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KnapsackSPIEGEL 5/2022

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Das Magazin des Chemieparks Knapsack

Die Absolvent:innen des

Die Absolvent:innen des Jahres 2022 starten optimistisch ins Berufsleben. Jetzt für 2023 bewerben! Zum Zeitpunkt der Feierstunde zählte YNCORIS 88 Auszubildende. Das Auswahlverfahren für 2023 ist bereits gestartet. Wir freuen uns auf Bewerbungen über unsere Karriereseite: https://www.yncoris.com/ karriere/einstieg/auszubildende für diese Berufe: Industriemechaniker, Mechatroniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Fachinformatiker, Industriekaufmann, Kfz-Mechatroniker (alle jeweils w/m/d). GEHE NICHT ÜBER LOS UND LASS‘ NICHT DIE GESCHÄFTSLEITUNG SPRECHEN Oder: Warum YNCORIS‘ eigener Nachwuchs gerade jetzt anpacken und für Themen einstehen will V ielleicht lag es am neuen Raum, dem Blauen Salon, vielleicht am Wetter, sicherlich an den Menschen und eventuell am Anlass! Etwas Besonderes lag in der Luft bei diesem Zusammenkommen: Ende der Ausbildung, Neueintritt ins Berufsleben und dann hat man sich schon länger nicht mehr in der Gemeinschaft gesehen. Da war der Austausch untereinander wichtiger, als große Worte über sich zu hören. Im Jahr 2022 haben Auszubildende aus zwei Jahrgängen ihre Abschlussprüfung erfolgreich abgeschlossen. „Das sind zwei ganz besondere Jahrgänge“ betonte Ausbildungsleiter Dirk Borkenhagen. „Der 2018er-Jahrgang startete noch zu InfraServ Knapsack-Zeiten, der 2019er ist der erste YNCORIS-Jahrgang und bei beiden war Corona zu Beginn noch ein Fremdwort, was sich leider im Laufe der Ausbildung bekanntermaßen änderte. Immerhin konnten Sie alle noch eine Ausbildungsfahrt erleben, was bestimmt zum guten Gemeinschaftsgefühl beigetragen hat.“ Das offene Ohr schätzen alle an ihren Kolleginnen und Kollegen sowie den Führungskräften – und die Möglichkeit, die Vielfalt von YNCORIS in nahezu allen Bereichen und an nahezu allen Standorten erfahren zu können. Veränderung und Entwicklung war erlebbar und manchmal sehr herausfordernd. „Der Wechsel nach Dormagen war nicht mein Wunsch, jedoch ist es heute absolut mein Ding dort zu arbeiten“, berichtete Luis Föllmer, der nun seine Kollegen motivierte, auch diese Teams zu verstärken. Ralf Müller und Christoph Kappenhagen freuten sich über diese Sichtweise, sich trotz Die Ausbildung bei YNCORIS ist ausgezeichnet und in bundesweiten Rankings von Ausbildungsbetrieben seit Jahren vorne mit dabei. Bereits zehn Mal in ununterbrochener Reihenfolge erhielt das Unternehmen die Urkunde „Die Besten“ der IHK Köln. Bedenken auf die neue Aufgabe einzulassen und dann festzustellen, welches Potenzial dahintersteckt. Zusammen mit Nina Vering vom Betriebsrat beglückwünschten sie die neuen Kolleginnen und Kollegen und begrüßten es sehr, dass alle ihren Berufsweg bei YNCORIS weitergehen möchten. Beim Austausch stellten die ehemaligen Azubis fest: „Wir stehen für eine neue Generation mit Ideen und Vorstellungen im Bereich Arbeitssicherheit, die geprägt waren durch Lernen und Erleben im Team und beim Kunden, auch schon mal durch Fehler.“ Hier waren sich alle einig, dass es bei dem Thema Sicherheit keine Kompromisse geben darf. Die Geschäftsleitung sicherte volle Rückendeckung zu, dass bei unsicheren Situationen die Arbeit sofort gestoppt werden soll. „Wir wollen, dass alle nach der Arbeit gesund nach Hause kommen!“ Nach dem „Runden-Tisch-Austausch“ verlagerten sich die Gespräche an Stehtische in lockerer Atmosphäre. Leckereien aus der Küche und ein Präsent für jede:n sorgten für einen guten Abschluss einer Lebensphase und einen Start in einen neuen Abschnitt. 22 | KNAPSACKSPIEGEL 5 / 2022

ES STINKT – ABER NICHT AUS DEM CHEMIEPARK Seit vielen Monaten wabern immer wieder üble Gerüche durch Hürth und Brühl. Jetzt hat die Bezirksregierung relevante Verursacher identifiziert. Der Chemiepark Knapsack ist es nicht. E r tritt insbesondere nachts oder in den frühen Morgenstunden auf: der Gestank, der viele Menschen in Hürth, Brühl und Umgebung belastet. Von chemisch, modrig-faulig oder gülleähnlich bis hin zu „wie Schweißfüße“ reichen die Schilderungen. Denn Geruch ist eine subjektive Wahrnehmung und lässt sich schwer beschreiben. Die Verursacher ließen sich bisher jedoch nicht finden. Nun hat die Bezirksregierung den Kreis erstmals deutlich eingegrenzt. In ihrer Pressemitteilung verweist sie neben einer Eisengießerei in Brühl auf Anlagen der Abfallentsorgung. Erste Maßnahmen, um die Geruchsemissionen einzudämmen, habe die Bezirksregierung mit den Unternehmen bereits abgestimmt. „Wir sind erleichtert, dass die aufwendigen Untersuchungen durch die Behörden nun endlich neue Erkenntnisse geliefert haben und weitere Unternehmen als relevante Verursacher identifiziert werden konnten – und natürlich auch, dass die Betriebe des Chemieparks Knapsack damit als Verursacher ausgeschlossen wurden“, sagt Thomas Kuhlow, Pressesprecher von YNCORIS. „Unser Interesse an einer Lösung des Themas war immer groß, denn es beeinträchtigt unser traditionell gutes Verhältnis zu den Menschen rund um den Standort.“ NICHT ALLES, WAS CHEMISCH RIECHT, KOMMT AUS DEM CHEMIEPARK Der Chemiepark Knapsack stand wiederholt im Verdacht, für die Geruchsbelästigung verantwortlich zu sein. Schließlich liegt für viele der Schluss nahe, dass Gestank auch immer etwas mit Chemie zu tun haben müsse. Dabei können auch andere Prozesse chemisch anmutende Gerüche verursachen. „Die Anlagen im Chemiepark Knapsack sind so ausgelegt, dass Geruchsemissionen sehr stark eingeschränkt sind“, erklärt Jürgen Groborz, Leiter Standortsicherheit von YNCORIS. Auch Bezirksregierung und LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen) kamen bei einer intensiven Begehung im Chemiepark Mitte Februar zu dem Ergebnis, dass nur in einzelnen Bereichen der Anlagen lokal charakteristische Gerüche auftraten, die aber bereits im näheren Umkreis innerhalb der Chemieparkgrenzen nicht mehr wahrnehmbar waren. „Trotzdem kommunizieren wir schon immer mögliche, lokal und zeitlich begrenzte Geruchsentwicklungen im Zusammenhang mit besonderen Betriebsvorgängen oder auch Reinigungsarbeiten im Chemiepark transparent und im Vorfeld – in Richtung Behörden, aber auch immer in Richtung Öffentlichkeit“, so Groborz weiter. Hintergrund der Aktion Das Thema Geruchsbelästigung begleitet die Bewohner*innen und Unternehmen in Hürth seit einigen Jahren. Schon 2018 rief die Stadt Hürth einen runden Tisch ins Leben. Derzeit können sich Betroffene über eine Plattform im Internet melden. Die Bezirksregierung Köln hat zudem als Koordinierungsstelle ein qualifiziertes Fallmanagement und intensive Vor-Ort-Kontrollen in den betroffenen Gebieten installiert. Beteiligt sind außerdem die Städte Hürth, Erftstadt und Brühl, die Bezirksregierung Arnsberg sowie der Rhein-Erft-Kreis. DEM GESTANK AUF DER SPUR Über unterschiedliche Methoden unterstützten die Verantwortlichen im Chemiepark Knapsack die Suche nach der Ursache dieser großflächig auftretenden Gerüche. Dazu gingen die Notfallmanager unter anderem jeder Beschwerde nach, die sie über das Bürgertelefon erreichte. Der Werkschutz fuhr tags und nachts zusätzlich Streife mit Immissionskontrollen und versuchte, die Gerüche im Umfeld des Chemieparks wahrzunehmen. Das Notfallmanagement wertete die Geruchsfeststellungen und Beschwerden aus und verglich Position und Charakteristik mit anderen Daten, zum Beispiel zu Wetter und Windrichtung. Auf die Wetterdaten des Chemieparks greift auch die Bezirksregierung Köln zu. Gemeinsam mit weiteren Unternehmen gab YNCORIS zudem eine sechsmonatige Rasterbegehung durch ein unabhängiges und notifiziertes Gutachterbüro in Auftrag. Dabei wurden 95 Messpunkte in Brühl, Erftstadt und Hürth mehrfach nach wissenschaftlichen Methoden untersucht. Fachlich begleiteten LANUV und Bezirksregierung das Projekt, das am 31. August endete. Die Auswertung der Ergebnisse läuft derzeit. Die Hoffnung aller Beteiligten ist nun groß, dass die Geruchsbelästigungen bald ein Ende haben könnten. Klar ist jetzt immerhin: Es ist nicht zwingend ein Chemieunternehmen, wenn’s chemisch riecht. Foto: Diego Cervo – stock.adobe.com KNAPSACKSPIEGEL 5 / 2022 | 23

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