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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 08/09-2015

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack Auf

Chemiepark Knapsack Auf dem konsequenten Weg zu einer wertoptimierten Anlagenbewirtschaftung Bayer CropScience implementiert Site Reliability Engineer Die Redaktion des KnapsackSPIEGELs sprach mit Kai Kümpers, Site Technical Manager, über die Hintergründe der Initiative zur wertoptimierten Anlagenbewirtschaftung und die Funktion der daraus abgeleiteten neuen Rolle des Site Reliability Engineers. hinsichtlich Ausfallzeit der Produktion sowie hinsichtlich der Kosten für die Wiederherstellung eines intakten Anlagenzustandes. Die daraus identifizierten kritischen Anlagenteile werden dann zusätzlich einer detaillierten sogenannten Fehler Möglichkeiten Effekt Analyse (FMEA) unterzogen, um daraus Maßnahmen abzuleiten, die das Risiko minimieren. Die weitreichende Erfahrung von Harry Beier (l.) auf dem Gebiet der Anlagenbewirtschaftung überzeugte Kai Kümpers. Was verstehen Sie unter wertoptimierter Anlagenbewirtschaftung? Eine hohe Auslastung unserer kapitalintensiven und hochkomplexen Produktionsanlagen ist sowohl für die Bereitstellung der nachgefragten Produktionsmengen als auch für die Erzielung günstiger Fertigungskosten zwingend notwendig. Unsere Aktivitäten in allen Feldern der Anlagenbewirtschaftung sollen dieses Ziel unterstützen, verursachen aber ihrerseits wieder ein erhebliches Kostenvolumen. Deshalb ist es wichtig, hier einen wertoptimierten Weg einzuschlagen. Was sind die Kriterien für diese Wertoptimierung? Wesentliches Fundament ist die Entwicklung einer verfügbarkeitsorientierten Instandhaltungsstrategie und deren Umsetzung für den Standort. Einbezogen werden sämtliche Produktions- und Infrastrukturanlagen. Dazu wird jedes Anlagenteil einer sogenannten Kritikalitätsanalyse unterzogen. Es wird ermittelt bzw. abgeschätzt, mit welcher Häufigkeit eine technische Einrichtung ausfällt und welche Konsequenz dieses hat. Die Bewertung erfolgt Seit wann arbeiten Sie an der Strategie zur wertoptimierten Anlagenbewirtschaftung? Bereits seit 2013 läuft ein strategisches Projekt zur Weiterentwicklung der Instandhaltungskonzepte. Nach einer Analyse und Bewertung des vorhandenen Instandhaltungssystems wurde ein Programm aufgesetzt mit verschiedenen Aktionsfeldern zur Optimierung. Die Aktionsfelder wurden zunächst mit der Unterstützung durch interne und externe Berater von den in den Betrieben tätigen Ingenieuren bearbeitet und pilotiert. Diese Phase wurde Ende 2014 abgeschlossen. Jetzt erweitern Sie die Organisation um die Stelle des Site Reliability Engineers. Warum dieser Schritt? Die Prozesse müssen jetzt standortweit in allen Betrieben eingeführt und weiterentwickelt werden. Damit ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die Steuerung und Verantwortung der Aktivitäten von zentraler Stelle aus der eigenen Organisation heraus zu übernehmen. Was sind die Aufgaben des Site Reliability Engineers? Der Site Reliability Engineer koordiniert alle Aktivitäten in diesen Arbeitsfeldern. Es ist seine Aufgabe, die Ingenieure in den Betrieben bei der Anwendung der neuen Instandhaltungsmethoden und bei der Etablierung neuer Arbeitsprozesse zu beraten und zu unterstützen. Er trägt dafür Sorge, dass die Vorgehensweisen in den Betrieben harmonisiert sind. Eine Verbesserung und Vereinheitlichung der Arbeitsprozesse wird auch in der Instandhaltungsabwicklung angestrebt. Hier fungiert der Site Reliability Engineer als erster Ansprechpartner für unsere Partner aufseiten der InfraServ Knapsack. 6 KnapsackSpiegel 08.|09.2015

Chemiepark Knapsack Wer wird die Rolle übernehmen? Seit Mai hat Harry Beier, bisher Betriebsingenieur im PSM-1- Betrieb, die Funktion des Site Reliability Engineers übernommen. Mit Harry Beier konnten wir einen erfahrenen Ingenieur für diese Aufgabe gewinnen. Er hat in seinem Berufsleben umfangreiche Erfahrungen in allen für uns relevanten Feldern der Anlagenbewirtschaftung gesammelt. Er kennt die Abläufe in der Instandhaltungsabwicklung, die überwiegend von den Fachabteilungen der InfraServ Knapsack durchgeführt werden. Methodenkenntnisse zu den modernen Instandhaltungsstrategien hat er in den letzten zwei Jahren erlernt und in seinem Betreuungsbereich pilotiert. Jetzt gilt es, das neue Wissen und die Erfahrungen an die anderen Betriebe weiterzugeben. Wir wünschen Harry Beier einen guten Start und vielen Dank für das interessante Gespräch, Herr Kümpers! Erfolgsgeheimnis Engagement! RHEIN-ERFT AKADEMIE ist Wunschpartner bei Fortbildungskursen Für den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) ist die RHEIN-ERFT AKADEMIE aufgrund der sehr guten Ergebnisse bei Fortbildungskursen absoluter Wunschpartner. Die erfolgreichen Absolventen gemeinsam mit ZAW Mechernich, BFD Köln, IHK Aachen und Bernhard Keppeler von der Rhein-Erft Akademie (2. v. r.). S o werden in der Bleibergkaserne Mechernich ab September wieder rund 70 Soldatinnen und Soldaten ihre mehrmonatigen Fortbildungen zu Personalfachkaufleuten oder Wirtschaftsfachwirten starten. Der Wunsch der Teilnehmer, in der Eifel die Fortbildung zu absolvieren, ist ungebremst hoch, trotz der nachteiligen Infrastrukturbedingungen gegenüber anderen Standorten. Aufgrund der guten Vorbereitung und des sicheren Gefühls, die Prüfungen mit einem guten Ergebnis zu bestehen, nehmen viele Teilnehmer eine Anreise aus ganz Deutschland gerne in Kauf. Tatsächlich bestätigen die jüngsten Ergebnisse aus Mechernich die gute Prüfungsvorbereitung durch die RHEIN- ERFT AKADEMIE. Bei der Zeugnisübergabe der Wirtschaftsfachwirte Anfang Juli lobte Gisbert Kurlfinke (IHK Aachen) das hohe Niveau der Lehrgänge: „Ich weiß nicht, ob es der beste Lehrgang ist, den ich je erlebt habe – aber in jedem Falle einer der besten.“ Das hohe Niveau der Fortbildungen spiegelte sich auch bei den Personalfachkaufleuten wider, die Ende Juni verabschiedet wurden. Insgesamt hat die REA in bisher elf Lehrgängen rund 200 Teilnehmer vorbereitet, die Erfolgsquote bei beiden Lehrgängen liegt bei 92 Prozent. Bernhard Keppeler, als Fachbereichsleiter zuständig für die Bundeswehrkurse, sieht das REA-Engagement, das über ein Normalmaß hinausgeht, als entscheidenden Erfolgsfaktor: „Wir haben eine hohe Flexibilität und können deshalb auf spontanen Bedarf auch schnell reagieren. Wenn wir feststellen, da gibt es einen bestimmten Förderbedarf, planen wir spontan weiteren Unterricht ein.“ Der Erfolg gibt dem Konzept recht. Corinna Kirchhöfer und Michael Kronemeyer, die für ihre herausragenden Leistungen bei den Fachwirten ausgezeichnet wurden, bestätigen einstimmig: „Trotz hohen Anspruchs und besondere Bedingungen: Der Lehrgang hat riesig Spaß gemacht!“. Weitere Infos: bernhard.keppeler@rhein-erft-akademie.de. KnapsackSpiegel 08.|09.2015 7

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