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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 06-07-2016

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Rhein-Erft Akademie „UnterFremden“ – eine besondere Geschichte Die Schüler der Ausbildungsvorbereitung „Fliegender Start” des Rhein-Erft Berufskollegs konnten im Kölner Künstler Theater ein ganz besonderes Theaterstück erleben. H intergrund des Theaterbesuchs war die Tatsache, dass die Hälfte der Berufsstarter einen Migrationshintergrund hat. Sie kommen aus der Türkei, Polen, Kosovo, Iran, Afghanistan und Rumänien. „UnterFremden“ ist die Geschichte von Alkofa aus Eritrea und Kharim aus Syrien, welche in einem Flüchtlingsheim leben. Stefan aus Erftstadt leistet dort Sozialstunden ab. Die Schüler wurden mit fremdenfeindlichen Positionen, aber auch mit den berührenden Geschichten der Flucht, die auf wahren Begebenheiten beruhen, konfrontiert. Doch auch der Humor kam nicht zu kurz. So mussten die Schüler besonders bei der Beschreibung von Knapsack – ja, der Chemiepark kam in dem Stück vor – als „… das Ende der Welt!“ lachen. (Anm. der Redaktion: Einer der Protagonisten im Theaterstück – Stefan – kommt aus Erftstadt und fuhr immer am Chemiepark vorbei …) Als krönender Abschluss fand noch eine rege Diskussion mit dem Regisseur, Georg zum Kley, und den Schauspielern über das Thema „Flüchtlinge“ statt. Nach interessanten drei Stunden waren sich alle einig: „ Das war ein tolles Stück und von den Schauspielern total überzeugend gespielt.“ Ein großer Dank gilt dem Rhein-Erft BERUFS- START e. V. der diesen Besuch möglich gemacht hat. Vergnügen, gekoppelt mit nachdenklichen Elementen zur Flüchtlingsproblematik, war das Ergebnis des Theaterbesuchs 18 KnapsackSpiegel 06.|07.2016

Chemiepark Knapsack Neue Räume für die Schwerbehindertenvertretung Büro bietet Raum für ungestörte Gespräche Die Schwerbehindertenvertretung der InfraServ Knapsack hat im April neue Räume bezogen. Das Team, dem Vertrauensperson Ivonne Heuser sowie ihre Stellvertreter Margareta Theissen und Rainer Henn angehören, ist jetzt im Gebäude 0110 in Knapsack zu finden. D ie zuvor genutzten Räume innerhalb des Betriebsrates waren eher ungeeignet für Gespräche. „Es geht ja oft um sehr private und vertrauliche Angelegenheiten“, sagte Heuser. Auch vor dem Hintergrund, dass der Bedarf an Beratungsgesprächen in den vergangenen Monaten stark zugenommen habe, wurde nun ein eigenes Büro für die Schwerbehindertenvertretung eingerichtet. Ivonne Heuser, Margareta Theissen und Rainer Henn üben die Beratungstätigkeit ehrenamtlich neben ihrer Hauptbeschäftigung bei InfraServ Knapsack aus. „Für die Arbeitsstunden in der Schwerbehindertenvertretung werden wir freigestellt“, erläutert Heuser, „aber ansonsten ist der Erfolg unser Honorar.“ Der Zeitaufwand in der Beratung nimmt allerdings zu – auch, weil teilweise sehr komplexe Angelegenheiten in Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen bearbeitet werden müssen. „Im vergangenen Jahr kamen wir in der Schwerbehindertenberatung auf mehr als 150 Arbeitsstunden“, so Heuser. Die Berater stehen den behinderten Mitarbeitern in allen Angelegenheiten zur Seite. Sie helfen zum Beispiel beim Antrag auf Schwerbehinderung, bei der behinderungsgerechten Einrichtung des Arbeitsplatzes, bei der Beantragung von technischen Hilfen, beim Antrag auf Umschulung oder Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz, bei Fragen zur Rente. Dabei arbeitet die Schwerbehindertenvertretung unter anderem mit Für Ivonne Heuser (l.), Rainer Henn und Margareta Theissen bieten die neuen Räume verbesserte Beratungsmöglichkeiten dem Rhein-Erft-Kreis, mit der Agentur für Arbeit, den Krankenkassen, dem Integrationsfachdienst und der Deutschen Rentenversicherung zusammen. Auch bei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz sowie bei persönlichen Problemen bieten die Berater Unterstützung an. Im neuen Büro haben sie besonderen Wert auf eine lockere Atmosphäre gelegt. So gibt es neben einem Schreibtisch einen weiteren Tisch mit Stühlen, an denen ungezwungene Gespräche stattfinden können. „Viele haben Ängste und Hemmungen, die wollen wir ihnen nehmen“, sagt Rainer Henn. „Uns ist es wichtig, dass es sich um Gespräche unter Kollegen handelt“, ergänzt Margareta Theissen. „InfraServ Knapsack unterstützt uns, es ist ein sehr sozial aufgestelltes Unternehmen“, sagt Heuser. Wenn schwerbehinderte Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr zurechtgekommen sind, sei es bis jetzt immer gelungen, eine Lösung zu finden, etwa durch Versetzungen. „Eine Garantie dafür gibt es aber nicht“, so die Vertrauensperson weiter. Was sind die größten Ziele für die Zukunft? „Wir wollen eine Integrationsvereinbarung mit dem Unternehmen treffen, damit die Spielregeln genau definiert werden“, erklärt Henn. Auch in der Erhöhung des Rentenalters auf 67 sieht die Schwerbehindertenvertretung eine große Herausforderung. Heuser: „Für viele Handwerker bei InfraServ Knapsack, die teils schwere körperliche Arbeit verrichten, wird es schwierig, diese Tätigkeiten bis ins hohe Alter zu verrichten.“ KnapsackSpiegel 06.|07.2016 19

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