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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 04/05-2016

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Fenster gestarrt und war fasziniert“, erinnert er sich und schmunzelt. Als Jugendlicher wollte Bert Richartz eigentlich eine Ausbildung zum Elektriker machen. Doch im Chemiepark Knapsack wurde ihm eine Lehre zum Betriebsschlosser nahegelegt. Also begann er 1972 die Ausbildung und war Schüler des ersten Betriebsschlosserlehrgangs, der in der heutigen Rhein-Erft Akademie stattfand. 1977 erfuhr Richartz aus der damaligen Werkszeitung, dass die Werkfeuerwehr Leute suchte, und bewarb sich. Seine Ausbildung bei der Werkfeuerwehr dauerte 18 Monate. Anschließend absolvierte er eine Reihe praktischer Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Münster. Er wurde Atemschutzgerätewart, Maschinist, lernte den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern, durchlief mehrere Positionen der Werkfeuerwehr und wurde schließlich 1995 zum Hauptbrandmeister ernannt. Er besuchte den Wehrführerlehrgang in Münster, 2004 qualifizierte er sich für den gehobenen Dienst und wurde schließlich Brandinspektor. Mit der Übernahme der Leitung der Werkfeuerwehr hat Bert Richartz die Verantwortung für 30 Kollegen und die gesamte Ausrüstung, zu der neun Fahrzeuge gehören, inne. „Das Schöne an dem Beruf ist die Herausforderung, die es jeden Tag zu meistern gilt“, sagt Richartz. Tagtäglich geht es bei ihm um Problemlösungen, um vorbeugenden Brandschutz, wie z. B. Brandschauen oder die Erstellung von Brandschutzkonzepten, um Erste-Hilfe-Ausbildung und Einsatzübungen, um Personalfragen oder Einsatzmittel und viele weitere Themen aus der Feuerwehrwelt. Dabei wird er von seinen Kollegen aus der Schichtführung, aber auch aus der Mannschaft bestens unterstützt. Vor allem geht es um die Sicherheit aller, und für die sind Richartz und seine Leute stets im Dienst. Als Leiter der Feuerwehr pflegt er einen intensiven Kontakt zu den Kollegen der Feuerwehr Hürth und dem Rhein-Erft-Kreis, der Bezirksregierung Köln, dem Werkfeuerwehrverband und repräsentiert in seiner Funktion auch die Werkfeuerwehr in der Öffentlichkeit. In seiner Freizeit engagiert er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Nörvenich. Und er liebt es, mit seiner Frau Marion im Wohnmobil zu verreisen. Ihr habe er viel zu verdanken, so Richartz. „Sie war und ist trotz Schichtdienst immer bei mir und hat dadurch unseren Sohn weitestgehend alleine großgezogen.“ Der Krisenstab des Chemieparks Knapsack informiert sich Für den Fall der Fälle Der Krisenstab des Chemieparks Knapsack besuchte die Kreisleitstelle in Kerpen. S ollte es im Chemiepark Knapsack zu einem Ereignis kommen, werden die Werkfeuerwehr und der Notfallmanager aktiv, Meldungen gehen an die Behörden raus und die Zentrale Einsatzleitung, also der Krisenstab, kommt je nach Art und Größe des Einsatzes zusammen. Aber was passiert auf der anderen Seite der Telefonleitungen? Welche Hebel und Abläufe werden bei den Kommunen, bei den Feuerwehren im Rhein-Erft-Kreis, bei der Bezirksregierung und anderen Stellen in Bewegung gesetzt? Um diese Fragen beantworten zu können und so die Abläufe besser nachvollziehen zu können, verschafften sich die Mitarbeiter des Krisenstabs des Chemieparks Knapsack und die Notfallmanager einen Einblick in die Arbeit der Kreisleitstelle. Mitarbeiter des Krisen- und Notfallmanagements der InfraServ Knapsack besuchten mit Standortleitern die Kreisleitstelle. In der vordersten Reihe rechts: Daniela Hörhold, links dahinter in der hintersten Reihe André Haupts. 10 KnapsackSpiegel 02.|03.2016

Chemiepark Knapsack André Haupts, Leiter der Kreisleitstelle, und Martin Schmitz, Ordnungsdezernent des Rhein-Erft-Kreises, empfingen die Besucher aus dem Chemiepark in der Kreisleitstelle in Kerpen. „Uns wurde gezeigt, wie die Leitstelle aufgebaut ist und wie der Krisenstabsraum aussieht“, erklärte Daniela Hörhold. Die 27-Jährige ist Mitarbeiterin im Team „Notfall- und Krisenmanagement“ von Miriam Klapheck. „Der Blick auf die andere Seite ist hilfreich für uns alle, vor allem auch für die Kollegen im Krisenstab, die Standort- und Betriebsleiter im Chemiepark, die nicht täglich mit dem Krisenmanagement zu tun haben.“ So erfuhren die Besucher beispielsweise, dass bei einem Ereignis im Chemiepark Knapsack die Kommunikation mit der Kreisleitstelle auf separate Kanäle geleitet wird, damit die Leitungen nicht überlastet werden und für weitere Notrufe frei bleiben. „Es war interessant, die Technik zu sehen und erklärt zu bekommen, wie mit verschiedenen Meldungen und Einsätzen umgegangen wird und wie sich im Einsatzfall das Krisenmanagement der Öffentlichen aufbaut“, sagte Daniela Hörhold. Natürlich haben auch schon Mitglieder der Kreisleitstelle den Chemiepark Knapsack besucht und sich dort den Krisenstabsraum angeschaut. Alle Beteiligten sind sich einig, dass an dem regelmäßigen beidseitigen Austausch festgehalten wird. Betriebsversammlung der CABB GmbH 2015: ein erfolgreiches Jahr für CABB Als die Geschäftsleitung der CABB GmbH in Person von Dr. Uwe Brunk, Managing Director, und des Werksleiters des Standorts Knapsack, Dr. Wolfgang Schick, vor die Mitarbeiter treten, wissen sie viel Gutes zu berichten. B eide geben einen Jahresrückblick, wie man ihn sich häufiger wünscht, und – für die Mitarbeiter besonders erfreulich – ein mögliches Ja zur diesjährigen Bonuszahlung, die die 100 % überschreiten könnte. Zunächst spricht Dr. Uwe Brunk über die Entwicklungen im Unternehmen. Die sind durchweg erfreulich. 2015 war „das beste Jahr der CABB GmbH“, sagt er. Der Umsatz liegt deutlich über Vorjahr und die gute Entwicklung bei den Derivaten und Coproducts fangen fehlende Ergebnisse im Kernsegment auf. Nicht zu vergessen die Kosteneinsparungen, die einen wesentlichen Beitrag zur positiven Lage leisten. Die Zahlen für Dezember 2015 belegen darüber hinaus ein ungebrochen starkes Geschäft. Was für das Gesamtunternehmen gilt, trifft auch auf den Standort Knapsack zu. Dr. Wolfgang Schick betont die guten Entwicklungen im zweiten Halbjahr und bekräftigt, dass man sich auch im Hinblick auf Kosten nicht verstecken muss. Für 2016 sind Investitionen für die Destillation der Säurechloride geplant, außerdem eine Erweiterung des Feststofflagers. Bei guter Nachfrage und Stillständen von vier Wochen (Gersthofen) bzw. zwei Wochen (Knapsack) im ersten Halbjahr 2016 versucht man schon jetzt, die Läger zu füllen. Der Werksleiter hofft, dass der Anlagenneubau in China bald betriebsbereit ist und die dort gebundenen Kräfte sich wieder stärker auf den Betrieb in Knapsack konzentrieren können. Der Dank für das gute Jahr gilt den Mitarbeitern und die Geschäftsleitung zeigt sich erfreut, das in Form der Bonuszahlung ausdrücken zu können. Einziger Wermutstropfen: Die Zielsetzung in Hinblick auf Unfallvermeidung wurde nicht erreicht. Hier sieht Dr. Brunk weiteren Verbesserungsbedarf und appelliert an die Mitarbeiter, Unterstützung in Sachen Sicherheit zu leisten. Dr. Wolfgang Schick resümiert für den Standort Knapsack: „Jeder Unfall und jedes Ereignis zieht eine Fehlerursachenanalyse mit unserer Arbeitssicherheitsfachkraft nach sich. Wir wollen aus den Vorfällen lernen und Verbesserungen umsetzen, um die Unfallzahl stetig zu senken.“ Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge. Anschaulich führt Gastredner Dr. Markus Steinbach, Werksarzt der InfraServ Knapsack, in die Tücken der Gesetzesvorgaben und die Auswirkungen auf die Praxis ein. Der Gesetzgeber sieht bei der Vorsorge im Gegensatz zur Eignungsuntersuchung nicht länger die Weitergabe von Ergebnissen an den Arbeitgeber vor. Doch Steinbach kritisiert den mangelnden Praxisbezug. Am Standort verfährt die werksärztliche Abteilung derzeit so, dass im Anschluss an die arbeitsmedizinische Vorsorge das schriftliche Einverständnis KnapsackSpiegel 02.|03.2016 11

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