Aufrufe
vor 2 Wochen

KnapsackSPIEGEL 5/2022

  • Text
  • Sgs
  • Jürgen erlemeier
  • Thomas westerfeld
  • Sigrid bender
  • Nova institut
  • Arno todt
  • Kläranlage
  • Abwasseraufbereitung
  • Christoph schneiders
  • Chemcologne
  • Werkskrisenstab
  • Rhein erft akademie
  • Meine position ist spitze
  • Erasmus
  • Großübung
  • Wwwchemieparkknapsackde
  • Feuerwehr
  • Ausbildung
  • Clariant
  • Yncoris
Das Magazin des Chemieparks Knapsack

SPITZENPOSITION ZU

SPITZENPOSITION ZU VERGEBEN Im Chemiepark Knapsack erprobten sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Aktion „Meine Position ist spitze“ als Führungskräfte in fünf Standortunternehmen Bereits seit 2015 machen Führungskräfte aus der chemischen Industrie im Rahmen der Brancheninitiative ChemCologne für einen Tag ihren Posten für interessierte junge Menschen frei. „In diesem Jahr haben insgesamt 45 Schüler*innen die Gelegenheit genutzt, auf einem Chefsessel Platz zu nehmen. Das ist Rekord“, freut sich Daniel Wauben, Geschäftsführer der ChemCologne. Fünf davon waren im Chemiepark Knapsack im Einsatz. WIESO, WESHALB, WARUM? Einen Tag im Top-Job. Das klingt spannend und aufregend, verspricht besondere Einblicke und außerdem eine Chance. Denn nähert sich die Schullaufbahn ihrem Ende, wird die Frage danach, wie es weitergeht, immer drängender. Eine Orientierungshilfe kommt da gelegen. Am 23. August ergriffen fünf Jugendliche die Möglichkeit, attraktive Positionen im Chemiepark Knapsack unter die Lupe zu nehmen. Die Aktion birgt gleichzeitig auch Chancen für die beteiligten Unternehmen aus der chemischen Industrie: die Möglichkeit, sich zu präsentieren, den Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften aufzubauen, neuen Input zu bekommen, sich in Selbstreflexion zu üben im Angesicht der direkten, unverstellten Fragen der Jugendlichen. MOMENTAUFNAHMEN Als die Kurzzeit-Führungskräfte in Begleitung der eigentlichen „Amtsinhaber*innen“ zum wohlverdienten Mittagssnack im Feierabendhaus eintreffen, liegen schon einige Stunden hinter ihnen, die mit Aufgaben und Eindrücken nicht gegeizt haben. Alle fünf sind begeistert und randvoll mit dem Erlebten. Die Menschen, deren Job sie für diesen Tag übernehmen, sind nicht weniger erfreut über ihre jungen Kolleg*innen. Dr. Carsten Buchaly, Betriebsleiter bei BASF, bringt es auf den Punkt: „Ich schätze den Austausch mit den Jugendlichen. Was treibt sie um? Sie sind die Arbeitskräfte von morgen und wir brauchen gute Leute!“ 4 | KNAPSACKSPIEGEL 5 / 2022

„Seit heute Vormittag weiß ich, für wie viele Dinge man als Leiter Standortbetrieb Verantwortung trägt. Wir sind durch den Chemiepark geradelt, zum Beispiel zur Kantine und zum Rückkühlwerk. Eine Besichtigungstour mit dem Fahrrad! Ich bin sehr beeindruckt.“ PASCAL HONG, 17 JAHRE, AUS DÜSSELDORF/ DR. CARSTEN BUCHALY BETRIEBSLEITER BASF „Ich hatte mir ja im Vorfeld schon gedacht, dass der Job anstrengend ist, aber heute Morgen mussten wir mit so vielen Leuten sprechen und so viel regeln. Einen Betrieb zu führen und gut zu kommunizieren, ist echt eine Herausforderung!“ D er 17-Jährige beginnt im Herbst ein Studium an der ETH Zürich, Fachgebiet: Umweltnaturwissenschaften. Der Tag zeigte ihm, mit welchen Herausforderungen Betriebsleiter in der chemischen Industrie konfrontiert werden und dass neben Fachwissen auch Führungskompetenz gefordert ist. Er erzählt, dass er sich mittendrin und voll akzeptiert fühlt. „Wir geben heute alles!“, lacht Buchaly. „Die Busrundfahrt wird Pascal heute auslassen. Am Nachmittag gibt’s noch ein Meeting, in dem es um eine Genehmigung geht. Da will ich ihn unbedingt dabeihaben.“ JONAS JUCHELKA, 16 JAHRE, AUS AACHEN/ THOMAS THEISEN LEITER STANDORTBETRIEB YNCORIS „Heute Morgen hatte ich schon E ine besondere Erfahrung – im einen Call mit wahrsten Sinne des Wortes –, den Kollegen von wie der Schüler findet. Sein CABB in China. Chemielehrer hatte ihn motiviert, sich Aufregend!“ bei „Meine Position ist spitze“ zu bewerben. Für Jonas ist es spannend, wie alles im Chemiepark ineinandergreift und PIA ALBIGER, welche Themen zum Tragen kommen, 16 JAHRE, AUS BONN/ wie zum Beispiel Nachhaltigkeit oder DR. WOLFGANG SCHICK CO 2 -Ausstoß. An der Position gefällt STANDORTLEITER CABB ihm der Mix aus Chemie und praktizierter Unternehmenskultur. Thomas KNAPSACK Theisen wiederum, der an diesem Tag A uf der Agenda für den Vormittag standen für Pia seinen Stuhl für Jonas geräumt hat, Albiger außer der Videokonferenz mit China als Legal schätzt, wie exzellent sich sein Vertreter auf den Tag vorbereitet hat. platz, ein Sicherheitsrundgang im Betrieb und eine Prüfung Representative schon eine Einweisung am Arbeits­ der ZEL-Räume als diensthabende zentrale Einsatzleitung für den Werkskrisenstab. Dr. Wolfgang Schick von CABB outet sich als – wie er augenzwinkernd selbst sagt – „Wiederholungstäter“ in Sachen „Meine Position ist spitze“: „Das Format ist für unser Unternehmen eine Form der Öffentlichkeitsarbeit. Wir schätzen die Möglichkeit, in Kontakt mit potenziellen Nachwuchskräften zu treten. Das ist heute besonders erfreulich, denn selten hatte ich eine so lebhafte Schülerin wie Pia.“ KNAPSACKSPIEGEL 5 / 2022 | 5

Copyright 2016 Chemiepark Knapsack – Impressum