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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 08/09-2015

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

ChemieparK Knapsack

ChemieparK Knapsack Qualität muss sich immer beweisen Proband für eine gute Sache Kfz-Werkstatt am Feierabendhaus wurde verdeckt getestet und vom TÜV Rheinland für gut befunden. I n unregelmäßigen, dafür aber immer wiederkehrenden Abständen wird die Kfz-Werkstatt am Feierabendhaus von einem unabhängigen Prüfer des TÜV Rheinland „in die Mangel“ genommen und auf Herz und Nieren geprüft. Rainer Schillinger, Leiter der Logistik: „Für uns ist das eine sehr wichtige Maßnahme, um unsere Leistungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Wann können wir das besser als bei einer verdeckten Prüfung?“ Durchgeführt wird diese Werkstatt-Prüfung in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland in Form einer Inspektion oder Wartung, die von einem verdeckten Kunden in Auftrag gegeben wird. Zuletzt von Günther Geisler aus der Kommunikation der InfraServ Knapsack. Da er ein „alter“ Kunde der Kfz-Werkstatt unter der Leitung von Carlo Ricciardi ist, bot sich das an, da man davon ausgehen konnte, dass niemand Verdacht schöpfen könnte. Über Schillinger kam der Kontakt zu einem Sachverständigen beim TÜV Rheinland zustande. Zunächst wurde festgelegt, welche Arbeiten vorzunehmen wären. Da der Bordcomputer des Fahrzeugs einen Check vorschrieb, bot sich an, dies als Aufgabe auszuwählen. Kontakt zur Autowerkstatt mit Terminfestlegung, Computerauslesung und Kostenvoranschlag gingen voran. Am Abend vor dem Inspektionstermin trafen sich Geisler und der Sachverständige und dieser manipulierte entsprechend der Checkliste, die von der Werkstatt abzuarbeiten war, fünf verschiedene Einstellungen/Flüssigkeitsstände, um später feststellen zu können, ob diese Mängel erkannt und behoben wurden. Die Inspektion am darauffolgenden Tag verlief komplikationslos. Nachdem der Wagen zur vereinbarten Zeit abgeholt und alles besprochen und bezahlt worden war, verließ der Proband die Werkstatt, um den TÜV Rheinland zu informieren, der in der Nähe auf den Anruf wartete. Gemeinsam betraten Geisler und der Sachverständige die Annahmestelle der Werkstatt und beim Anblick des Sachverständigen, der als Prüfer dort bekannt ist, wurde Ricciardi klar, dass eine verdeckte Prüfung vorgenommen wurde. Der TÜV Rheinland prüfte das Fahrzeug im Beisein auch der beiden Monteure, Daniel Reifenberg und Daniel Decker, die den Auftrag hatten, die Inspektion durchzuführen. Von den fünf eingebauten Mängeln wurden vier gefunden. Das defekte Lämpchen der Kofferraumbeleuchtung hatten sie übersehen, was bei dem hellen Licht und Sonnenschein durchaus passieren kann. Die wichtigen Mängel, wie zu geringer Stand der Brems- und Kühlflüssigkeit, verminderter Reifendruck auf einem Reifen und ein gelöstes Sensorkabel des ABS, wurden von den beiden Mitarbeitern entdeckt und behoben. In einem gemeinsamen Gespräch mit Rainer Schillinger, Walter Paier und Carlo Ricciardi war von Geisler ein umfangreicher Fragebogen zu beantworten, der vom allerersten Kontakt zur Werkstatt bis zur Abholung viele Aspekte beleuchtete. Das Ergebnis dieses Fragebogens fließt in eine Punktebewertung ein, die letztendlich ausschlaggebend ist, wie die Gesamtbewertung durch den TÜV Rheinland lautet. Alles in allem hat die Werkstatt sehr gut abgeschnitten. Die kleinen Optimierungen wurden von Schillinger und der Kfz-Werkstatt gerne aufgenommen und werden sicher bald der Vergangenheit angehören. Für den Probanden war es eine spannende Erfahrung und hat Spaß gemacht. Der Spaß wird für den Proband auch belohnt. Bis zu 200 Euro Aufwandsentschädigung werden vergütet. Schillinger: „Wir sind ständig auf der Suche nach Probanden, ich hoffe, es werden mich viele aus dem Chemiepark Knapsack ansprechen. So haben wir eine schöne Win-win- Situation.“ Und mit dem TÜV Rheinland hat die Kfz-Werkstatt einen sehr kritischen Sachverständigen gefunden, der immer wieder gerne zu uns kommt. Am Ende war alles gut – und der Prüfer, Carlo Ricciardi und Günther Geisler freuen sich (v. l . n. r.). 14 KnapsackSpiegel 08.|09.2015

ChemieparK Knapsack Learning by doing – am besten dort, wo man die Sprache spricht In drei Wochen zur „Kauffrau international“ Für einige Zeit in London leben, das eigene Englisch verbessern und Nützliches für den Beruf lernen – diese Möglichkeit bietet das European College of Business and Management (ECBM) deutschen Berufsschülern. Eine Auszubildende der InfraServ Knapsack hat die Chance jetzt genutzt. G ina Döring macht neben ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau ein duales Studium in Business Administration. In ihrer Berufsschule, dem Karl-Schiller-Berufskolleg in Brühl, erfuhr sie von dem Angebot der IHK Aachen, in London den Intensivkurs „Doing Business in an English speaking world” zu belegen. In der Schule zählte Englisch zwar eher nicht zu ihren Lieblingsfächern, „aber man muss sich ja auch mal an andere Dinge herantrauen“, sagte sie sich. Und sie hat es nicht bereut. „Ich habe viel gelernt, das ich im Berufsleben bestimmt brauchen kann“, berichtet die Auszubildende im zweiten Lehrjahr. Mit 18 anderen Teilnehmern besuchte sie den Kurs am ECBM, der sich mit verschiedensten Themen beschäftigte. Die Spanne reichte von „Intercultural Understanding” über „Marketing Communications and Social Media” bis zu „Globalisation“. Besonders interessant fand Döring das Thema „Locations for Business“. „Da haben wir erfahren, was man beachten muss, wenn man einen Standort für ein Unternehmen sucht, zum Beispiel für eine Starbucks-Filiale. Da ist gerade die Lage besonders wichtig“, erklärt sie. Sehr spannend war die Besichtigung der Docklands, früher Londons Hafen, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Schließung der für moderne Frachtschiffe zu klein gewordenen Docks eine verarmte Gegend, heute ein schickes Geschäftszentrum, in dem Anzugträger statt Hafenarbeiter zu sehen sind. Eine Bootsfahrt über die Themse beschloss den Ausflug. Ein Tag bei Gericht stand ebenfalls auf dem Programm. Dort konnte Döring einen Prozess gegen einen Drogendealer verfolgen. „Es war gar nicht so einfach, das Fachenglisch zu verstehen“, erinnert sie sich. Obwohl die Auszubildende in einer Gastfamilie untergebracht war, ist der Intensivkurs nicht günstig und London generell eine teure Stadt. „Dort haben die Leute einen ganz anderen Lebensstandard“, hat Döring beobachtet. Allein das Bahnticket kostete 220 Euro für drei Wochen. Jedoch wurde etwa die Hälfte der Kurskosten durch das EU-Förderprogramm „Leonardo“ finanziert. Einen weiteren Teil übernahm die ISK und sie stellte Döring zudem frei – so wurde der Aufenthalt in London erst ermöglicht. Neben dem Unterricht besichtigten die Kommilitonen natürlich auch gemeinsam bekannte Sehenswürdigkeiten wie Big Ben, die Tower Bridge, das London Eye und The Shard, das höchste Gebäude der EU. „London ist eine sehr interessante Stadt, nur recht schnelllebig und voller Menschen“, fasst Döring zusammen. Die Engländer habe sie aber als sehr nett und offen erlebt. Am Ende erwartete die Auszubildende eine Abschlussprüfung inklusive Präsentation. Dörings Thema: „Immigration and its effects on Londons’ economy“. Mit dem Zertifikat des ECBM darf sie sich dank des weltweit anerkannten Kurses am Ende ihrer Ausbildung „Kauffrau international“ nennen. Es war eine tolle Erfahrung für die 22-Jährige. Denn sie hat nicht nur ihr Englisch verbessert: „Ich bin eigenständiger geworden und habe gezeigt, dass ich flexibel bin und für den Job auch mal eine Weile unterwegs sein kann.“ Gina Döring nutzte in London das beste und schnellste Fortbewegungsmittel: ein Fahrrad. KnapsackSpiegel 08.|09.2015 15

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