Aufrufe
vor 5 Jahren

KnapsackSPIEGEL Ausgabe 04/05-2016

  • Text
  • Vinnolit
  • Statkraft
  • Akademie
  • Lyondellbasell
  • Icl
  • Bank
  • Waste
  • Cropscience
  • Clariant
  • Cabb
  • Knapsack
  • Knapsack
  • Knapsack
  • Knapsackspiegel
  • Mitarbeiter
  • Feierabendhaus
Das Magazin für Mitarbeiter des Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Behörden und Betreiber setzen auf Kompetenz des Sachverständigen-Teams Nach Störfall Ursache ermittelt und Gutachten erstellt Die Erfahrungen der InfraServ Knapsack (ISK) als industrieller Dienstleister werden mehr und mehr sowohl von Firmen als auch Behörden geschätzt. Dass der Chemieparkbetreiber in Knapsack seit Jahren expandiert und nicht nur auf dem Knapsacker Hügel, sondern auch an anderen Chemiestandorten seine Dienstleistungen anbietet, hat sich inzwischen herumgesprochen. N un wird die ISK immer häufiger auch von Aufsichtsbehörden und Betreibern um Unterstützung beim Thema Anlagensicherheit gebeten. Die ISK verfügt inzwischen über vier nach § 29 b Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) bekannt gegebene Sachverständige: Herbert Guido Brüser, Dr. Peter Rojek, Willem-Jan Sangen und Dr. Dietmar Lange. Ihre Erfahrung ist besonders für die Erstellung von sicherheitstechnischen Gutachten und für Aufsichtsbehörden, die Störfälle untersuchen müssen, interessant. Störfälle können zum Beispiel Sie bilden das Sachverständigen-Team: v. l.: Willem-Jan Sangen, Guido Brüser, Dr. Dietmar Lange und Dr. Peter Rojek. Brände, Explosionen und Austritt gefährlicher Stoffe sein. Bei den bundesweit etwa 20 meldepflichtigen Ereignissen der letzten zwei Jahre, den sogenannten Störfällen, wurden die Sachverständigen der ISK bei drei größeren Ereignissen beauftragt. Dabei ist von Vorteil, dass die Sachverständigen zur Erstellung von komplexen Gutachten nahezu alle erforderlichen Fachgebiete abdecken und so eine zeitnahe Bearbeitung im Sinne des Anlagenbetreibers in engmaschiger Abstimmung mit der Behörde sicherstellen können. Die Kompetenzen reichen von der sicherheitstechnischen Bewertung der Anlagen-Auslegung, der Prozessführung, der funktionalen Sicherheit, des Explosionsschutzes und des Sicherheitsmanagements bis zur Auswirkungsbetrachtung hinsichtlich freigesetzter Stoffe und Energien. Dr.-Ing. Peter Rojek ist spezialisiert im Bereich der Automatisierungstechnik und seit 2011 bekannt gegebener Sachverständiger. Dipl.-Ing. Herbert Guido Brüser (technische Qualitätssicherung) ist seit Januar 2015 Sachverständiger nach § 29 b BImSchG für den Bereich Anlagen- und Verfahrenstechnik. Willem-Jan Sangen zählt auch seit Anfang des Jahres zum Sachverständigen-Team mit dem Schwerpunkt Prozess- und Verfahrenstechnik. Dr. Dietmar Lange ist der Chemiker im Quartett. 8 KnapsackSpiegel 02.|03.2016

Chemiepark Knapsack Er ist Fachmann im Bereich Störfallverordnung, Genehmigungsmanagement und Ausbreitungsrechnung und seit Sommer 2015 ebenfalls bekannt gegebener Sachverständiger. Diese geballte Kompetenz ist bei der Vergabe und der Erstellung von Gutachten oft von entscheidendem Vorteil, denn die Behörden oder Anlagenbetreiber wollen nach Möglichkeit alles aus einer Hand haben. Aufgabe der Sachverständigen nach einem Störfall ist es, die Ursachen zu ermitteln und die Auswirkungen auf die Menschen und die Umwelt zu untersuchen. Als weiteres Ergebnis schlagen die Sachverständigen Verbesserungen im technischen und organisatorischen Bereich vor. Oft sind die Gutachten sehr komplex und umfangreich, wissen die Sachverständigen zu berichten. Von Bedeutung ist, dass die Sachverständigen auf alle notwendigen Informationen wie Messdaten, Proben, vorhandene Aufzeichnungen und Prüfprotokolle zurückgreifen können. Auch Gespräche mit Führungskräften und Experten des Anlagenbetreibers gehören zur Arbeit der Gutachter. Nach verschiedenen Großbränden bei Unternehmen aus der Prozessindustrie war das Team jeweils mehr als vier Monate tätig, bis das Gutachten erstellt war. Doch nicht erst nach Störfällen werden die ISK-Gutachter angefordert. Sie sind auch proaktiv tätig. Zum Beispiel bei geplanten Ansiedlungen oder Erweiterungen prüfen die Sachverständigen, ob der Standort geeignet ist und die gesetzlichen Vorschriften erfüllt werden können. Das heißt zum Beispiel, dass ein ausreichender Abstand zwischen Anlagen und Schutzgütern, wie Kindergärten und Schulen, eingehalten wird. Schließlich ist es immer das Ziel, die Anlagensicherheit für die Zukunft zu erhöhen. Personelle Veränderung im Chemiepark Knapsack Immer im Dienst für die Sicherheit Bert Richartz ist der neue Leiter der Werkfeuerwehr im Chemiepark Knapsack. I m September 2015 hat Bert Richartz das Amt des Werkfeuerwehrleiters bei der InfraServ Knapsack übernommen. Und er ist mehr als zufrieden. Die Übergabe der Aufgaben durch seinen Vorgänger Friedhelm Breuer habe reibungslos funktioniert, so Richartz. „Die Einarbeitung dauerte mehrere Monate und auch nach Übernahme der Leitung war Friedhelm Breuer an einigen Tagen immer noch auf der Wache im Dienst, sodass ich ihm Fragen stellen konnte. Das war klasse.“ Außerdem war der 57-Jährige ab 1995 stellvertretender Feuerwehrleiter und ist somit mit vielen Aufgaben seit Jahren vertraut. Bereits als Kind war Richartz von den Arbeiten auf dem Knapsacker Chemiehügel angetan. Da wohnte er nämlich mit seinen Eltern in Knapsack und ging dort zur Schule. „Wenn während des Unterrichts ein großer Kran im Schritttempo die Industriestraße entlangfuhr, habe ich nur noch aus dem Bert Richartz ist neuer Leiter der Werkfeuerwehr KnapsackSpiegel 02.|03.2016 9

KnapsackSPIEGEL

Copyright 2016 Chemiepark Knapsack – Impressum