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KnapsackSPIEGEL 12/2017

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Bayer AG, Crop Science

Bayer AG, Crop Science Division Mit 24 Tonnen fing alles an Vor 40 Jahren: Start der Pflanzenschutzproduktion in Knapsack An seinen ersten Arbeitstag im PSM 1-Betrieb kann sich Manfred Fleck nicht mehr erinnern. Kein Wunder: „Das liegt fast 40 Jahre zurück“, sagt der Schichtmeister. Er ist der Anlage bis heute treu geblieben. Fleck gehört zu den Männern der ersten Stunde in diesem Betrieb, der am 18. Juli 1977 angefahren wurde. Ein historisches Datum für den Standort: Mit der Herstellung des ersten Produktes – dem Insektizid Hostathion – wurde der Grundstein für die heutige erfolgreiche Wirkstoffproduktion in Knapsack gelegt. Gleichzeitig feierte auch der Versandbetrieb sein 40-jähriges Bestehen. B ei einer Geburtstagsfeier ließen die Anlagenmitarbeiter sowie Beschäftigte von Partnerfirmen die Geschichte Revue passieren. Unter den geladenen Gästen war auch Dr. Udo Schneider, Leiter der Wirkstoffproduktion bei Crop Science. „Die Anlage hat sich über die Jahrzehnte hinweg mit seinen stets motivierten Beschäftigten bewährt. Heute genießt sie als moderne Produktionsanlage einen hohen Stellenwert im Verbund mit den anderen Betrieben am Standort. Daran haben Sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den entscheidenden Anteil“, sagte Betriebsleiter Dr. Christian Münnich im Rahmen der Feier. HOLPRIGER START Der Produktionsbeginn vor 40 Jahren war hingegen alles andere als ein Bilderbuchstart: Lediglich 24 Tonnen konnten in den ersten fünf Monaten produziert werden. Die Mannschaft bekam die Anfangsschwierigkeiten aber schnell in den Griff, die Produktpalette konnte ausgeweitet und die Mengen deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig erfolgte der Ausbau der bisherigen Vertriebsabteilung zu einem Versandbetrieb. Er versorgte nach und nach auch die weiteren entstehenden Pflanzenschutzbetriebe mit Rohstoffen und verschickte die hergestellten Wirkstoffe in alle Welt. INVESTITIONEN VON 21 MILLIONEN EURO IN ZWÖLF JAHREN Nach wirtschaftlichen Durststrecken in den 90er Jahren legten die Verantwortlichen mit Beginn des 21. Jahrhunderts die Weichen für den heutigen Erfolg. Nach Umbauten und Modernisierungsmaßnahmen konnte die Produktpalette auf die Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse umgestellt werden. Auch Umweltschutz wird gelebt. Beispiel: Ein im Produktionsprozess eingesetztes Lösemittel wird recycelt und erneut eingesetzt. Besonderheit: Der PSM 1-Betrieb ist nicht nur Produktions-, sondern als einzige Anlage gleichzeitig auch Formulierbetrieb. Und zwar für das Fungizid Previcur gegen Kartoffelfäule und Kartoffelmehltau. Es ist das mit Abstand größte Produkt der Anlage. Zudem stellt PSM 1 die Wirkstoffe für den Safener Isoxadifen-Diethyl, das Saatgutbeizmittel Fluquinconazol sowie das Fungizid Propamocarb her. Die Gesamtwirkstoffmenge erreichte 2016 mit rund 6.300 Tonnen eine Rekordmarke. „Die Investitionszahlen lassen sich ebenfalls sehen: Von 2002 bis 2014 investierte das Unternehmen rund 21 Millionen Euro in den Betrieb“, ergänzt Standortleiter Bernd Nowack. BESTMARKEN AUCH IM VERSANDBETRIEB Auch der Versandbetrieb verzeichnete im zurückliegenden Jahr Bestmarken: Insgesamt bewegten die dort tätigen 30 Mitarbeiter fast 85.000 Tonnen – Tendenz steigend. „Wir beschäftigen hier ausschließlich Chemikanten und erreichen damit ein sehr hohes Qualifikationsniveau. Dies ist ein Garant unserer zuverlässigen Arbeit“, sagt Betriebsleiter Dr. Willy Reißel. Für die Zukunft ist der PSM 1-Betrieb gut gerüstet: „Wir sind sehr flexibel aufgestellt. Zurzeit bemühen wir uns darum, zwei weitere Produkte in unsere Palette aufzunehmen. Wir wollen die Erfolgsgeschichte fortsetzen“, so Münnich. Und was ist die besondere Motivation für Manfred Fleck? „Ich möchte meine Erfahrung und mein Wissen an die jüngeren Kollegen weitergeben. Damit die Anlage auch in den nächsten 40 Jahren top gefahren werden kann.“ 12 | KNAPSACKSPIEGEL 12.2017

SAFETY DAY Bayer AG, Crop Science Division Team Knapsack. Ein Ziel: Höchste Sicherheit D er Werkleiter als Arzt verkleidet? In weißem Kittel mit Stethoskop und Notfallkoffer ausgestattet? Warum denn nicht: „Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Die Unversehrtheit ist auch ein Ergebnis bester Sicherheitsarbeit. Um diese zu erreichen, müssen wir im Team zusammenarbeiten“, sagte Bernd Nowack, Standortleiter von Crop Science in Knapsack zum Auftakt des Safety Days. Die Begrüßungsworte von Nowack passten optimal zum neuen Jahresposter des Standorts. Motto: „Team Knapsack. Ein Ziel: Höchste Sicherheit.“ Das neue Jahresmotto ist in die Standortaktion „3P – Sicher in Knapsack“ und „Sicher im Team“ eingebettet. Es wird traditionell beim Safety Day verkündet. Pro Quartal machen ab sofort jeweils drei Poster unter der Überschrift „Kommunikation“ auf das sichere Arbeiten und den notwendigen Dialog aufmerksam. Auch Dr. Dirk Backhaus, Leiter Product Supply der Division Crop Science, machte sich ein Bild von den zahlreichen Aktivitäten und zeigte sich vom Engagement der Beschäftigten beeindruckt. Im 20 Meter langen, weltweit größten begehbaren Darmmodell informierten Experten der Ärztlichen Abteilung darüber, wie wichtig rechtzeitige Darmkrebsvorsorge ist. Jeder Interessent erhielt ein Infoblatt mit Gutschein für einen kostenlosen Test. Bei „Ausstellungen zum Anfassen“ bestand Gelegenheit, sich über IT-Sicherheit, Wärmetauscher, Kompensatoren, Sicherheitsventile und sicheres Verschrauben von Flanschverbindungen mit Hytorc zu informieren. POSITIVES FAZIT Die Feuerwehr war mit einem Einsatzcontainer vor Ort und zeigte den neuen Initiativfilm, der auf sehr emotionale Weise zum Nachdenken anregt. In dem Streifen wird ein Mitarbeiter mit dem Unfall eines Kollegen konfrontiert. Der Film macht klar: Rettungskräfte nicht behindern, sondern mit dem richtigen Verhalten ermöglichen, dass sie schnell helfen können. Jede Minute zählt. Und wenn's um die Kommunikation geht, erläuterte Dorothea Kenny von der Firma INSITE den gesunden Umgang mit Smartphone & Co. „Der diesjährige Safety Day ist mit über 400 Besuchern auf regen Zuspruch gestoßen. Er ist für uns ein wichtiger Baustein, um Sicherheit und Gesundheitsschutz weiter voranzubringen“, zog QHSE-Manager Dr. Hans-Joachim Danz ein positives Fazit. KNAPSACKSPIEGEL 12.2017 | 13

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