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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 04/05-2016

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Alles aus einer Bank. WorksiteBanking und WorksiteVersicherungen. Degussa Bank Nähere Informationen erhalten Sie im Internet oder in Ihrem Bank-Shop vor Ort: Degussa Bank AG Bank-Shop Chemiepark Knapsack Industriestraße 300 50354 Hürth lp.degussa-bank.de/banking-und-versicherungen Ansprechpartner: Marcus Lütticken Telefon: 02233 / 48 - 1244 Fax: 02233 / 48 - 1245 E-Mail: marcus.luetticken@degussa-bank.de 16 KnapsackSpiegel 04.|05.2016

Chemiepark Knapsack Neues Format im Chemiepark Knapsack Expert-Lunch war ein voller Erfolg Nachhaltige Kraftstoffe, Chemikalien und Polymere aus Sonne und CO 2 – große Visionen – aber auch große Potenziale-Expertenlunch im Blauen Salon des Chemieparks Knapsack E ine Idee unter den Partnern InfraServ Knapsack, Leiter Kommunikation Thomas Kuhlow, und Michael Carus, Geschäftsführer nova-Institut, wurde erstmalig angegangen und war ein voller Erfolg. Rund 30 Teilnehmer folgten der Einladung in der Mittagszeit, Wissen von Experten zu bekommen und sich gleichzeitig innerhalb des Chemieparks noch besser kennenzulernen. So referierten Michael Carus und Achim Raschka zu dem Themenbogen Nutzung von Sonnenergie und Kohlendioxid für aktuelle und zukünftige Chemieanwendungen. Die Nutzung von Kohlendioxid, unter Experten „Carbon Capture & Utilization (CCU)“ genannt, kommt in Schwung. CO 2 als Rohstoff in Kombination mit erneuerbaren Energien bildet ein zukunftsträchtiges Potenzial. Einige CCU-Technologien sind bereits weit entwickelt und es steht ein Hochskalieren auf Industriemaßstab an; andere Technologien sind noch im Laboroder Pilotmaßstab. Angeregt diskutiert wurde über den richtigen Weg der Implementierung, reichen Forschungsprogramme oder sind konkrete Marktanreize vonnöten? Eine besondere Chance bietet der Flugsektor, der mit solaren Flugtreibstoffen seine CO 2 -Emissionen ganz Tagesaktuelle INFOS für CHEMIEPARK-Mitarbeiter AUF: www.chemiepark-knapsack.de/ arbeiten/cpk-intern Sie haben den Expert-Lunch aus der Taufe gehoben: Achim Raschka, Michael Carus und Thomas Kuhlow (v. l.) erheblich reduzieren könnte. Technologisch weit sind vor allem CCU-Systeme, die über erneuerbaren Strom via Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff erzeugen und aus diesem und CO 2 über Fischer-Tropsch-Verfahren eine Vielzahl synthetischer Kraftstoffe und Chemierohstoffe liefern können. Hierzu zählen z. B. die Technologien der deutschen Firma sunfire. Führend bei der Nutzung von CO 2 für die Produktion von CO 2 -basierten Polymeren ist die Firma Covestro (ehemals Bayer Material Science), die im Jahr 2016 in Dormagen die ersten CO 2 - basierten Polyurethanschäume herstellen wird. Dies soll der Start zu einer ganzen Produktfamilie auf Basis von CO 2 -basierten Polyolen und Polymeren werden. Große Visionen – aber auch große Potenziale. „Grundsätzlich kann der gesamte Bedarf an Energieträgern und Chemierohstoffen mit erneuerbaren Energien und CCU-Technologien lang- fristig und nachhaltig gedeckt werden“, so Diplomphysiker Michael Carus. Er rechnete vor, dass selbst unter Berücksichtigung von Netz- und Speicheraufbau im Jahr 2050 fünf bis zehn Prozent der weltweiten Wüstenflächen ausreichen würden, um mit Fotovoltaik und CCU den globalen Energiebedarf sowie den gesamten Kohlenstoffbedarf der Chemie- und Kunststoffindustrie zu decken. „Das bedeutet“, so Carus, „dass es vor allem eine Frage der richtigen politischen Weichenstellung und der Investitionen ist, ob wir zukünftig weltweit Rohstoffengpässe bekommen werden oder nicht.“ Weitere Informationen und Publikationen zu dem Thema finden Sie unter http://nova-institut.de und www.bio-based.eu Wir möchten diese Reihe des „Expert-Lunch“ gerne fortsetzen und freuen uns über Themenvorschläge und Anregungen an thomas.kuhlow@ infraserv-knapsack.de KnapsackSpiegel 04.|05.2016 17

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