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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 04/05-2015

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Änderung zum 1. April 2015 Ein wichtiger Schritt für Gesundheit & Arbeitsorganisation Einführung des 5-Schicht-Systems bei Bayer CropScience am Standort. Mit Standortleiter Dr. Udo Schneider (l.) und dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Kade Ince freuen sich Cornelia Gorski (Leiterin BCS HR Deutschland – 2. v. r.) und Sandra Heinrichs (HR Businesspartnerin Standort Knapsack) über 76 % Zustimmung zum Wechsel des Schichtsystems. E in intensiver Diskussionsprozess konnte Ende 2014 bei Bayer CropScience am Produktionsstandort Hürth- Knapsack erfolgreich beendet werden: In geheimer Abstimmung wurde 163 Schichtmitarbeitern über drei Wochen die Möglichkeit geboten, darüber abzustimmen, ob ein Wechsel vom langjährig praktizierten 4-Schicht-System in das bei Bayer an vielen Standorten übliche 5-Schicht-System gewollt ist. Voraus gingen viele Diskussionen, wie Gesundheits- und Arbeitsorganisationsaspekte im Schichtrhythmus wesentlich besser berücksichtigt werden können. „In unserem Produktionsumfeld ist Schichtarbeit unvermeidlich“, erläutert Franz-Josef Christ, Vorsitzender des Betriebsrats am Standort Knapsack. „Wir haben noch aus Hoechster Zeiten ein 4-Schicht-System am Standort Knapsack, welches zwar attraktive Möglichkeiten zur Sammlung zusätzlicher freier Tage bietet, jedoch durch z. B. die kurzen Schichtwechsel nicht zu den generellen Überlegungen einer attraktiven Schichtsystemgestaltung passt.“ So kam es vor ca. eineinhalb Jahren zum Start der Diskussion über den Wechsel des Schicht-Systems. „Bei Bayer fokussieren Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter mit Recht immer mehr auf Gesundheitsmanagement & Work-Life-Balance“ erläutert Standortleiter Dr. Udo Schneider. „Das in Knapsack praktizierte 4-Schicht-System ist aus arbeitsmedizinischen & organisationstechnischen Erwägungen nicht optimal. Ein 5-Schicht-System bietet durch bessere Schichtplangestaltung Möglichkeiten, Belastungen zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Partner/-innen zu erhöhen. Dies sind wesentliche Grundlagen für Gesundheit & Wohlbefinden trotz Schichtarbeit. Daher habe ich Mitte 2013 mit HR und dem Betriebsrat Knapsack die Diskussion über einen Wechsel des Schichtsystems gestartet.“ Zunächst galt es zu bewerten, ob ein 5-Schicht-System tatsächlich deutliche Vorteile für alle Seiten bietet. Es ging um zentrale Themen wie Schichtfolgen, Lage & Abfolge von Freischichtblöcken und die Länge von Nachtschichtphasen. Aber auch um Themen wie Planbarkeit des Schichteinsatzes & von Schulungsmaßnahmen für die Betriebe oder Ausbau der Möglichkeiten zur Mitarbeiterentwicklung, wobei Letzterem gerade unter Berücksichtigung der Ziele der Bayer CropScience „People Strategy“ besondere Bedeutung zukommt. Alle obigen Aspekte wurden intensiv analysiert und auf ihren Mehrwert beim Wechsel zum 5-Schicht-System geprüft. „Wir konnten im Team aus Betriebsrat, Personalabteilung und Standortleitung sehr schön die Vorteile eines Wechsels zum 5-Schicht-System herausarbeiten“, erinnert sich Sandra Heinrichs, HR Businesspartner Standort Hürth-Knapsack. „Die wahre Herausforderung bestand dann jedoch darin, die mit einem solchen Wechsel einhergehende Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit um etwas mehr als 4 % sozialverträglich so zu gestalten, dass ein für Mitarbeiter und Arbeitgeber akzeptables Paket angeboten werden konnte.“ „An diesem Punkt angekommen, wurde es für uns Betriebsräte sehr intensiv“, erinnert sich Christ mit einem Schmunzeln. „Es ist schon klar, dass der Arbeitgeber nichts zu verschenken hat und daher grundsätzlich eine der Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit entsprechende Bezahlung mit Einführung eines 5-Schicht-Systems in Knapsack anstrebte. Hier waren wir Betriebsräte gefragt, um klar abzustecken, unter welchen Randbedingungen ein solcher Wechsel aus Arbeitnehmersicht überhaupt machbar wäre!“ So begann eine längere Phase harter Verhandlungen, welche auch nachdrücklich durch das BCS Management, HR Deutschland und Vertreter des Gesamtbetriebsrats der Bayer AG geführt wurden. „Letztlich haben die Betriebsräte in Knapsack für die Kollegen am Standort einen guten Kompromiss mit einer attraktiven finanziellen Abfederung 8 KnapsackSpiegel 04.|05.2015

Chemiepark Knapsack erreichen können“, fasst Christ den Erfolg der Verhandlungsstrategie des Betriebsrats kurz zusammen. Das Ergebnis der dann durchgeführten Abstimmung im Kreise aller Schichtmitarbeiter am Standort unterstützt diese Einordnung des Betriebsrats: „76 % der 163 Stimmberechtigten, d. h. 124 Kollegen haben mit ,Ja‘, ein klares Votum für den Wechsel zum 5-Schicht-System abgegeben“, freut sich Dr. Schneider. „Damit haben wir die gesetzte Grenze von 2/3 Zustimmungen deutlich überschritten. Ich bin mir sicher, dass dieser wichtige Schritt für den Standort zukunftsweisend ist, da wir die Gesundheits- und Arbeitsorganisationsaspekte in Zukunft wesentlich besser berücksichtigen können. Das eindeutige Votum der Belegschaft zeigt eindrucksvoll, dass diese Dinge verstanden und begrüßt werden.“ Zur Einführung des 5-Schicht-Systems zum 1. April 2015 mussten noch etliche Dinge im Vorfeld gemeistert werden: Transfer des Systems in SAP, Verteilung aller derzeitigen Mitarbeiter auf die fünf Schichten, Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter, Schulung der Meister im Umgang mit dem 5-Schicht-System und vieles mehr. „Wir werden viele dieser Herausforderungen bis zum Start gemeistert haben“, ist sich Sandra Heinrichs sicher. „Einige Dinge werden wir aber auch in den ersten Monaten schrittweise nachpflegen müssen. Dann aber kommt der wirklich herausfordernde Schritt: Jeder Schichtmitarbeiter muss sich im neuen System zurechtfinden. Und das gilt für ihn, den Arbeitgeber und selbstverständlich auch die Familien.“ Bayer CropScience Elektrische Energie statt Benzin oder Diesel InfraServ Knapsack erwirbt erstes Elektrofahrzeug Emission: gleich null. Geräusch: nur das der Reifen. Nahezu lautlos präsentiert sich das neue Elektroauto – ein Renault ZOE Intens – der Abteilung für Ver- und Entsorgung im Chemiepark. K arsten Meyer-Plate, Logistik der InfraServ Knapsack, ist für die „weiße Flotte“, sprich, für über 100 Montagefahrzeuge der InfraServ Knapsack, verantwortlich und freut sich, erstmalig einen „herkömmlichen“ Pkw durch ein Elektroauto zu ersetzen. „Das Fahrzeug eignet sich perfekt für die kurzen Strecken, die hier im Chemiepark und im Umland zurückgelegt werden müssen“, so Meyer-Plate. „Indem wir auf Elektroautos umsteigen, können wir den ‚grünen Gedanken‘ und Responsible Care vorantreiben“, fügt er hinzu. In Zukunft könnten mehr konventionelle Pkw durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Aus diesem Grund wurde auch gleich die passende Ladestation montiert. Bei dieser „Wall Box“ handelt es sich um eine 22-kW/400-Volt-Starkstrom-„Docking-Station“, an die das Fahrzeug eine Stunde lang angeschlossen werden muss, um vollständig aufgeladen zu sein. Betrieben wird das Auto von einer 290 kg schweren Lithium-Ionen-Batterie, die unter dem Fahrzeugboden angebracht ist. Um den Ladestatus seines Fahrzeugs im Auge zu behalten, kann dieser sogar mit dem Smartphone überprüft werden. Dank eines „Notkabels“ ist es darüber hinaus möglich, das Auto an einer haushaltsüblichen 230-Volt- Steckdose aufzuladen, allerdings würde die Ladedauer in diesem Fall 16 Stunden betragen. „Die Ver- und Entsorgung braucht das Fahrzeug aber rund um die Uhr einsatzbereit, deswegen ist das keine Option für uns“, erklärt Meyer-Plate. Wer sich jetzt überlegt, für den Eigenbedarf ein Elektroauto anzuschaffen, muss wissen, dass dieses bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 50 km/h und einer Leistung von 150 km pro Batterieladung für weite Strecken nur bedingt einsetzbar ist. Allerdings bieten immer mehr Raststätten Ladestationen, die dank höherer Watt-Leistung die Batterie in nur 30 Minuten aufladen. Auch in Städten befinden sich mittlerweile genügend Docking-Stations, sodass niemandem mehr „der Saft“ ausgehen muss. Einziger Nachteil wäre da noch die plötzliche Ruhe, die den lärmgeplagten Städter auf einmal wieder umgibt. Aber diese „Umstellung“ nimmt er sicher gerne in Kauf. Das Auto gehört an die Steckdose und nicht an die Zapfsäule. Karsten Meyer-Plate (l.) und Ralf Schwefel, Ver- und Entsorgung, tanken voll. KnapsackSpiegel 04.|05.2015 9

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