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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 10/11-2016

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Arbeitssicherheit geht alle an Mehr Sicherheit durch neue Drehschrauber Jörg Lüttgen ist seit dem 1. Juli Sicherheitsfachkraft – seine Ausarbeitungen führen zum sukzessiven Austausch der alten Schlagschrauber-Generation. E s gibt viele Vorschriften und Gesetze, die den Schutz von Mitarbeitern am Arbeitsplatz regeln. Für InfraServ Knapsack ist es nicht nur oberstes Gebot, diese Vorgaben einzuhalten – Ziel ist es, diese noch zu verbessern sowie zu steigern und somit dem Mitarbeiter den höchstmöglichen Schutz am Arbeitsplatz zu geben. Durch Innovation und den Ideenreichtum der Mitarbeiter wird das Arbeiten im Unternehmen noch sicherer gemacht. Ein Beispiel: Die Wahl des richtigen Drehschraubers kann die Sicherheit des Mitarbeiters erhöhen. Jörg Lüttgen ist seit dem 1. Juli im Team Arbeitssicherheit als Sicherheitsingenieur tätig. Im Rahmen der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit hat sich der 49-Jährige des Themas Schallemissionen von Druckluftschlagschraubern angenommen. Das Ergebnis ist erstaunlich. Lange Zeit waren pneumatisch angetriebene Schlagschrauber die erste Wahl zum schnellen Lösen und Anziehen von Flanschverbindungen. Doch der Lärm, der von den Geräten ausgeht, ist erheblich. Nicht ohne Grund trägt der Mitarbeiter, der mit dem Schlagschrauber arbeitet, einen speziellen Gehörschutz. Doch neben den Geräuschen haben die pneumatisch angetriebenen Schlagschrauber weitere Nachteile. Die Vibrationen sind erheblich und die Emission von Ölaerosolen wurde bislang aufgrund fehlender Alternativen hingenommen. Auch wenn der Mitarbeiter geschützt ist, so sind die Belastungen für die Mitarbeiter im Arbeitsumfeld vorhanden. Jetzt sollen die pneumatisch angetriebenen Schlagschrauber durch eine neue Generation von Drehschraubern (elektrisch- pneumatisch und akkubetrieben) sukzessiv ausgetauscht werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Lärmpegel verringert sich und die neuen Geräte sind vibrationsarm. Chronische Verletzungen an Händen, Armen und Gelenken werden vermieden. Die Emission von Öldämpfen entfällt. Die neuen Geräte arbeiten so drehmomentgenau, dass ein Nachziehen mit Drehmomentschlüsseln entfällt. Die Belastungen, denen die Mitarbeiter ausgesetzt sind, werden geringer. Und beim Kunden kommt der Einsatz von neuen und modernen Geräten auch gut an. Der Bereich der Arbeitssicherheit soll bei InfraServ Knapsack noch weiter ausgebaut werden. Derzeit zählen fünf Mitarbeiter dazu, in Zukunft sollen es acht sein. Ein Zeichen, wie wichtig der Geschäftsleitung die Sicherheit ihrer Mitarbeiter ist. Lüttgen: „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind grundsätzliche Führungsaufgaben. Unsere Aufgabe ist es, Führungskräfte und ausführende Mitarbeiter beratend zu unterstützen und zu sensibilisieren. Wir wollen helfen, arbeitssicherheits- und gesundheitsgerechtes Verhalten aller Mitarbeiter zu fördern. Nur mit einem gemeinsamen Sicherheitsverständnis aller sind wir in der Lage, unsere Ziele umzusetzen.“ Jörg Lüttgen, neue Sicherheitsfachkraft bei der InfraServ Knapsack. 14 KnapsackSpiegel 10.|11.2016

Chemiepark Knapsack Mitarbeiter der InfraServ Knapsack informierten sich Der Explosion auf der Spur Ein Experiment mit brennbaren Stoffen zeigt, wie wichtig der sorgsame Umgang mit dem Medium ist. Z wei Tropfen Benzin, ein bisschen Sauerstoff und ein kleiner Funke reichen aus, um eine Explosion auszulösen. Wie viel vorsichtiger sollte man dann erst sein, wenn man täglich mit einem großen Rohrnetzsystem zu tun hat, in dem rund um die Uhr leicht entzündliche Gase transportiert werden. Im Rahmen der alljährlich vorgeschriebenen Gefahrstoffschulung haben sich 14 Mitarbeiter der Ver- und Entsorgungsabteilung der InfraServ Knapsack am 14. Juli auf den Weg zum Gasund Wärmeinstitut (GWI) nach Essen gemacht, um dort in einem experimentellen Vortrag zu erfahren, worauf man beim Umgang mit brennbaren Stoffen achten sollte. „Normalerweise klären wir die Mitarbeiter nur theoretisch über die Gefahren auf“, sagt Berthold Menne, Teamleiter des Bereichs Rohrnetze. „Wenn man aber mal im Experiment gesehen hat, wie schnell und heftig etwas explodieren kann, ist die Anschaulichkeit und damit auch der Lerneffekt wesentlich größer.“ Er hatte auch die Idee zu der Exkursion und leitete zusammen mit Thomas Theisen, Leiter der Ver- und Entsorgung, maßgeblich ihre Umsetzung in die Wege. Und der Aufwand hat sich nach Meinung der beiden Organisatoren gelohnt: In mehreren Vorträgen zeigte Thomas Gindler von der Berufsgenossenschaft ETEM den InfraServ-Mitarbeitern die Macht und Unkontrollierbarkeit der Explosion. Er referierte über brennbare Gase, Flüssigkeiten und Feststoffe, über besondere Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Sauerstoff, über sonstige Gefahrenquellen und über die Eignung von bestimmten Löschmitteln – immer Gar nicht so einfach: das Löschen eines Gasbrandes begleitet von praktischen Beispielen und Experimenten. Schon in ganz alltäglichen Situationen, wie zum Beispiel beim Aufstehen von einem Bürostuhl oder beim Aussteigen aus einem Auto, könne es zur Ladungstrennung und damit zu statischer Elektrizität kommen, erklärte Gindler. Entlädt sich diese schlagartig, können sich Funken bilden und ausströmendes Gas entzünden. Das gehe manchmal schneller, als man denkt. Im Vorführungsteil am Nachmittag wurden auch ganz praktische Szenarien demonstriert, wie zum Beispiel der Baggereinbruch in eine Gasleitung mit anschließender Explosion oder ein Gasunglück im Wohnhaus. Dabei wurde gleichzeitig der Zweck von schwer entflammbarer Schutzkleidung gezeigt: Während die Alltagskleidung der einen Puppe mit dieser fast untrennbar verschmolz, zog sich die andere Puppe in Schutzkleidung nur leichte Schäden zu. Der Tag hinterließ bei allen Exkursionsteilnehmern bleibende Eindrücke, wie die sich anschließende Diskussion und das positive Feedback zeigten. „Die Vorträge und Vorführungen waren richtig gut und sehr eindrucksvoll. Auch für die in unseren Systemen vorkommenden giftigen und ätzenden Stoffe sollte ein solches experimentelles Vorgehen möglich sein, um die Gefährlichkeit dieser Stoffe ebenso anschaulich zu demonstrieren“, sagt Berthold Menne. KnapsackSpiegel 10.|11.2016 15

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