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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 06/07-2014

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

CHEMIEPARK KNAPSACK

CHEMIEPARK KNAPSACK Azubis unterstützen Ärzte und Patienten DATENBANK FÜR DAS ZENTRUM FÜR THERAPEUTISCHES REITEN Wie viel Zeit und Mühe sie den Therapeuten und Ärzten, die sich im Zentrum für therapeutisches Reiten Johannisberg in Windhagen engagieren, ersparen, können Stefan Langecker und seine Kollegen nicht genau sagen. Aber eins ist sicher: Den bürokratischen Teil der Arbeit im Verein haben die Auszubildenden der InfraServ Knapsack vereinfacht. U nter Leitung von Stefan Langecker, Auszubildender zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung im ersten Lehrjahr, haben die vier Azubis eine Datenbank erstellt, die es den Ärzten und Therapeuten erleichtert, Berichte über ihre Patienten zu schreiben. Mithilfe der Datenbank haben die Mitarbeiter Zugriff auf alle gespeicherten Daten von Patienten, Ärzten und Krankenkassen. Mit dem Programm werden einzelne Therapieverläufe festgehalten. In Tabellen finden die Mitarbeiter Textbausteine, die sie immer wieder verwenden können. Aus den Textbausteinen, die sie je nach Zustand des Patienten auswählen, können die Mitarbeiter ein Schreiben zusammenstellen, das für die Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenkassen unabdingbar ist. So findet sich beispielsweise unter der Kategorie „Ausgangsbefund“ der Button „Fortbewegung“. Hier können Eigenschaften wie „Kann frei laufen“ angeklickt werden. Und dort kann dann wiederum per Mausklick der Zustand mit Textvorschlägen wie „hat Hinkmechanismus“ oder „zieht linkes Bein nach“ weiter eingegrenzt werden. Dank der Datenbank müssen die Therapeuten nicht mehr manuell die Art der Fortbewegung eines Patienten und seine Fähigkeiten eintippen. Auch Therapieberichte können auf diese Weise individuell zusammengestellt werden. Stefan Langecker ist der führende Kopf des Azubi-Teams, welches die Datenbank erstellt hat Über den Geschäftsführer der RHEIN-ERFT AKADEMIE Michael Maier ist der Kontakt zum Zentrum für therapeutisches Reiten zustande gekommen. Die Mitarbeiter des Zentrums hatten den Wunsch nach einer solchen Datenbank geäußert, mit der die Arbeit des Berichteschreibens erleichtert wird. Stefan Langecker als angehender Fachinformatiker und drei weitere Auszubildende, die IT-Systemelektroniker werden möchten, haben den Auftrag bekommen. Im Dezember hat sich das Team mit den Verantwortlichen des Zentrums für therapeutisches Reiten zusammengesetzt und Wünsche und Vorstellungen aufgenommen und besprochen. Bei der InfraServ haben sich die jungen Leute dann an die Planungen gemacht und Aufgaben verteilt. Einer kümmerte sich um das Design, ein anderer hat das Handbuch und die Dokumentation geschrieben. Langecker hat sich in der Hauptsache um das Programmieren gekümmert. Zweimal pro Woche hat sich das Team getroffen. Es wurden Tabellen eingefügt, Daten, die die Mitarbeiter des Zentrums geliefert haben, eingepflegt. So sind rund 500 Textbausteine in einzelne Kategorien unterteilt eingegeben worden. Noch befindet sich die Datenbank in der Testphase, und Stefan Langecker hofft auf eine positive Rückmeldung. Doch bereits jetzt sind die Azubis – zu Recht – stolz auf ihr großes Werk. 14 KnapsackSPIEGEL 06.|07.2014

CHEMIEPARK KNAPSACK Aktuelles zum Thema Zecken: BEISSEN KÖNNEN SIE ZWAR NICHT, ABER … Dieses Jahr sind sie außergewöhnlich früh aktiv und haben wegen des sehr milden Winters auch in der „kalten“ Jahreszeit nicht geschlafen. Von Experten wurde die Zecke einst zum gefährlichsten Tier Deutschlands gekürt, was angesichts ihres infektiösen Potenzials auch nicht übertrieben ist. E igentlich sind sie beneidenswerte Tiere: Sie überleben lange Hungerphasen, extreme Temperaturen, erobern immer wieder neue Regionen und Jahreszeiten – und haben dabei noch einen Sinn für Gemütlichkeit, was die bevorzugt aufgesuchten Körperstellen angeht (warm, feucht, geschützt). Leider übertragen sie gefährliche Krankheitserreger – allen voran Borrelien und das FSME-Virus. Zecken, die zu den Milbentieren gehören, findet man überall in Europa – vor allem an Waldrändern, auf Lichtungen und im Unterholz, mittlerweile aber auch zunehmend in Gärten und städtischen Grünanlagen. Sie lassen sich nicht von Bäumen auf den ahnungslosen Menschen fallen, sondern werden durch diesen quasi im Vorübergehen von Gräsern und Büschen abgestreift, krallen sich an ihm fest und wandern auf der Suche nach einem geeigneten Futterplatz umher. Schließlich stechen sie ihren Wirt, saugen sein Blut und bleiben durch verschiedene Mechanismen fest an ihm haften. Der Zeckenstich schmerzt und juckt grundsätzlich nicht. Die Borreliose kann zu einer schweren Erkrankung mehrerer Organsysteme führen. Bis zu 30 % der Zecken tragen den Erreger in sich, es kommt nach dem Stich nicht unbedingt zur Infektion und Erkrankung. Nach einer lokalen Hautreaktion („Wanderröte“), die auch fehlen kann, können Herz, Nerven- system und Gelenke befallen werden. Durch ein Überdauern des Erregers im Gewebe können sogar nach Jahren noch Krankheitssymptome auftreten. Günstig ist, dass erst ca. zehn Stunden nach dem Einstich die Erreger übertragen werden. Bei Erkrankungsverdacht wird frühzeitig eine Antibiotika-Therapie eingeleitet. Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kommt nur in bestimmten Regionen vor, in denen Zecken das Virus in sich tragen (siehe z. B. unter www.rki.de). Von Mai bis November ist die Infektionsgefahr zwar am größten, besteht mittlerweile im Prinzip aber ganzjährig. Im Falle einer Erkrankung gehen nach einer Phase mit grippeähnlichen Symptomen die Krankheitserscheinungen zunächst zurück, bevor sich dann eine zweite Phase mit hohem Fieber, Hirnhaut- oder Gehirnentzündung anschließt. Es besteht das Risiko bleibender Folgeschäden. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich. Dafür besteht die Möglichkeit der Schutzimpfung. Das Virus wird bereits nach dem Stich übertragen, was die Bedeutung vorbeugender Maßnahmen unterstreicht. Als grundsätzliche Maßnahmen nach einem Zeckenstich gelten: Ruhe bewahren, frühzeitige Entfernung der Zecke – ohne Drehen, Klebstoff, Öl etc. – durch vorsichtiges Herausziehen mittels Pinzette, Zeckenzange oder -karte, anschließende Wunddesinfektion. Eine generelle Antibiotika-Prophylaxe wird nicht empfohlen. Ein Arztbesuch ist bei den oben genannten Krankheitssymptomen oder einer Entzündung der Einstichstelle ratsam. Sinnvolle prophylaktische Maßnahmen vor einem Zeckenstich sind: die Vermeidung ihrer Lebensräume, das gründliche Absuchen des Körpers nach Aufenthalten in der Natur (besonders bei Kindern!), das Tragen bedeckender (möglichst heller) Kleidung und deren Waschen bei mindestens 60° C, ggf. die Verwendung von Insektenschutzmitteln, die FSME-Schutzimpfung vor Reisen in sog. Endemiegebiete. Gern berät Sie auch Ihre werksärztliche Abteilung. Dr. med. Matthias Fischer KnapsackSPIEGEL 06.|07.2014 15

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