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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 06/07-2015

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack Gute

Chemiepark Knapsack Gute Schwingungen Gemeinsame Lösung zum Erhalt der Netzqualität Stromnetze sind komplexe Gebilde. Das An- oder Abschalten von Anlagen hat immer auch Auswirkungen auf das angeschlossene Stromnetz, die es entsprechend aufzufangen gilt. In einem komplexen Projekt wurde kürzlich viel für den Erhalt der Netzqualität im Werksteil Hürth getan. Ralf Schwefel in der neuen Filterkreisanlage D abei haben die Projektpartner gemeinsam einen Weg gefunden, unerwünschte Oberschwingungen aus dem Stromnetz zu entfernen. Unter Oberschwingungen verstehen die Experten Verzerrungen und schnelle Veränderungen der Spannung im Netz, die Betriebsmittel beeinträchtigen und zu Ausfällen bei Elektronik oder Steuerungen führen können. Sie waren durch die Verschaltung von Transformatoren in zwei Anlagenteilen entstanden. Um weiterhin eine hohe Qualität und Verfügbarkeit des Stromnetzes zu ge- währleisten, schloss InfraServ Knapsack deshalb in einem ersten Schritt ausschließlich ausgewählte Verbraucher an die betroffene Schaltanlage im Werksteil Hürth an und leitete andere Netzbereiche um. Gleichzeitig suchte man nach einer praktikablen Lösung, um die Oberschwingungen dauerhaft zu beseitigen, und entschied sich schließlich für den Einbau einer Filterkreisanlage direkt im Gebäude der Schaltanlage. „Filterkreisanlagen haben sich bei der Kompensation von Oberschwingungen bewährt, sie erhalten die Spannungsqualität im Netz und schützen Betriebsmittel und Elektronik“, erklärt Ralf Schwefel aus der Verund Entsorgung von InfraServ Knapsack. „Um sie zu dimensionieren, ist jedoch viel Spezialwissen nötig.“ Deshalb wurden beispielsweise Messungen von rund einem Jahr ausgewertet und die Anlage auf der Grundlage der erhobenen Extremwerte dimensioniert „In diesem Projekt mussten wir eine Vielzahl von Rahmenbedingungen und Anforderungen beachten. Doch durch die enge, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und den Einsatz aller Beteiligten haben wir gemeinsam eine für alle tragbare Lösung entwickelt, die nicht nur wirksam, sondern auch wirtschaftlich ist“, so Schwefel. Mit Erfolg, denn die Filterkreisanlage erhöht nicht nur die Anlagenlebensdauer beim Projektpartner und die Netzqualität bei InfraServ Knapsack. Durch die Platzierung im Gebäude der Schaltanlage reduzierten sich für den Kunden außerdem die Investitionskosten im Vergleich zu einer Montage auf dem eigenen Betriebsgelände. Neue Messungen zeigen, dass sich die Netzqualität seit der Inbetriebnahme der Filterkreisanlage deutlich verbessert hat und nun durchgängig im Normbereich liegt. Schwefel: „Deshalb können wir nun wieder andere Netzbereiche über die Schaltanlage versorgen und sie dadurch für Schaltungen im gesamten Werksteil Hürth nutzen. Dies hat positive Auswirkungen auf die Verfügbarkeit des gesamten Stromnetzes im Chemiepark.“ 8 KnapsackSpiegel 06.|07.2015

Chemiepark Knapsack Betriebsversammlung der InfraServ Knapsack Sicherheit ist und bleibt das A und O Stärkster wirtschaftlicher Jahresauftakt seit Bestehen der InfraServ Knapsack. Realistisch gesteckte Ziele für 2015 sind greifbar. Y vonne Gürzenich, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, begrüßte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der InfraServ Knapsack sowie Gäste vom Fürstenberginstitut und Helge Herrwegen von der IG BCE. Der Betriebsratsvorsitzende Hans-Peter Zilleken zog aus Sicht des Betriebsrates ein gemischtes Fazit des Jahres 2014. Mit der Erreichung der wirtschaftlichen Zieluntergrenze bei gleichzeitiger Reduzierung der Unfallziele war die Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern insbesondere bei der Ankündigung, dass es keine Restzahlung an Erfolgsbeteiligung im Monat Mai geben wird, spürbar. Erfreulich für Zilleken ist die Fortsetzung der positiven Entwicklung aus dem zweiten Halbjahr 2014 ins Jahr 2015 hinein. Hierdurch konnten sieben neue Mitarbeiter eingestellt, 16 befristete Arbeitsverträge in unbefristete umgewandelt sowie neun Auszubildende übernommen werden. Erfreulich für Zilleken ist auch die Situation bei den Auszubildenden und der Umsetzung für bessere Übernahmebedingungen. Weiter stellte er die aktuellen Entwicklungen bei der JLK, Penka I und der Tarifumsetzung vor. Zilleken warb für die Teilnahme an der anstehenden freiwilligen und anonymen Umfrage zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz. Als Schwerpunkt der Herausforderung für die Betriebsratsarbeit 2015 sieht Zilleken die jetzt anstehenden Verhandlungen mit der Geschäftsführung zur Fortsetzung der Betriebsvereinbarung Wettbewerbsfähigkeit und zur Verwendung des Demografiefonds. Dr. Mittelviefhaus vertiefte dann im Rückblick der Geschäftsleitung die Licht- und Schattenseiten des abgeschlossenen Jahres 2014. Er dankte ausdrücklich allen Mitarbeitern für das Engagement und vor allem für den Willen und die Bereitschaft, sich und die InfraServ Knapsack weiterzuentwickeln. Hierdurch ist in 2014 ein gutes Fundament für die aktuell sehr positive Entwicklung gelegt worden. Hierbei betonte Ralf Müller, dass die Erreichung der realistisch gesteckten Ziele 2015 greifbar ist. Grundlage für diesen Erfolgskurs ist die beharrliche Verfolgung der Strategie mit ihren fünf Säulen. Dies erläuterten die zwei Geschäftsleiter mit aktuellen Beispielen im Chemiepark wie dem Lager für Chemikalien-Container (LCC), PSM 5 und BPL 512, aber auch in den drei Niederrheinwerken, beim Kunden Deutsche Infineum im Kölner Norden und im Ruhrgebiet. Dabei dankten beide dem Engagement der Mitarbeiter in den neuen Präsenzen und zeigten hier Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiter innerhalb der ISK auf. Ralf Müller schloss mit einem Appell an alle Mitarbeiter, die Sicherheit zu einer Herzensangelegenheit zu machen. Er versprach absolute Rückendeckung, im Konfliktfall die Sicherheit dem Umsatz vorzuziehen, auch wenn es zu Konflikten mit Kunden kommt. Hier wird ein lang angelegtes Projekt unter Federführung der Arbeitssicherheit Hilfestellung und Unterstützung zur Erreichung eines noch besseren Sicherheitsniveaus geben. Dann stellte Dr. Michael Scheil die aktuellen Leistungen des Fürstenberginstituts für die Mitarbeiter der InfraServ Knapsack vor. Die Grundregel, sich lieber einmal mehr als zu wenig einen guten (kostenlosen) Rat beim Fürstenberginstitut zu holen, als mehr als vier Nächte unruhig zu schlafen, unterstrich auch der neue Ansprechpartner Herr Czech, der ab 11. Juni 2015 seine Sprechstunden für die Mitarbeiter der ISK regelmäßig anbietet. Anschließend erläuterte IG-BCE-Gewerkschaftssekretär Helge Herrwegen den aktuellen Tarifabschluss und betonte den gemeinsam erkämpften Erfolg. Hierbei führte er an, dass neben der Tariferhöhung der Demografiefonds, aber auch die Regelung zur Altersfreizeit hart umkämpfte Positionen waren und auch für die Zukunft bleiben. Er forderte jedoch auch dazu auf, durch aktive Mitgliedschaft die Chemietarifbindung zu stärken und gemeinsame Interessen auch in der Energie- und Verkehrspolitik mit Nachdruck zu stärken. Er lud alle Mitglieder am 19.9. zum 125-jährigen Bestehen der IGBCE zum Familienfest ein. Auch Sven Landskron aus dem Engineering nahm sich gerne den Strategie- Würfel der InfraServ Knapsack mit KnapsackSpiegel 06.|07.2015 9

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