OnSite Engineering GmbH (OSE). Heute, zehn Jahre später, können OSE-Geschäftsführer Mehmet Demir und seine rund 10 Mitarbeiter beeindruckende Erfolge vorweisen: „Unser Kerngeschäft sind Ingenieurdienstleistungen für die Planung und den Betrieb von Industrieanlagen“, erklärt Demir, der zugleich auch für Infraserv Knapsack als Regionalleiter im Ruhrgebiet tätig ist. „Unser Team besteht in erster Linie aus Ingenieuren, die als Projektleiter für die Auftraggeber tätig werden. Wir bieten unsere Dienstleistungen bundesweit an, doch die meisten Kunden haben wir im Ruhrgebiet und im Rheinland. Die Projekte, deren Planung uns anvertraut wird, beinhalten in der Regel eine Vielzahl von Gewerken – und dabei kommen dann oft auch Experten aus dem Engineering von InfraServ Knapsack zum Zuge.“ ÜBER DEN TELLERRAND BLICKEN Manchmal richtet sich der aufmerksame „externe“ Blick auf vermeintlich Nebensächliches: Beim Chemie-Unternehmen OXEA in Oberhausen beispielsweise war einem OSE-Projektleiter aufgefallen, dass die Wartung der zu tausenden installierten Sicherheitsventile verbessert werden müsste. „Er empfahl unsere Wartungsspezialisten – und nach der Michael Strack (links) und Mehmet Demir im Dialog Ausschreibung erhielten wir den Zuschlag für Oberhausen“, berichtet Michael Strack, Leiter des Engineerings bei InfraServ Knapsack. „Die Expertise der OSE-Projektleiter hat uns auch andernorts geholfen, Aufträge zu gewinnen, unter anderem bei Chemtura in Bergkamen, bei Ineos in Köln, an den Leverkusener Standorten der Unternehmen Kronos und Momentive sowie bei Rütgers in Duisburg.“ Projektleiter Uwe Fischer verdeutlicht: „Wir sind eben ganz nah dran am Kunden – und wir blicken über den Tellerrand unserer spezifischen Projekte hinaus. Bei der OSE verfügen wir alle über die nötige Erfahrung, um Probleme zu sehen, zu benennen und Lösungsvorschläge zu machen. So arbeiten wir kundenorientiert und leisten gleichzeitig wertvolle Vertriebsarbeit für Infraserv Knapsack.“ KNAPSACKSPIEGEL 12.2017 | 11

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