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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 08/09-2015

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

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Chemiepark Knapsack Unsere Werksärzte informieren: Fette und Öle – nicht nur in der Chemie ein Thema … ... sondern auch in der täglichen Ernährung. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten. E twa 1/3 der täglichen Energieaufnahme erfolgt in Form von Fett, wobei 1 g Fett mit etwa 9,3 kcal mehr als doppelt so viel Energie liefert wie die beiden anderen Hauptnährstoffe Kohlenhydrate und Eiweiß. Aber das Fett in der Ernährung hat noch vielfältige andere Aufgaben. Kurzum: Nicht alles, was „Fett“ ist, ist schlecht! Was es mit diesem Nährstoff im Einzelnen auf sich hat, soll dieser Artikel ein wenig beleuchten. Neben der Rolle als Energieträger erfüllen Fette eine chemische und physikalische Schutzfunktion für Haut, Haare und verschiedene innere Organe. Sie sind ein Baustoff für Körperzellen, transportieren lebensnotwendige Fettsäuren und fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) und bilden in Form von Fettzellen Energiespeicher. Sie sind ein Ausgangsstoff für Vermittler- und Botenstoffe des Körpers und – nicht zuletzt – ein ganz wichtiger Geschmacksträger. Wie aber unterscheidet man „gute“ und „schlechte“ Fette? Welche Fette und wie viel davon sollte man mit der Nahrung aufnehmen? Sogenannte gesättigte Fettsäuren, v. a. in Lebensmitteln tierischen Ursprungs enthalten (Wurst, Fleisch, Käse), kann der menschliche Körper selbst synthetisieren. Deshalb müssen sie nur in geringer Menge zugeführt werden. In der Blutuntersuchung werden sie durch den Triglycerid- Spiegel repräsentiert. Eine zu hohe Zufuhr steigert das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ungesättigte Fettsäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel und vermindern das Herz-Kreislauf- Risiko. Sie finden sich v. a. in pflanzlichen Ölen und in fettreichem Fisch. Das Cholesterin ist übrigens selbst kein Fett, sondern ein „Steroid“. Es wird als wichtiger Baustein für Zellmembranen und Vorstufe für Gallensäuren und Hormone mit dem (meist tierischen) Nahrungsfett zusammen aufgenommen, zugleich aber auch vom Körper selbst hergestellt. Ein zu hoher Cholesterin-Spiegel führt wiederum zu einem erhöhten Arteriosklerose-Risiko. „Trans-Fettsäuren“, die bei der industriellen Verarbeitung bzw. chemischen Härtung von Fett und Ölen entstehen (in Margarine, Back- und Bratfetten), erhöhen wahrscheinlich pixelioPetraBork ebenfalls das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der täglichen Ernährung sollte – gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung – darauf geachtet werden, dass etwa ein Drittel der Fettzufuhr aus gesättigten und je etwa ein Drittel aus einfach (z. B. Rapsöl, Olivenöl) und mehrfach (z. B. Makrele, Hering, Lachs) ungesättigten Fettsäuren besteht. Die maximale tägliche Zufuhr von Cholesterin sollte nicht mehr als 300 mg betragen. Daher sollten pflanzliche Fette und Öle bevorzugt, tierische – sofern nicht aus Fisch-Mahlzeiten – reduziert werden. Mit sichtbaren Fetten (Butter, Margarine, Öle) sollte man sparsam umgehen, auf „versteckte“ (Wurst, Käse, Gebäck und Süßwaren, „Fast Food“, Fertigprodukte) vermehrt achten. Eine fettarme Speise-Zubereitung ist erstrebenswert. Insgesamt 60 bis 80g Fett pro Tag reichen aus. Eine fettfreie Ernährung ist aber auf keinen Fall ratsam! Bei der Entstehung von Übergewicht ist nicht der Fettgehalt der Ernährung maßgeblich, sondern die Kalorienzufuhr. Am 29. 10. 2015 (Knapsack) und 05. 11. 2015 (Hürth) haben Sie die Gelegenheit, sich in unseren Betriebsrestaurants zu dieser Thematik „live“ zu informieren! Dr. med. Matthias Fischer 20 KnapsackSpiegel 08.|09.2015

Chemiepark Knapsack Anzeige DAK-Studie veröffentlicht Doping im Job Rund 223.000 Beschäftigte in NRW betreiben Medikamentenmissbrauch, um am Arbeitsplatz leistungsfähiger zu sein oder um Stress abzubauen. Das zeigt eine Studie der DAK-Gesundheit. I mmer mehr Erwerbstätige greifen zu Arzneimitteln, um den Arbeitsalltag zu bestehen – obwohl sie gesund sind. Experten sprechen von pharmakologischem Neuro- Enhancement, kurz Hirndoping. Insgesamt sind drei Millionen Berufstätige betroffen und die Dunkelziffer liegt noch weit höher: Eine Studie der DAK-Gesundheit geht von fünf Millionen Erwerbstätigen aus, die schon einmal Arzneimittel zum Aufputschen oder zum Stimmungsaufhellen genommen haben. Die Risiken und Nebenwirkungen werden dabei häufig ausgeblendet, jeder fünfte Arbeitnehmer hält sie sogar für vertretbar. „Zehn Prozent sind prinzipiell aufgeschlossen, sich mit Medikamenten zu dopen“, erklärt Frank Meiners, Diplom- Psychologe bei der DAK-Gesundheit. Für die Studie hat die Kasse umfangreiche Arzneimitteldaten ausgewertet und zusätzlich mehr als 5.000 Berufstätige im Alter von 20 bis 50 Jahren befragt. Bereits im Jahr 2009 war „Doping am Arbeitsplatz“ Thema eines DAK-Gesundheitsreports. Damals griffen mit einer Million Erwerbstätige noch deutlich weniger Menschen in die Pillendose. „Doping im Job ist zwar auch heute noch kein Massenphänomen, doch die neuen Ergebnisse sind ein Alarmsignal“, so Meiners. Auslöser für den Griff zur Pille sind meist hoher Leistungsdruck sowie Stress und Überlastung. Männer nehmen eher leistungssteigernde Mittel, Frauen bevorzugen stimmungsaufhellende Präparate. Entgegen der landläufigen Meinung ist Medikamentenmissbrauch nicht primär ein Problem von Topmanagern. Der DAK-Report zeigt, dass vor allem Erwerbstätige mit einfachen Jobs gefährdet sind. Auch Beschäftigte mit einem unsicheren Arbeitsplatz haben ein erhöhtes Doping- Risiko. Nach Ansicht von Experten ist neben der individuellen Arbeitsplatzsituation auch die innere Haltung der Mitarbeiter entscheidend. „Übertriebene Ansprüche an die eigene Leistungsfähigkeit sind häufig ein Problem“, sagt Meiners. „Anstatt zur Pille zu greifen, ist es deshalb wichtig zu erkennen, dass Stress-Situationen am Arbeitsplatz nicht völlig vermeidbar sind.“ Laut DAK-Report ist der Großteil der Arbeitnehmer hier schon auf dem richtigen Weg: Demnach setzt mehr als jeder Zweite auf eine gute Organisation bei der Arbeit. 44 Prozent der Beschäftigten achten darauf, ihre Freizeit möglichst sinnvoll zu verbringen. Sechs von zehn schlafen ausreichend, um besonders leistungsfähig zu sein. KnapsackSpiegel 08.|09.2015 21

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