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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 06/07-2015

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Dialog im Chemiepark Knapsack Informative Gesprächsrunde mit Betriebsräten und Politikern Welche Themen bewegen die Betriebsräte und Mitarbeiter am Standort? Dazu tauschen sich Vertreter der Belegschaftsvertretung regelmäßig aus. Vertreter der Betriebsräte aus den Standortunternehmen im Chemiepark Knapsack trafen sich auf Einladung von Clariant-Betriebsratsvorsitzendem Reiner Wirsbitzki (r.) zum Gespräch miteinander und mit Gästen aus der Kommunalpolitik D ie Gastrolle zur Gesprächsrunde wechselt regelmäßig zwischen den Standortunternehmen. Im Mai begrüßte Reiner Wirsbitzki, Betriebsratsvorsitzender bei Clariant, rund 20 Teilnehmer, darunter – im Jahr der Bürgermeisterwahl – auch Gäste aus der Politik. Eingeladen waren der Hürther Bürgermeister Walther Boecker, dessen Amtszeit im Herbst endet, sowie die Kandidaten für seine Nachfolge. Für die CDU stellte sich Dirk Breuer vor, für die SPD Stephan Renner. Zum Zeitpunkt der Einladung zu diesem Treffen waren dies die einzigen Bürgermeisterschaftskandidaten. Wirsbitzki warf einen kurzen Blick auf die aktuellen Entwicklungen bei Clariant in Deutschland. Für den Standort Hürth unterstrich er das „gute soziale Umfeld“ und die gute Zusammenarbeit mit dem Standortbetreiber InfraServ Knapsack. Alle Teilnehmer stellten sich vor und sprachen an, was sie gerade als Mitarbeitervertreter der Beschäftigten im Chemiepark Knapsack beschäftigt. Gemeinsam wurden auch wichtige Standortthemen diskutiert. Thomas Kuhlow, Leiter Kommunikation bei InfraServ Knapsack, und Wolfgang Schick, Werkleiter bei CABB, berichteten zudem aus dem Arbeitskreis Kommunikation. Dieser Arbeitskreis mit Vertretern von Arbeitgeberseite und Belegschaftsvertretung dient einer engen Abstimmung bei all den Fragen um die Kommunikation. Sehr gute gemeinschaftliche Ergebnisse konnten erzielt und in dieser Sitzung präsentiert werden. Zu Gast war auch Helge Herrwegen, Gewerkschaftssekretär der IG BCE Köln-Bonn, der über aktuelle Themen aus der Gewerkschaft informierte. Die Betriebsräte dankten Boecker für die langjährige gute Zusammenarbeit. Dieser blickte auf die knapp 20 Jahre im Amt zurück, in denen er eine „besondere Wertschätzung“ für den Chemiepark Knapsack entwickelt habe. Die Politik habe etwa auf den Neubau einer Straße verzichtet, die eine Erweiterung des Geländes verhindert hätte. Zurzeit fehle nur noch das Ja aus Berlin, damit die neue Ortsumgehung zur Entlastung der Luxemburger Straße kommen könne. „Da muss jetzt von allen Seiten Druck gemacht werden“, betonte Boecker. Breuer bewertete das gute Verhältnis des Chemieparks zur Nachbarschaft sehr positiv: „Das ist keineswegs selbstverständlich.“ Den Unternehmen müsse weiter die Möglichkeit zum Wachstum gegeben werden. Auch Renner betonte, es sei von großer Bedeutung, die Reserveflächen vernünftig zu nutzen, denn: „Der Chemiepark ist ein wichtiger Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler.“ Die Betriebsräte rufen die in Hürth wohnenden Mitarbeiter auf, im September von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Es handelt sich um eine Persönlichkeitswahl und eine ähnlich gute Wahlbeteiligung wie bei Betriebsratswahlen wäre wünschenswert“, fügte Wirsbitzki an. 10 KnapsackSpiegel 06.|07.2015

Chemiepark Knapsack 33 Schülerinnen besuchten beim Girls’ Day die InfraServ Knapsack Wasserstrahlschneidemaschine, Elektrokabel und Co. Geballte Frauenpower herrschte beim diesjährigen Girls’ Day im Chemiepark Knapsack. Infra- Serv Knapsack hatte 33 Schülerinnen eingeladen, Ausbildungsberufe kennenzulernen, die vor allem von Männern ausgeübt werden. I n drei Gruppen aufgeteilt und von einer Auszubildenden begleitet, machten sich die Mädchen auf den Weg durch den Chemiepark, um mehr über die Berufe in der Hauptwerkstatt, beim Engineering und in der Werkstatt für Instandhaltung zu erfahren. An einer Werkbank in der Werkstatt für Instandhaltung suchte sich jede Schülerin einen Platz und folgte den Anweisungen von Karl-Heinz Hofmeister, der ihnen erklärte, wie eine Verlängerungsleitung hergestellt wird. Zunächst wurde ein Stück Isolierung von einer Leitung entfernt, damit die freiliegenden Kupferlitzen miteinander verdrillt werden konnten. Selbstsicher gingen die Mädchen ans Werk, und sie lauschten anschließend den Erklärungen Hofmeisters, welche Tätigkeiten ein Elektroniker für Automatisierungstechnik bei der Infra- Serv Knapsack ausübt. Dass Sicherheit in dem Unternehmen besonders groß geschrieben wird, erfuhren die Besucherinnen ebenfalls. Hofmeister zeigte ihnen Arbeitshandschuhe und Schutzbrillen und erklärte, wie Arbeitsanweisungen erstellt werden. In der Hauptwerkstatt ging es anschließend ziemlich laut zu. Nachdem der Gruppe erläutert worden war, wie die Wasserstrahlschneidemaschine programmiert wird, staunten die Besucherinnen, dass diese Befehle in Windeseile umgesetzt werden. „Achtung, jetzt wird es ziemlich laut“, warnte Techniker Stefan Zylajew die Zuschauerinnen, und schon setzte sich die Wasserstrahl- schneidemaschine in Bewegung. Pfeifend und rauschend schoss der feine Wasserstrahl mit einer Kraft von 3500 Bar aus der Düse und schnitt ein Aluminiumstück in Form. Einprogrammiert worden war ein Flaschenöffner in Haifischform, der aus der Aluminiumplatte gelöst wurde. „Ich finde es hier sehr interessant“, sagte Louisa Borkenhagen. Die 15-Jährige war mit Begeisterung beim Girls’ Day dabei und staunte, als Markus Kanonenberg, Elektroniker für Automatisierungstechnik und derzeit in der Praxisphase seines dualen Studiums, sowie die Mechatroniker-Auszubildende Celine Jeub die Gruppe durch den Chemiepark führten. „Wer von euch weiß, worin Chlor enthalten ist?“, fragte Kanonenberg. „Im Schwimmbad“, antwortete Miriam Ertekin prompt. Während die 14-jährige Gymnasiastin aus Bornheim weiter nachdachte, kam ein weiterer Stoff, in dem sich Chlor befindet, von Kanonenberg: „Im Salz! Die chemische Formel hierfür heißt ja auch Natriumchlorid. Und das wird hier benutzt, um reines Chlorgas herzustellen, was dann weiterverarbeitet wird, zum Beispiel zu PVC.“ Im Engineering erlebten die Schülerinnen technische Planung hautnah. Sie setzten eine Anleitung, wie eine Schokoladen-Gesichtsmaske hergestellt wird, zusammen und bestimmten den Arbeitsablauf. Für alle – die Schülerinnen, die Auszubildenden der InfraServ Knapsack, die die Gruppen begleiteten, und für die Organisatoren um Ausbildungsleiter Dirk Borkenhagen – war es ein spannender Tag. Und so manch eine der Schülerinnen überlegte bereits bei dem Besuch, ein „Männerberuf“ ist gar nicht so übel. Verschiedene Stationen durchliefen die Schülerinnen am Girls’ Day bei der InfraServ Knapsack KnapsackSpiegel 06.|07.2015 11

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