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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 02/03-2015

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Standortfirmen im Werksteil Hürth profitieren von neuer Schaltanlage Energieverteilung für die Zukunft Energie bereitstellen und verteilen zählt zu den wichtigsten Aufgaben der InfraServ Knapsack. In einem umfangreichen Projekt hat das Unternehmen deshalb innerhalb von 18 Monaten seine Schaltanlage 25 komplett erneuert. Für Kunden im Chemiepark Knapsack erhöht sich damit noch einmal die Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit am Standort, gleichzeitig steigt der Schutz der Mitarbeiter. Die alte, neue Schaltanlage in Hürth D ie Schaltanlage 25 (S25) ist eine von insgesamt fünf Hauptschaltanlagen und versorgt etwa die Hälfte der im Chemieparkteil Hürth ansässigen Standortfirmen mit Energie. Dazu zählen unter anderem LyondellBasell, Bayer CropScience und Vinnolit sowie ICL und Nexans. Ursprünglich im Jahr 1969 errichtet, wurde die Anlage im Laufe der Jahre regelmäßig modernisiert und an die steigenden Anforderungen angepasst. Nach über 40 Jahren in Betrieb hatte die Anlage allerdings das Ende ihrer geplanten Nutzungsdauer erreicht. „Damit wäre das Risiko von unvorhersehbaren Ausfällen gestiegen, außerdem wird es mit der Zeit zunehmend schwieriger, Ersatz für defekte Betriebsmittel zu erhalten“, erklärt Ralf Schwefel aus dem Bereich Ver- und Entsorgung von InfraServ Knapsack. „Obwohl die S25 ohne nennenswerte technische Störungen lief, haben wir sie Stück für Stück durch eine komplett neue Anlage ersetzt, um unseren Kunden im Chemiepark auch zukünftig eine hohe Versorgungssicherheit zu bieten.“ In der neuen Schaltanlage wurden die Standards in Bezug auf Sicherheit, Steuerung und Verfügbarkeit noch einmal erhöht. So ist sie beispielsweise zum Schutz des Bedienpersonals komplett gegen spannungsführende Teile geschottet und entsprechend geprüft. Dadurch können Fehler im Inneren, beispielsweise durch einen Kurzschluss, nicht nach außen dringen, das Personal bleibt jederzeit sicher geschützt. Auch Bedienfehler sind nun durch verschiedene Sicherheitseinrichtungen weitestgehend ausgeschlossen. Die S25 kann darüber hinaus direkt vor Ort, aber auch über ein Leitsystem bedient werden, was bisher nicht möglich war. Dadurch lassen sich Störungen schneller erkennen und beheben. Zudem reduzieren sich durch die spezielle Konstruktion der Anlage auch die Auswirkungen von Störungen. Bei einem Fehler werden die betroffenen Einheiten in kürzester Zeit abgeschaltet, ohne die Funktion im Rest der Anlage zu beeinträchtigen. Der Austausch der Anlage stellte besondere Herausforderungen an alle Beteiligten – schließlich musste die Versorgung aller angeschlossenen Unternehmen jederzeit gewährleistet bleiben. Da aufgrund der Situation vor Ort ein Neubau in einem anderen Teil des Gebäudes nicht möglich war, wurde die Anlage Stück für Stück an gleicher Stelle ersetzt. „Wir haben durch großflächige Umschlüsse und den Abriss einzelner Anlagenteile zunächst Freiflächen in der Mitte der bestehenden Anlage geschaffen und dort den ersten Teil der Neuanlage errichtet. So sind wir im Anschluss auch im zweiten und dritten Bauabschnitt vorgegangen, bis wir die S25 komplett erneuert hatten“, so Schwefel. Die einzelnen Betriebe wurden während ihrer Stillstandszeiten umgeschlossen. „So konnten wir das Projekt ganz ohne Einschränkungen für unsere Kunden realisieren.“ Die Erneuerung der S25 ist Teil eines umfangreichen Sanierungskonzepts, in dem bereits alle anderen Hauptschaltanlagen erneuert wurden. Im Rahmen des Konzepts sind zukünftig weitere Investitionen geplant. 8 KnapsackSpiegel 02.|03.2015

Chemiepark Knapsack „Crash-Kurs NRW“ in Knapsack Sicher und verantwortungsvoll im StraSSenverkehr Wie wichtig es ist, vernünftig Auto oder Motorrad zu fahren, wurde Auszubildenden der InfraServ Knapsack bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Polizei und der Rhein-Erft Akademie deutlich vor Augen geführt. Retter und Seelsorger berichteten detailliert von aufwühlenden Einsätzen. E s geschieht immer wieder und viel zu oft: Junge Menschen werden bei Verkehrsunfällen schwer verletzt oder kommen sogar ums Leben. Die Hauptursachen: überhöhte Geschwindigkeit, Fahren ohne Sicherheitsgurt, unter Alkoholeinfluss oder Drogen. Fälle, in denen so etwas im Rhein-Erft-Kreis passiert ist, schilderten Vertreter der Feuerwehr, der Polizei und der Notfallseelsorge aus ihrer Sicht beim „Crash-Kurs NRW – Realität erfahren. Echt hart“. Die Veranstaltung wird seit 2010 von der Polizei, in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, für Jugendliche der 10. und 11. Klasse sowie für Auszubildende angeboten. Ziel ist es, bei den Jugendlichen ein Bewusstsein für die im Straßenverkehr drohenden Gefahren zu schaffen. Unter Regie der Rhein-Erft- Akademie nehmen auch Auszubildende aus dem Rhein-Erft-Kreis jedes Jahr am „Crash-Kurs“ teil. Diesmal versammelten sich 120 junge Leute im Blauen Saal des Verwaltungsgebäudes im Chemiepark Knapsack, darunter auch 33 Azubis der InfraServ Knapsack. Indem sie eindringliche Beispiele für typische Unfälle junger Menschen gaben, vermittelten die Referenten auf zeitgemäße Weise, wie wichtig vorsichtiges und sicheres Fahren ist. Da gab es keine großen Belehrungen, sondern es wurden die aufwühlenden Geschichten hinter den meist kurzen Zeitungsmeldungen erzählt. Polizeihauptkommissarin Claudia Färber führte sorgsam durch die Veranstaltung. Da gab es den Fall des Motorradfahrers, der nach einem Streit seiner Freundin hinterherfuhr und mit überhöhter Geschwindigkeit auf schmieriger Fahrbahn die Kontrolle über seine Maschine verlor. Er starb in den Armen seiner Freundin. Eine weitere Erzählung handelte von zwei jungen Männern, die nach einem Discobesuch auf vereister Straße verunglückten – einer war nicht angeschnallt, wurde aus dem Auto geschleudert und war sofort tot. Das geschah ausgerechnet zu Weihnachten. Andere junge Verkehrstote hatten im Auto „Party gemacht“, passten nicht auf und gerieten in den Gegenverkehr. Die Referenten sparten nicht an Details – sie beschrieben den Zustand der Verletzten oder den Moment, als ein Opfer noch an der Unfallstelle starb, recht genau. Auch ihre eigenen Gefühle, Hoffnung, Hilflosigkeit, Enttäuschung, verschwiegen sie nicht. Wie fühlt es sich an, Eltern den Tod eines Kindes beizubringen? Wie leistet man der Familie, deren Sohn tödlich verunglückt ist, seelsorgerischen Beistand? Unterstrichen wurden die Berichte mit Bildern der Unfallorte: ein zerstörtes Motorrad, ein auf dem Dach liegendes, stark beschädigtes Auto, eine mit Blech übersäte Fahrbahn. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Saal wirkten beeindruckt durch das Gehörte, teils bedrückt. Bei manchen riefen die Berichte traurige Erinnerungen hervor. Wer es nicht aushielt, durfte vor die Tür gehen und erhielt psychologische Unterstützung. Der „Crash-Kurs“ solle die Auszubildenden dazu bringen, mit ihrem Leben verantwortungsvoll umzugehen, erklärte Polizeihauptkommissarin Claudia Färber, die durch die Veranstaltung führte. „Der Tod ist endgültig“, betonte sie und rüttelte die Teilnehmer auf: „Man denkt sich ja, das passiert mir nicht, nur den anderen. Aber wer sind denn die anderen? Schaut mal, wer neben euch sitzt!“ Die Eindrücke des emotionalen, aber lehrreichen Vormittags wurden in Gesprächen aufgearbeitet, und schließlich wurde ein Ballon, auf den die Azubis Zettel mit Wünschen geklebt hatten, zum Platzen gebracht – als Symbol für Lebensträume, die ein Unfall von jetzt auf gleich zerstören kann. KnapsackSpiegel 02.|03.2015 9

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