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KnapsackSPIEGEL 5/2022

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Das Magazin des Chemieparks Knapsack

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GROSSÜBUNG IM CHEMIEPARK Werkfeuerwehr und öffentliche Feuerwehren der Region üben gemeinsam für den unwahrscheinlichen Ernstfall Das Aufgebot an Feuerwehr-Löschzügen und Rettungsfahrzeugen ist immens: Rund 150 Einsatzkräfte passieren am 24. September das Tor Hürth des Chemieparks Knapsack. Die Großübung eines Notfalls mit vielen Verletzten, initiiert von YNCORIS, entstand in Zusammenarbeit mit Feuerwehren und Rettungskräften aus Hürth und dem Rhein-Erft-Kreis. Beobachter, besetzt mit behördlichen Führungskräften, begleiten und erfassen die Aktion zur weiteren Auswertung. Die Übung selbst und ihre Analyse ist ein Erfahrungsgewinn in puncto Großeinsatz für alle beteiligten Rettungskräfte und erhöht somit das Sicherheitsniveau ihres Sektors. D as gespielte Ausgangsszenario: In einer chemischen Produktionsanlage kam es zur Beschädigung einer Rohrleitung. Eine größere Menge des freigesetzten Rohprodukts wurde in einer Auffangtasse betrieblich zurückgehalten. Es bildeten sich brennbare Gase, die sich entzünden. Durch die Explosion, entstehende Brandgase und Zersetzungsprodukte verletzten sich 23 Personen unterschiedlich schwer. „Wir wählten ein realistisches Szenario mit unterschiedlichen Auswirkungen in der Gefahr“, erläutert Ralf Lassmann, Leiter der Werkfeuerwehr Chemiepark Knapsack: „Mit mehr als 20 Verletzten inszenieren wir eine sogenannte MANV-Situation, Massenanfall von Verletzten. Denn dann wird die Interaktion mit einer großen Anzahl an externen Rettungseinheiten relevant. Jede Feuerwehr ist in sich ein absolut eingespieltes Team, anders geht es gar nicht. Doch wie läuft es, wenn einander fremde Feuerwehren einen Großeinsatz stemmen sollen? Sich zuvor bekannt zu machen in Kommunikation und Arbeitsweise, ihr Zusammenspiel im Rahmen einer Übung zu trainieren, ist von Vorteil.“ Am Übungstag qualmt es ordentlich, aber ungiftig: Graue und gelbe Rauchschwaden hängen in der Luft. Die Verletzten-Darsteller sind je nach Rolle aufwendig geschminkt bzw. „Hier treffen viele Organisationen mit Mannschaft und Gerät aus der Gefahrenabwehr Rhein-Erft-Kreis zusammen, das gilt es zu beüben!“ Ralf Lassmann Leiter Werkfeuerwehr 16 | KNAPSACKSPIEGEL 5 / 2022

„Einsatzabläufe trainieren, Kommunikation optimieren – praktische Übungen sind unersetzlich.“ Jürgen Groborz Leiter Standortsicherheit optisch authentisch zugerichtet. Sie begeben sich auf ihre Positionen, so auch ein junger Mann, der einen Schwerverletzten darstellt. Dann geht es los: Die Hilferufe der „Verletzten“ setzen die erst eintreffende Werkfeuerwehr unter Druck. Eine von vielen Aufgaben ist neben der Gefahrenpriorisierung, die Verletzten möglichst schnell aus der Gefahrenzone zu bringen zur medizinischen Erstversorgung. Für den Transport des „Schwerverletzten“ wird ein Helikopter angefordert. Krankenhaus-Check: Welche Klinik hat Kapazitäten, diese Verletzung sofort zu behandeln? Die Zeit läuft; der steigende Adrenalinpegel der Mannschaft ist echt. Neben der Menschenrettung sind die Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr mit Unterstützung der öffentlichen Einsatzkräfte mit der Bekämpfung des Brandes und dem Niederschlagen der Rauchgase gebunden. Zur Koordination aller Aktivitäten wurde durch den Rhein-Erft-Kreis im Umfeld der Einsatzstelle eine mobile Leitstelle aufgebaut. Die „Verletzten“ sind schnellstmöglich aus dem Gefahrenbereich zu bringen Lagesichtung, Gefahreneinschätzung: Die Werkfeuerwehr ist zuerst am Ereignisort. KNAPSACKSPIEGEL 5 / 2022 | 17

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