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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 02/03-2015

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Karneval im Rhein-Erft-Kreis – auch Knapsacker sind dabei Zwei Tollitäten aus dem Chemiepark Knapsack Unter den Mitarbeitern im Chemiepark Knapsack gibt es in dieser Karnevalssession (mindestens!) zwei jecke Herrscher: Karl-Heinz Breuer ist der stolze Prinz von Hürth-Gleuel, Mario Schmitz ist „das Lieblichste“, das Erftstadt-Liblar zu bieten hat. I m Karneval auf der Bühne stehen, den Höhepunkt des Zuges bilden, den jubelnden Menschen im Saal und am Straßenrand zuwinken – davon träumt so mancher Jeck. Für zwei Mitarbeiter im Chemiepark Knapsack ist das in dieser Session Wirklichkeit. Zum Beispiel für Karl-Heinz Breuer. Im Alltag ist der 55-Jährige Operator in der APO- Anlage bei LyondellBasell, bedient die Anlagen, in denen Spezialprodukte für die Automobilindustrie hergestellt werden. Auch als stellvertretender Betriebsratsvorsitzender ist er bekannt. In diesen Tagen schwingt Breuer jedoch in Hürth-Gleuel das Zepter als Prinz Kalle I. Die Idee dazu entstand schon an Weiberfastnacht 2012 gemeinsam mit Dieter Giesen (ehemaliger Basell-Mitarbeiter), der vor vielen Jahren mit Breuer gemeinsam die Tätigkeit im Chemiepark begann. Beide sind Mitglieder im Veteranen-Corps Hürth-Gleuel, das 2003 von Breuer mitgegründet wurde und in dieser Session jeckes elfjähriges Bestehen feiert. „Das ist doch ein toller Grund, ein Dreigestirn zu stellen“, dachten sich Breuer und Giesen. Letzterer erklärte sich bereit, die Rolle der Jungfrau „Dietlinde“ zu übernehmen. Bald war mit Malermeister Theodor „Theo“ Schorn auch der Bauer gefunden. Er gehörte ebenfalls schon vorher zum Freundeskreis. Die drei verbindet, dass sie alle gelernte Maler sind. Breuer, der in Gleuel aufgewachsen ist und heute in Wißkirchen lebt, war nach eigener Aussage immer schon jeck. Einmol Prinz zo sin: Karl-Heinz Breuer ist es! 14 KnapsackSpiegel 02.|03.2015

Chemiepark Knapsack Bereits 1968 trat er in das Tambourcorps Gleuel ein. Auch war er einige Jahre mit der Bürgergarde Blau-Gold Ehrenfeld in den rheinischen Karnevalshochburgen unterwegs. Als Breuer schon nicht mehr aktives Mitglied im Tambourcorps war, entstand unter den „alten Recken“ die Idee, das Veteranen-Corps zu gründen. Seither zieht der Querflötenspieler wieder im Gleueler Karnevalszug mit. „Ich bin gerne mittendrin“, sagt er. Dies sei auch der einzige Wermutstropfen in der aktuellen Session: Als Prinz ist er zwar hoch auf dem größten Wagen im „Zoch“, aber eben nicht nah dran an den Zuschauern. „Jetzt bin ich zum ersten Mal im Mittelpunkt, aber war noch nie so weit weg von den Leuten“, stellt Breuer fest. Trotzdem freut er sich natürlich sehr auf den Rosenmontagszug. Ein weiterer Höhepunkt war die Proklamation. Dabei wurden das Sessionslied und ein Karnevalsmedley erstmalig präsentiert, und selbstverständlich trat die Ehrenfelder Bürgergarde auf. Vor Kurzem gab es zudem eine besondere Feier: Zum 60. Geburtstag von Bauer Theo wurde in der Gleueler Festhalle mit vielen anderen Narrenherrschern ein „Tollitätenspektakel“ veranstaltet. Bei der Rasur der Jungfrau im Oktober wurden über 600 Euro für gute Zwecke gesammelt, die vom Dreigestirn dann auf 666,–€ aufgerundet wurden. Bei der Proklamation konnten noch einmal knapp 1000,– EUR für wohltätige Zwecke eingesammelt werden. Für den Karneval nimmt Prinz Kalle I. viele Urlaubstage und baut Überstunden ab. Termine des Betriebsrates nimmt er weiterhin wahr. Die Kollegen gönnen ihm die jecke Zeit. „Viele haben auch unsere Festlichkeiten besucht“, freut sich Breuer. Klar, dass auch seine Lebensgefährtin Marion und seine Tochter Monique hinter ihm stehen – Letztere begleitet den Vater sogar als Page durch die Session. Auch Mario Schmitz, Kollegen finden es prima, dass er in einem Dreigestirn dabei ist. Der Mitarbeiter der Logistik bei InfraServ Knapsack gehört zum aktuellen Trifolium der KG Fidele Narrenzunft aus Erftstadt-Liblar. Nur manchmal muss er sich Witzeleien der Kollegen Mario Schmitz ist seine Lieblichkeit in Liblar: Jungfrau Billa anhören: Denn Schmitz zieht gerade als Jungfrau „Billa“ durch die Säle. Die jecken Herrscher haben sich schon vor einigen Jahren zusammengefunden. Sie kennen sich aus der Show- Tanz-Garde der KG. André Ismar, jetzt als Prinz André I. unterwegs, und Bauer Albert (Büsgen) holten Schmitz vor rund sieben Jahren in die Garde, und die drei wurden Freunde. Bei einem Kölsch an der Theke kam die Idee auf, einmal das Dreigestirn zu bilden. Bei der Aufteilung gab es keine Diskussion. Die Rolle der Jungfrau habe, auch wenn es nicht so scheint, sogar Vorteile, erklärt Schmitz schmunzelnd: „Ich bin am schnellsten umgezogen – wenn man das Schminken nicht mitrechnet.“ Der gebürtige Kölner, der schon lange in Liblar lebt, war trotz seiner Wurzeln früher nicht so richtig jeck. Das änderte sich, als er zum ersten Mal im Karnevalszug auf einem Wagen mitfuhr: „Da war es um mich geschehen.“ Zwar tanzt der 40-Jährige heute nicht mehr aktiv in der Garde, aber engagiert sich noch hinter den Kulissen. Seine Frau, Betreuerin der Tänzer, begleitet ihn zu den zahlreichen Veranstaltungen in der Session und hilft ihm auch beim Schminken. Ebenso ist Schmitz, Sohn stolz auf den Vater. Das Liblarer Dreigestirn sorgt aber nicht nur für Stimmung, sondern ist auch sozial engagiert. So wurde der Erlös des Einkleide-Abends an einen Kindergarten gespendet. Die Aktivitäten im Karneval lassen sich laut Schmitz zum Glück gut mit seinem Beruf vereinbaren. Seit drei Jahren ist der Liblarer für die InfraServ als Lkw- Fahrer im Chemiepark unterwegs. Er transportiert zum Beispiel Klärschlamm und fährt häufig für Vinnolit. Mit Erlaubnis seiner Vorgesetzten kann Schmitz die zahlreichen Termine der Session wahrnehmen, und über Karneval hat er frei. Nach einer tollen Proklamation, bei der das Dreigestirn mit großem Jubel empfangen wurde, freut sich Jungfrau „Billa“ jetzt besonders auf den großen Liblarer „Zoch“ am Karnevalssonntag. Na dann: dreimol Chemiepark Knapsack – alaaf! KnapsackSpiegel 02.|03.2015 15

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