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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 04/05-2016

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Clariant setzt ein Zeichen „Wir arbeiten sicher oder gar nicht!“ Alle Clariant-Beschäftigten im Chemiepark Knapsack erhielten jetzt die „SiKu-Card“: ein Bekenntnis zur Sicherheitskultur für die Westentasche. E ine der Hauptursachen für Unfälle ist menschliches Fehlverhalten. In einem unbedachten Augenblick helfen auch zahlreiche Verfahrensanweisungen und Schulungen nicht weiter, wenn man sich nicht intensiv mit dem eigenen Verhalten in Sachen Arbeitssicherheit beschäftigt. Nachdem es beim Standortunternehmen Clariant vor einigen Jahren zu zwei schweren Unfällen gekommen war, setzte in dieser Hinsicht ein Umdenkprozess ein. Seit dem Frühjahr 2012 tagt der Lenkungskreis Sicherheitskultur einmal im Monat, und zahlreiche Aktionen führten schon zu großen Erfolgen. Gerade Ende 2015 haben Mitarbeiter „Stolperstellen“ aufgezeigt, mit Hinblick auf typische Unfallgefahren im Winter. „Da wurden viele gute Vorschläge gemacht“, weiß Dr. Thomas Hüfken, Betriebsleiter des Phosphorzwischenproduktebetriebes (PZP). Über den Jahreswechsel hinaus wurde nun die „SiKu-Card“ an alle 210 Be- Dr. Thomas Hüfken, rechts, ist sich sicher, dass sich mit der „SiKu-Card“ das Bewusstsein für lauernde Gefahren am Arbeitsplatz verstärkt. Hier im Bild mit Torsten Schmitz, Hans-Jürgen Blaar, Augin Öztas, Daniel Saez Merino, Matthias Schwindt, Gerd-Guenter Gronenwald 6 KnapsackSpiegel 02.|03.2016

Chemiepark Knapsack schäftigten am Standort verteilt. Sie bringt das „Sicherheitskultur-Handbuch für Führungskräfte“, den Leitfaden zur Förderung der Sicherheit in Knapsack, auf ein kompaktes Format. „Unsere Überlegung war, für alle Mitarbeiter eine einprägsame, aber deutlich weniger umfangreiche Lösung zu haben“, sagt Dr. Gerhard Illian, der als Sicherheitsfachkraft die Einführung der „SiKu-Card“ maßgeblich vorangetrieben hat. Der Leitspruch lautet: „Wir arbeiten sicher oder gar nicht!“ Die Karte, die in die Westentasche passt, beschreibt die wesentlichen Verhaltensaspekte zur Arbeitssicherheit in nur neun Fragen, die sich jeder immer wieder stellen muss. Beispiele: Nutze ich alle Einflussmöglichkeiten im Team, um die Hauptunfallursache „Fehlverhalten“ zu bekämpfen? Verhalte ich mich immer vorbildlich sicher? Informiere ich meine Vorgesetzten grundsätzlich über fehlende Anweisungen und Sicherheitsprobleme? Die 4 W-Fragen machen Unfallrisiken bewusst: Was kann mir passieren? Warum kann mir das passieren? Wie kann ich das verhindern? Was mache ich, wenn es mir doch passiert? „Das sind wichtige Fragen, mit denen wir unser eigenes Verhalten ständig überprüfen können“, betonte Hüfken bei der Übergabe an eine Schicht im PZP- Betrieb. Jeder Mitarbeiter füllte dabei für sich eine Checkliste aus, dann fand eine angeregte Diskussion statt. Die Schichtarbeiter wiesen etwa auf Stellen hin, an denen es zum Arbeiten zu eng ist und wo sperrige, schwere Schläuche schlecht zu handhaben seien. Grundsätzlich wünschen sie sich bessere Möglichkeiten, um Material zu reinigen. Hüfken konnte mitteilen, dass der Prototyp einer Spülwanne getestet werden soll und zudem eine Spül-Station bestellt sei. „Es ist gut, dass Sie das Bewusstsein für Gefahren haben“, betonte der Betriebsleiter, der die Mitarbeiter ausdrücklich aufrief, auf die Vorgesetzten zuzugehen. Man könne nicht alle Stellen in kurzer Zeit entschärfen. Aber wenn alle jederzeit aufmerksam seien, könne das Null-Unfall-Ziel erreicht werden. „Regelmäßige Kommunikation ist das A und O.“ Hüfken merkt bereits im täglichen Gespräch, dass die Sicherheitskultur in den Köpfen ankommt: „Die Sensibilität hat sich deutlich verbessert.“ ANZEIGE Erkältungen treiben Krankenstand 2015 hoch DAK-Gesundheit: analysiert Krankmeldungen in Nordrhein-Westfalen In Nordrhein-Westfalen haben sich 2015 wieder deutlich mehr Arbeitnehmer krankgemeldet. Nach einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit kletterte der Krankenstand von 3,8 auf 4,1 Prozent. Der Anstieg fiel stärker aus als auf Bundesebene (von 3,9 auf 4,1 Prozent). Vor allem Erkältungen machten 2015 den Menschen in NRW zu schaffen. Die Anzahl der Fehltage aufgrund von schweren Atemwegserkrankungen wie Bronchitis stieg um mehr als ein Viertel. Bezogen auf 100 erwerbstätige DAK-Versicherte in NRW verursachten sie rund 228 Fehltage, 51 Tage mehr als 2014. „Die Erreger sind in manchen Jahren besonders aggressiv und erwischen dann mehr Beschäftigte als in anderen Jahren“, kommentiert Ingo Tiedtke, Key Account Manager im Servicezentrum der DAK-Gesundheit diesen Anstieg. „Es ergeben sich dadurch Wellenbewegungen beim Krankenstand, die aber nicht weiter dramatisch sind.“ Bundesweit war 2015 jeder zweite Berufstätige mindestens einmal krankgeschrieben. Gut die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (54,5 Prozent) ging auf das Konto von nur drei Diagnosegruppen: Der häufigste Grund für Fehltage waren Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie beispielsweise Rückenschmerzen. Mehr als jeder fünfte Ausfalltag (21,7 Prozent) wurde dadurch verursacht. Atemwegserkrankungen folgten auf Rang zwei mit einem Anteil von 16,6 Prozent und psychische Erkrankungen mit 16,2 Prozent auf Rang drei. Verletzungen kamen mit 11,7 Prozent auf Rang vier. Bildquelle: DAK-Gesundheit/iStock Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand waren bundesweit das Gesundheitswesen sowie Verkehr, Lagerei und Kurierdienste mit jeweils 4,7 Prozent. Den niedrigsten Krankenstand hatte der Bereich Datenverarbeitung und Informationsdienste mit 2,9 Prozent. Für die Analyse zum Krankenstand wurden die Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse DAK-Gesundheit durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet. Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert 6,1 Millionen Menschen. KnapsackSpiegel 02.|03.2016 7

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