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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 04/05-2016

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Erfahrungsaustausch der Werkfeuerwehren Für den Einsatz gut vorbereitet Auf Einladung der Werkfeuerwehr im Chemiepark Knapsack fand die Verbandstagung der Werkfeuerwehren NRW in Hürth statt. W erkfeuerwehren sollten bei den gesetzlichen und technischen Entwicklungen im Brandschutz immer auf dem neuesten Stand sein, um die Anforderungen in einem Ernstfall erfüllen zu können. Ein Erfahrungsaustausch mit anderen Werkfeuerwehren ist daher ein Muss. So ist die Werkfeuerwehr der InfraServ Knapsack Mitglied im Werkfeuerwehrverband Nordrhein-Westfalen. Der Verband verfolgt mehrere Ziele: Neben der Förderung der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung im industriellen Brandschutzwesen unterstützt die Vereinigung auch einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch. Vierteljährlich treffen sich die Mitglieder zu einem Informationsaustausch. Ende Januar fand eine dieser Tagungen bei der Werkfeuerwehr im Chemiepark Knapsack statt. Etwa 25 Vertreter anderer Werkfeuerwehren konnte der seit September amtierende neue Leiter der Werkfeuerwehr im Chemiepark, Bert Richartz, begrüßen. Jürgen Groborz, Leiter Standortsicherheit, stellte in einem Vortrag zunächst den Chemiepark Knapsack und die Gefahrenabwehrorganisation vor. Anschließend stand unter anderem das seit dem 1. Januar 2016 in Kraft getretene neue Brandschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen im Fokus der Diskussion. Das Gesetz löst das alte Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (FSHG) ab. Dr. Hans Hagen aus der Geschäftsstelle NRW des Werkfeuerwehrverbandes nahm zu den wesentlichen Änderungen und Neuerungen Stellung. Frank Roggendorf, in leitender Funktion bei der Feuerwehr der Stadt Hürth tätig, stand den Teilnehmern für den Bereich „Zusammenarbeit zwischen Werkfeuerwehr und öffentlicher Feuerwehr“ Rede und Antwort. Nach einem intensiven sechsstündigen Austausch und einer Werksbesichtigung ging die Verbandstagung am Nachmittag zu Ende. Wolfgang Urmetzer, (l.) Geschäftsführer der Knapsack Cargo GmbH, erläutert den Gästen die Vorzüge des Containerterminals. Ralf Richartz, (r.) war Gastgeber. 10 KnapsackSpiegel 04.|05.2016

Chemiepark Knapsack InfraServ Knapsack beherbergt vielseitige Werkzeuge Ein Prachtstück mit unzähligen Möglichkeiten 17 Tonnen schweres Bohrwerk an neuem Standort – viele Aufträge von Kunden. E s handelt sich um einen wahren Koloss: 17 Tonnen wiegt das Bohrwerk in der Hauptwerkstatt von InfraServ Knapsack. Das Gerät ist 7 Meter lang, 3,60 Meter hoch und 3,25 Meter breit. Entsprechend groß war jetzt der Aufwand, als die Maschine in eine andere Halle versetzt werden musste. Wie Stefan Zylajew von InfraServ Knapsack (ISK) berichtete, wurde die Maschine von einem Anbau der Hauptwerkstatt im Werksteil Knapsack des Chemieparks in die benachbarte Haupthalle verlegt. Dazu musste ein neues, zwei Meter tiefes Fundament geschaffen werden. Das Bohrwerk wurde mit einem Kran auf einen Schwerlastanhänger verladen und in die Haupthalle transportiert. Dort wurde es dann mit dem vorhandenen Hallenkran abgeladen und am neuen Standort installiert. Das war auch von der Planung her nicht ganz einfach: „Es war schwer, eine Dokumentation für die Maschine zu bekommen, denn sie stammt aus dem Jahr 1953“, erläuterte Zylalew. Fündig wurde er schließlich beim Hersteller: der Firma Rottler Maschinenbau, vormals Collet & Engelhard, mit Sitz in Mudersbach-Birken (Rheinland-Pfalz). Dort konnte man noch einige nützliche Informationen zu dem Prachtstück liefern. An eine Neuanschaffung hat man bei ISK zu keinem Zeitpunkt gedacht, so Zylajew: „In den 50er-Jahren wurden sehr stabile Maschinen gebaut, und das Gerät bietet vielfältige Möglichkeiten.“ Das Bohrwerk hat sich in der Werkstatt über Jahre hinweg bewährt. Mit ihm lassen sich auch sehr große Bauteile bearbeiten, zurzeit etwa eine 1,75 Meter mal 1,75 Meter große und 40 Millimeter dicke Stahlplatte. Das Besondere an dieser Werkzeugmaschine: Während bei anderen Geräten das Werkstück bewegt wird und das Werkzeug an seiner festen Stelle bleibt, so verhält es sich bei dieser Maschine in der Werkstatt genau umgekehrt: „Das Werkstück wird fest fixiert, und das Werkzeug bewegt sich.“ Ein Meißel schwingt über das Werkstück und spant Metall von der Oberfläche ab. Dadurch ist es möglich, auch Teile von eher ungewöhnlichen Ausmaßen und komplizierter Geometrie zu bearbeiten, die also nicht dem Standard entsprechen müssen. Die Maschine wird zum Bohren und Zerspanen benutzt, zum Beispiel von Metallplatten, aber auch von Ventilen oder Wärmetauschern, an denen die Dichtflächen bearbeitet werden können. ISK bietet Bearbeitungen mit der Maschine sowohl Firmen aus dem Chemiepark als auch externen Kunden an. Die Resonanz ist schon jetzt groß. Deswegen musste die Verlegung an den neuen Standort sorgfältig geplant werden, damit es angesichts der großen Nachfrage nicht zu längeren Ausfallzeiten kommt. Letzten Endes war das Gerät nur eine Woche außer Betrieb; dann wurde die Arbeit wieder aufgenommen, denn der nächste Auftrag wartete schon. Insgesamt wurden in der Hauptwerkstatt im Rahmen eines Optimierungsprojektes in den ersten Monaten dieses Jahres vier große Werkzeugmaschinen versetzt. Ziel ist die Anpassung der Hauptwerkstatt auf neue Anforderungen. Durch das Versetzen des Bohrwerkes konnte jetzt die Anzahl der Arbeitsplätze in der Maschinenschlosserei verdoppelt werden. Ungefähr halb so alt wie die Maschine, bedient Oliver Schul als Zerspanungsmechaniker das sehr gut erhaltene „Schätzchen“ KnapsackSpiegel 04.|05.2016 11

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