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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 08/09-2015

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack InfraServ Knapsack – nicht nur in der Prozessindustrie zu Hause 1.280 Schrauben für Köln gelöst Mitarbeiter wechseln schwere Dichtgummis am Rheinufertunnel aus und sorgen so für eine trockene Straße bei Hochwasser. E s waren zwei besondere Nachtschichten, die Andreas Breitbach mit seinen Kollegen Ende Oktober 2014 und Februar 2015 einlegte. Mitten in Köln, genauer gesagt im Rheinufertunnel in Höhe der Deutzer Brücke, mussten die Mitarbeiter von InfraServ Knapsack große Gummidichtungen an den Hochwasser-Toren wechseln. InfraServ- Knapsack-Projektleiter Breitbach: „Die Entwässerungsbetriebe der Stadt Köln erteilten den Auftrag an die Firma JP Schulz aus Köln-Gremberg. Diese lieferte die speziellen Dichtgummis und beauftragte die InfraServ Knapsack mit der Montage der Dichtelemente.“ Nach 31 Jahren hatten die Dichtungen in den Toren, die bei Hochwasser den Tunnel an der Nord- und Südseite vor den Wasserfluten schützen sollen, einen bestimmten Härtegrad erreicht und mussten ausgewechselt werden. Der Tunnel hat an jeder Seite vier doppelflügelige schwere Eisenschwenktore. Insgesamt werden die Dichtgummis von 1.280 Innensechskant-Schrauben gehalten. Im Vorfeld wurden einige Schrauben bewegt und gedreht, um zu sehen, wie sie sich lösen lassen. Ausgestattet mit mehreren Hebebühnen, zahlreichen Akku-Schraubern, Spezialwerkzeugen und jede Menge Manpower startete die Nachtschicht um 21.30 Uhr unterhalb vom Hotel Maritim. Punkt 22 Uhr wurde der Tunnel für den Sonst stark befahren – diesmal eher ruhig. Der Rheinufertunnel in Köln. Holger Göcking entfernt die alte Gummidichtung. Verkehr gesperrt. Es dauerte nur wenige Minuten, bis die gut vorbereiteten Männer aus dem Chemiepark ihre Gerätschaften in Stellung gebracht hatten. Das Surren der Akku-Schrauber begann. Viele der Schrauben ließen sich problemlos lösen. Doch einige bereiteten den Männern Schwierigkeiten. Gerade an der Südseite saßen mehrere Schrauben besonders fest. Mit Winkelschleifern, großen Zangen, Hammer und Meißel versuchten die Mitarbeiter, die Gewindebolzen zu lockern. Manche zeigten sich hartnäckig, aber am Ende konnten alle herausgedreht werden. Viel Kraft war nötig, um die 31 Jahre alten Gummiprofile aus den Spalten herauszuziehen. Die Mitarbeiter der Firma JP Schulz zeichneten mit einer Schablone Löcher in die neuen Dichtgummis an und bohrten sie auf. An den Tor-Ecken wurden vorgefertigte Winkelelemente montiert, die mehrere Meter langen Dichtgummis auf Stoß angesetzt, verschraubt und an den Stoßstellen mit einer speziellen Dichtmasse verklebt. In einer Nacht konnten an der Südseite die Tordichtungen ersetzt werden. In den Morgenstunden waren die Fahrbahnen von den Gerätschaften geräumt und der Verkehr konnte wie geplant um 8 Uhr wieder freigegeben werden. In der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 2015 startete die zweite Nachtschicht am Rheinufertunnel. Mit der Erfahrung aus dem Oktobereinsatz hatte das Team um Andreas Breitbach die Vorbereitungen noch effektiver geplant. Neben zusätzlichen Hebebühnen und Werkzeugen wurde auch mehr 10 KnapsackSpiegel 08.|09.2015

Chemiepark Knapsack Personal eingesetzt. Dennis Wittow hatte die komplette Arbeitsvorbereitung übernommen, sodass am Nachmittag vor dem Einsatz die Fahrzeuge fertig beladen auf dem Werksgelände der InfraServ Knapsack bereitstanden. Als um 22 Uhr der Tunnel wieder gesperrt war, sah es schon ein wenig nach Routine aus, als die Mitarbeiter die Gerätschaften aufbauten. Breitbach: „Es war zunächst ein Rennen gegen die Zeit. Aber die Schrauben an der Nordseite ließen sich leichter lösen. Nur etwa zehn der 640 Innensechskant-Schrauben an der Nordseite mussten herausgebohrt werden. Zum Vergleich: An der Südseite waren es weit über einhundert. Als klar war, dass wir gut in der Zeit lagen, haben wir nachts um 2 Uhr gemeinsam mit den Kollegen von JP Schulz sogar eine Pause einlegen können.“ Auch Holger Göcking, der in der Nacht das Projekt an der Einsatzstelle leitete, zeigte sich zufrieden. Der Test an beiden Seiten verlief gut. An einigen Stellen musste die Gummilippe angepasst werden. Aber das war schnell erledigt, sodass der Tunnel planmäßig wieder geöffnet werden konnte. „Nicht nur den Einsatzkräften in der Nacht ist für ihr Engagement zu danken, sondern auch den Kollegen der Bauabteilung und der Betriebsbetreuung, die uns in der Vorbereitung mit Material und Werkzeugen unterstützt haben“, so Breitbach. Dass den Mitarbeitern die außergewöhnlichen Nachtschichten auch Spaß gemacht haben, erfuhr Breitbach noch auf der Rückfahrt, als einige sagten: „Sollte noch einmal ein solches Projekt anstehen, dann sind wir gerne wieder mit dabei.“ Ganz unmöglich scheint das nicht, wurde doch immerhin vonseiten der Stadtentwässerungsbetriebe der Stadt Köln sowie der Firma PJ Schulz eine hervorragende Arbeit von gut ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitern attestiert. Mögliche weitere Aufträge der Partner sind also nicht ausgeschlossen. Hervorragende Leistung – die InfraServ Knapsack als Chancengeber Holger Mengel erhält Auszeichnung für Master-Thesis Die InfraServ Knapsack bietet nicht nur eine Vielzahl an Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen an, sondern unterstützt auch ein nebenberufliches Studium nach dem Bachelor. D iesen Weg ist Holger Mengel, Projektmanager in der Informationstechnik der InfraServ Knapsack, mit großem Erfolg gegangen. In diesem Jahr absolvierte Holger Mengel, der auch seine Ausbildung schon bei der ISK gemacht hat, seinen Masterstudiengang der Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Köln. Doch damit nicht genug. Seine Master-Thesis wurde mit dem 1. Platz des traditionellen Erzquell-Förderpreises ausgezeichnet. Der Preis zeichnet herausragende Abschlussarbeiten aus, die neben einem hohen wissenschaftlichen Niveau auch deutliche Praxisnähe aufzeigen. Die Geschäftsleitung gratulierte: „Es freut uns sehr, welche Möglichkeiten unsere Mitarbeiter nutzen, um sich selbst weiterzuentwickeln und die ISK damit ein Stück weit nach vorne bringen. Eine großartige Leistung.“ Holger Mengel thematisierte in seiner Master-Thesis interdisziplinäre Aspekte und Entscheidungskriterien für die Implementierung und Nutzung von Cloud Computing aus der Perspektive von mittelständischen Unternehmen. „Ich freue mich, dass ich das Thema Cloud Computing basierend auf meiner Masterarbeit als IT-Zukunftsthema ausarbeite und der ISK somit einen Mehrwert bringen kann“ , so Mengel. Die InfraServ Knapsack gratuliert zu dieser hervorragenden Leistung und wünscht alles Gute. „Über diesen Weg möchte ich mich auch noch mal für die Unterstützung bei meinem nebenberuflichen Studium bedanken und hoffe weiterhin auf gute Zusammenarbeit und konstruktive Gespräche“, bedankte sich Holger Mengel bei der Geschäftsleitung und allen unterstützenden Personen auf seinem Weg. Holger Mengel KnapsackSpiegel 08.|09.2015 11

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